
(DEL/Nürnberg) PM Nach der Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinalspiel reisten die THOMAS SABO Ice Tigers am Freitag nach Augsburg, um dort den Serienausgleich zu schaffen. Bewerkstelligen mussten sie das ohne den an der Schulter verletzten Leo Pföderl, weshalb Rob Wilson zu Umstellungen gezwungen war. Rob Schremp kam dadurch zu seinem ersten Playoff-Einsatz, Brandon Prust war der überzählige Ausländer.
Den ersten Schuss der Partie hatte Augsburg über Justin Shugg, Andreas Jenike zeigte sich aber von Beginn an hellwach und hielt die Scheibe sicher. Die erste Strafe des Spiels bekam Augsburgs Jaroslav Hafenrichter. Die Ice Tigers spielten in Überzahl und profitierten hier zum ersten Mal vom genialen Auge Rob Schremps. Er täuschte einen Schlagschuss an, spielte stattdessen aber hart und diagonal so genau vors Tor, dass Steven Reinprecht nur noch die Kelle reinhalten musste - 1:0 für die Ice Tigers (3.). Ein wichtiges Tor, das der Stimmung im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion direkt einen herben Dämpfer versetzte. Nürnberg spielte sehr konzentriert aus der Defensive heraus und stellte die Panther damit immer wieder vor größere Probleme. Erst als Yasin Ehliz in der 10. Minute auf der Strafbank saß, kam Augsburg zur ersten guten Möglichkeit, Thomas Holzmann scheiterte nach feinem Zuspiel von Drew LeBlanc aber aus dem Slot an Jenike.
In der 13. Minute schoss Sasa Martinovic verdeckt aus der Drehung, der Puck zischte aber knapp am langen Pfosten vorbei. In der 17. Minute musste Yasin Ehliz erneut auf die Strafbank, die Ice Tigers überstanden die nächste Unterzahlsituation aber schadlos, weil Jenike stark mit dem Schoner gegen T.J. Trevelyan parierte. Die Ice Tigers waren gerade wieder komplett, da hatte Patrick Reimer die Riesenchance zum zweiten Tor, konnte Jonathan Boutin von der linken Seite mit seinem Handgelenkschuss aber nicht bezwingen (19.), so dass es nach 20 Minuten beim 1:0 blieb.
Im zweiten Drittel waren nur 18 Sekunden gespielt, da hatte Yasin Ehliz die nächste dicke Möglichkeit für die Ice Tigers. Patrick Reimer spielte den Puck aus dem eigenen Drittel heraus, Ehliz übernahm und fuhr mit Tempo ins Augsburger Drittel, scheiterte aber aus ähnlicher Position an Boutin wie Patrick Reimer kurz vor Ende des ersten Drittels. In Unterzahl kam Augsburg in der 23. Minute zu seiner bis dato besten Möglichkeit, Ben Hanowski hätte quer spielen können, schoss aber selbst, Jenike parierte erneut glänzend. Kurz darauf wurde ein Schlagschuss von David Steckel gefährlich abgefälscht, Boutin konnte gerade noch mit der linken Schulter parieren (25.). Die Panther hatten kurz darauf eine starke Phase, bissen sich an Andreas Jenike aber immer wieder die Zähne aus. So auch Augsburgs Top-Scorer Trevor Parkes, der eine Hereingabe gefährlich abfälschte, aber am Nürnberger Schlussmann scheiterte (29.).
Nach einem Fehler von Jesse Blacker tauchte Ben Hanowski wieder frei vor dem Tor der Ice Tigers auf, schob den Puck aber relativ deutlich vorbei. In der 35. Minute hatten die Ice Tigers gerade eine Unterzahlsituation nach einer Strafe gegen Nichlas Torp überstanden, da leitete Marius Möchel einen perfekten Konter ein, indem er den Puck in die neutrale Zone zu David Steckel spitzelte. Der brachte den Puck ins Augsburger Drittel und bediente den von der Strafbank kommenden Nichlas Torp mustergültig. Torp hatte freie Schussbahn und überwand Boutin mit einem harten Handgelenkschuss zum 2:0 für die Ice Tigers (35.).
Doch damit noch nicht genug im zweiten Drittel: In der 36. Minute leitete Oliver Mebus mit einem weiten Pass auf Philippe Dupuis den nächsten Konter ein. Dupuis setzte sich an der blauen Linie der Panther perfekt durch und spielte auf die linke Seite zum freistehenden Brandon Segal. Der zog zum Tor, verzögerte lange und schob den Puck dann durch Boutins Schoner zum 3:0 ein, gleichzeitig auch der Zwischenstand nach 40 Minuten. Zu Beginn des letzten Drittels passierte dann genau das, was es zu verhindern galt: eine frühe Strafe und ein frühes Gegentor. Yasin Ehliz bekam nach 18 Sekunden seine dritte Strafe des Spiels, das Augsburger Powerplay ging zu Werke und war erfolgreich. Justin Shugg spielte von der blauen Linie flach vors Tor, Ben Hanowski bekam den Puck genau vor die Füße und bugsierte ihn zum 1:3-Anschlusstreffer über die Linie (42.).
Das frühe Tor gab den Panthern und ihren Fans mächtig Auftrieb, die Gastgeber erhöhten den Druck und liefen Angriff um Angriff aufs Nürnberger Tor. Die Defensive um den bärenstarken Andreas Jenike hielt aber Stand und den Puck weitestgehend vom eigenen Drittel weg. So hatte Augsburg zwar deutlich mehr Scheibenbesitz, klare Torchancen gab es aber nur selten. Brady Lamb hatte eine davon, schoss nach einem Bully im Nürnberger Drittel aber knapp drüber (52.). Phil Dupuis hatte kurz darauf die Chance zur Vorentscheidung, konnte Boutin aber am kurzen Pfosten nicht überwinden (53.). Hanowski wäre in der 54. Minute beinahe zum Anschlusstreffer gekommen, Marco Pfleger warf sich aber hinterher und spitzelte dem Augsburger Stürmer den Puck gerade noch vom Schläger. Etwas mehr als drei Minuten vor Schluss nahm Mike Stewart seinen Torhüter vom Eis, die Ice Tigers verteidigten aber leidenschaftlich und brachten die 3:1-Führung über die Zeit.
Durch den Sieg haben die THOMAS SABO Ice Tigers die Playoff-Serie ausgeglichen und sich damit den Heimvorteil zurückgeholt. Weiter geht’s am Sonntag um 16.30 Uhr mit Spiel 3 in der ausverkauften ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG.
Stimmen zum Spiel:
Rob Wilson (Nürnberg): Das war ein hartes Spiel. Es wird eine harte Serie für beide Teams. Es war wichtig für uns, einen Auswärtssieg zu holen. Wir haben sehr hart gekämpft und viele Schüsse geblockt. Wichtig war außerdem, dass wir diszipliniert gespielt haben.
Mike Stewart (Augsburg): Vor zwei Tagen war es ähnlich. Beide Mannschaften wissen, dass es nicht leicht wird. Nürnberg hatte durch ein Powerplaytor das Momentum auf seiner Seite. Wir haben in den ersten 40 Minuten zu wenig mit unserem Tempo gespielt, Nürnberg hat aus ein paar Chancen Kapital geschlagen. In den letzten 20 Minuten haben wir mit Tempo gespielt und uns einige Chancen rausgearbeitet, insgesamt war es heute aber zu wenig.
(Foto Birgit Eiblmaier)

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Weitere interessante Links:
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www.eishockey-nuernberg.com - Weitere Informationen über das Eishockey in Nürnberg von eishockey-online.com.
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