Augsburg feiert Schützenfest gegen Bietigheim

 

PENNY-DEL (Augsburg/HG)  Kellerduell im Curt-Frenzel-Stadion: Die Augsburger Panther empfingen die Bietigheim Steelers zum Kräftemessen. Rein rechnerisch hatte der AEV noch die Chance, an die vor ihnen rangierenden Berliner heran- bzw. vorbeizuziehen, doch aufgrund ihrer Performance in den letzten Wochen erschien dies eher unrealistisch. Es galt heute, die Gäste aus dem Ellental auf Distanz zu halten. Würde es heute tatsächlich die letzte Begegnung in der höchsten Eishockeyliga zwischen diesen beiden Teams sein?

 

Schließlich deklassierten die Augsburger Panther das Tabellenschlusslicht aus Bietigheim mit 8:2 und nährten die Hoffnung auf ein weiteres Herankommen an Berlin. Lamb und Wannström zeichneten sich als Doppeltorschützen aus.

 

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(Fotoquelle Dunja Dietrich)

 


Augsburg präsentierte sich im bayerischen Derby gegen Ingolstadt saft- und kraftlos und musste folgerichtig eine herbe Klatsche einstecken. Gegen das Tabellenschlusslicht hieß es heute Wiedergutmachung und eine solide Performance aufs Eis zu bringen, um die so treuen Fans zu versöhnen, die in diesen schwierigen Zeiten in Scharen zu den Heimspielen strömen. Markus Keller hütete heute das Gehäuse anstelle von Dennis Endras und die Fans gedachten einer Augsburger Legende, Jojo Capla, der damals für die CSSR auflief und von Bratislava kam.

 

Bietigheim lag zwar hoffnungslos hinten in der Liga, doch gegen den Ligakrösus aus Mannheim demonstrierten die Steelers ein tolles und enges Match bis zum Schluss, was letztlich zu einem Punkt führte gegen den hohen Favoriten. Das Team um Headcoach Pekka Kangasalusta strebte einen soliden Abgang aus der DEL an und wollte die Panther ein wenig ärgern. Das einzige Ziel der Steelers lag darin, eventuell noch die rote Laterne an den heutigen Gegner abzugeben. Bei den Steelers konnte heute Abend Constantin Braun nicht mitwirken und auch Chris Wilkie stand nicht im Line-Up.

 

Schoch (Geschäftsführer Bietigheim): “Es war erst geplant, dies nach der Saison zu veröffentlichen, aber der Hauptsponsor will einen anderen Weg gehen. Wir wollten eine saubere und ordentliche Übergabe schaffen. Der Aufstieg war gut, in der DEL2 haben wir viele Jahre erfolgreiches Eishockey gespielt, hatten aber dann das Corona Pech. Wir konnten uns wirtschaftlich nicht so schnell etablieren, sind aber mit Euphorie neu gestartet nach der ersten Saison. Die Jungs sind Profis, es gibt noch den Hauch auf Platz 14. Wir sind auf Augenhöhe und werden es professionell angehen bis zum Ende.”

 

AEV legt früh vor, demonstriert zwei Mal effizientes Powerplay, Kapitän tritt ebenfalls

 

Für Bietigheim war es heute wohl die letzte Chance, noch am AEV vorbeizuziehen. Aufgrund der kürzlich durchgesickerten Meldung, dass der Geschäftsführer Schoch sein Amt aufgibt, war sicher gehörig Unruhe bei den Gästen. Gleich im ersten Powerplay, das ohnehin zu den besten der Liga zählte, sorgte Sebastian Wannström nach gut drei Spielminuten für die frühe Führung der Hausherren. Dies war der Weckruf für Bietigheim, das nun viel Druck ausübte. Auf der anderen Seite kombinierten sich die Fuggerstädter gekonnt durch die Steelers Zone. In der angebrochenen 11. Spielminute erhöhte der AEV durch den emsigen David Warsofsky auf 2:0, wobei die Steelers wenig Widerstand leisteten. Dann war erneut Powerplay angesagt und schon wieder nutzten die Gastgeber dies eiskalt aus: Torschütze war Matt Puempel in der 13. Spielminute. Nun sah es nach einer klaren Angelegenheit für Augsburg aus, doch die Hausherren hatten schon oft deutlich geführt und dann die Spiele noch unnötig spannend gemacht. In der 17. Spielminute durfte sich auch der Capitano Brady Lamb in die Torschützenliste eintragen. Sollte es heute etwa ein Schützenfest geben? Das deutliche Schussverhältnis von 19 zu 9 zugunsten des AEV sprach Bände.

 

Renner: „Alles ist schiefgelaufen, mir fehlen grad die Worte, so wie wir uns grad präsentiert haben. Für alle, die mit Schoch schon länger arbeiten, war es schon hart, aber wir sind Profis und müssen damit umgehen. Es sind noch 40 Minuten, wir müssen endlich aufwachen und was möglich machen.”

 

AEV Doppelpack binnen 14 Sekunden, munteres Scheibenschießen

 

Leon Doubrawa ersetzt Cody Brenner im Gehäuse der Gäste. Augsburg setzte nahtlos an seine Dominanz vom ersten Drittel an und erspielte sich gleich die nächste Gelegenheit, bevor Preibisch mit seinem Solo am aufmerksamen Markus Keller scheiterte. Was ließ sich Headcoach Pekka Kangasalusta einfallen für den Mittelabschnitt? Dann übte Bietigheim eine kleine Drangphase aus und Augsburg ließ eine drei auf eins Konstellation ungenutzt. Nun wurde es vor Markus Keller hektisch im Getümmel und der AEV hatte Glück, dass es keine Strafe gab. Die Steelers präsentierten sich mittlerweile als ebenbürtiger Gegner mit etlichen guten Chancen; sie hatten sich definitiv was vorgenommen nach dem desaströsen Auftritt im ersten Drittel. Doch in der 29. Spielminute schnürte Sebastian Wannström seinen heutigen Doppelpack, auch dank eines Assists von Markus Keller, und nur 14 Sekunden danach machte Adam Payerl das halbe Dutzend voll. Alle Bemühungen der Gäste schienen zu verpuffen, doch Teemu Lepaus brachte seine Farben in der 32. Spielminute zum ersten Mal auf das Scoreboard. Trotz des klaren Vorsprungs war die Stimmung im weiten Rund gedämpft, was am nicht koordinierten Support der Fangemeinde nach dem letzten Heimauftritt lag. Die Zuschauer sahen weiterhin Einbahnstraßen Hockey und die Steelers netzten erneut ein: in der 38. Spielminute war der Torschütze Chase Berger. Dann dauerte es wieder nur 16 Sekunden, bis die Hausherren den alten Abstand wiederherstellten: Der Kapitän Brady Lamb erwies sich zum zweiten Mal als Torjäger. Beim Schussverhältnis hatten nun die Gäste die Nase vorne, doch Augsburg baute seinen Vorsprung weiter aus.

 

Lamb:We still have some problems in our d-zone which we need to clean up. We try to come out and do our best. We play the right way, which is good for Sunday.”

 

Stieler nächster Torschütze

 

Zu Beginn des Schlussabschnitts flogen gleich mal die Fäuste und der AEV kam erneut in den Genuss einer numerischen Überlegenheit mit einem Mann mehr auf dem Eis. Bisher hatte es ja schon zwei Mal geklappt, doch die letzte Konsequenz bei dieser klaren Führung fehlte nun, obwohl die Scheibe kurz vor der Torlinie trudelte, doch Flade stupste den Puck noch rechtzeitig heraus mittels des Pfostens. Bei Augsburg schlichen sich nun auch wieder fahrlässige Scheibenverluste in der eigenen Zone ein. Trotzdem markierte David Stieler im Verbund mit Broadhurst in der 49. Spielminute den achten Treffer des heutigen sehr abwechslungsreichen Abends. Die Luft dieser Partie war schon längst raus bei dem klaren Spielstand, doch Augsburg wollte im nächsten Powerplay weiter treffen, nur der Pfosten stand im Weg. Lamb war auf sein drittes Tor aus doch am Ende stand ein Schützenfest auf der Anzeigetafel für die Panther, die sich mit diesem Erfolg von den Steelers absetzen konnten.

 

Schüle: „Es ist alles gesagt, es ist noch nicht vorbei bei den ausstehenden Spielen.“

 

Payerl: “It was definitely a good feeling tonight, it is good for everybody, the city the fans and the organization. It will be a huge game in Berlin.“

 

Augsburger Panther – Bietigheim Steelers 8:2 (4:0|3:2|1:0)

 

Tore:

1:0 |04.| Sebastian Wannström (Stieler, Kuffner) PP1

2:0 |11.| David Warsofsky (Puempel, Sacher)

3:0 |13.| Matt Puempel (Wannström, Warsofsky) PP1

4:0 |17.| Brady Lamb (Stieler, Broadhurst)

5:0 |29.| Sebastian Wannström (Keller, Kuffner)

6:0 |29.| Adam Payerl (Puempel, Gregorc)  

6:1 |32.| Teemu Lepaus (Berger, Schule)  

6:2 |38.| Chase Berger (Lepaus, Maione)  

7:2 |38.| Brady Lamb (Volek, Clarke)  

8:2 |49.| David Stieler (Broadhurst, Saponari)  

 

1. Drittel Statistik:        21:8 Schüsse, 12:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 0:4

2. Drittel Statistik:        15:20 Schüsse, 9:12 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

3. Drittel Statistik:        19:4 Schüsse, 13:10 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:4

 

Haupt-Schiedsrichter: Frano (CZE) / Rohatsch (GER)

 

Zuschauer: 5.253

 

Aufstellung:

 

Augsburg: Keller, Lamb, Gregorc, Kuffner, Soramies, Wannström, Sacher, Warsofsky, Payerl, LeBlanc, Puempel, Haase, Länger, Broadhurst, Stieler, Saponari, Volek, Clarke, Trevelyan.

 

Bietigheim: Brenner, Atwal, Schule, Naud, Stretch, Keranen, Martinovic, Renner, Jasper, Berger, Lepaus, Flade, Maione, Zientek, Weiß, Preibisch, Kuqi, Kneisler, Lindner.

 


 

Aktuelle Tabelle 

 

 


 



Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL)

DEL 25Jahre Logo silberDie Deutsche Eishockey Liga (PENNY-DEL) ist die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse und wurde im Jahr 1994 gegründet. Am Spielbetrieb nehmen 15 Proficlubs (Kapitalgesellschaften) teil und der aktuelle DEL-Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit 8 Meisterschaften.

 

Mehr Informationen über die Deutsche Eishockey Liga erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 


 

 

 

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