DEL - Analyse der Viertelfinalgegner: die Kölner Haie gegen die Wolfsburger Grizzlys

 

(DEL/Köln) (ST) Es beginnt die schönste Zeit für Eishockey Fans, die Playoffs. Am Dienstag ist es soweit. Der KEC empfängt den amtierenden Vizemeister Wolfsburg, aufgrund der besseren Platzierung hat Köln Heimrecht. Es werden sich der Viert- und Fünftplatzierte der Hauptrundentabelle gegenüberstehen. Nach dem letzten verlorenen Heimspiel der Kölner Haie gegen Wolfsburg am 21. Februar, sagte es Headcoach der Grizzlys, Pavel Gross, voraus und es bewahrheitete sich, Köln und Wolfsburg treffen im Viertelfinale wieder aufeinander. Vier Siege in der „Best of seven“ - Serie werden nötig sein, um ins Halbfinale einzuziehen.

 

Die Bilanz beider aus der Hauptrunde ist ausgeglichen, sowohl Köln als auch Wolfsburg gewannen zweimal. Doch dieser Fakt wird keine Spekulationen für den Ausgang der Viertelfinalserie möglich machen, denn in den Playoffs haben viele weitere Faktoren Einfluss.
Beide Mannschaften haben eine recht gute Saison hinter sich, natürlich hätte es noch besser sein können. Beide sind playofferfahren und treffen nun das insgesamt vierte Mal der letzten sechs Jahre in den Playoffs aufeinander. Sie kennen sich bereits und dürften aufeinander eingestellt sein. Im Jahr 2011 gewann Wolfsburg das Viertelfinale und in den Jahren 2013 und 2014 entschied der KEC jeweils das Halbfinale für sich.

Im Team der Wolfsburger befinden sich derzeit sechs Spieler, die ehemals das Kölner Trikot trugen. Alexander Weiß wechselte nach der letzten Saison zu den Grizzlys. Björn Krupp ging in die Autostadt, als der KEC noch Niklas Sundblad als Trainer hatte. Philip Riefers wurde bevor er zu den Grizzlys wechselte, von den Haien im Tausch gegen Sebastian Uvira an die Augsburger Panthers ausgeliehen. Er wäre aber gern in Köln geblieben. Daneben spielen noch die Ex-Haie Fabio Pfohl, Sebastian Furchner und Geriet Fauser für die Grizzlys. Der Kölner Kai Hospelt spielte lange Zeit für Wolfsburg bevor er nach Mannheim und dann nach Köln wechselte. Er kennt die Mannschaft und den Trainer. Auch Daniar Dshunnussow trug einmal orange. T.J. Mulock wird in der Serie gegen Wolfsburg auf seinen Bruder Tyson Mulock treffen.

 

Bei den Wolfsburgern steht Pavel Gross hinter der Bande. Er ist bekannt für seine Emotionalität. Auf Kölner Seite ist es Cory Clouston, der sein Team nach außen hin mit Ruhe leitet. Beide Trainer werden von der Mannschaft geschätzt. Und beide stellen die Spieler gut auf den Gegner ein und reagieren auch noch während des Spiels. Doch welcher der Trainer findet am Ende die richtigen Worte um die Mannschaft anzutreiben und kann aus den Spielern alles rausholen? Welcher Trainer kann am Ende den Spielern das nötige Selbstvertrauen vermitteln?





Im Folgenden sollen die entscheidenden Faktoren Torhüter, Offensive, Defensive und Special Teams miteinander verglichen werden:

 

Torhüter:

Sowohl Köln als auch Wolfsburg haben starke Torhüter. Es sind die beiden Besten der Liga. Auf Seiten Kölns steht der Schwede Gustaf Wesslau und auf Seiten Wolfsburgs der Deutsche Felix Brückmann. Sie wechselten sich oft mit Platz eins und zwei ab, aber schlussendlich konnte Wesslau den ersten Platz mit einem Gegentorschnitt von 1,87 verteidigen. Brückmanns Schnitt lag bei 2,01, dafür hatte er aber einen Shutout mehr, insgesamt sechs. Wesslaus Bilanz lag bei fünf Shutouts. Wesslau wurde im Rahmen der Gala des deutschen Eishockeys mit dem Titel „Torwart des Jahres“ geehrt und verlängerte zudem seinen Vertrag beim KEC bis 2020. Damit ist klar, dass der Verein weiterhin auf ihn setzt und ihn als stabilen Erfolgsgaranten auf der Schlüsselposition sieht.
Beide Torhüter, Wesslau und Brückmann, sicherten den Mannschaften so einige Siege und waren verlässliche Faktoren, wenn es darum ging knappe Spiele in der Zeit runter zu spielen. In den Playoffs können beide in den Mittelpunkt rücken, denn da heißt es die Serie nach Hause holen. Mit Sebastian Vogl hat Wolfsburg daneben auch einen sicheren und erfahrenen Back-up, denn Brückmann und Vogl wechselten sich im Tor ab. Daniar Dshunussow hingegen als Kölner Back-up bekam während der laufenden Saison nur wenig Eiszeit. Köln setzte auf Wesslau, was angesichts Dshunussows Leistungen recht schade ist. Zu Beginn der Saison war das Duo erfolgreich und Köln konnte sich auf beide verlassen. Nun fehlen Dshunnossow wichtige Erfahrungen und im Falle einer Verletzung Wesslaus, könnte dies ein Problem werden.

 

Offensive:

Wolfsburg ist bekannt für ein hartes und schnelles Offensivspiel. Die Grizzlys sind laufstark und aggressiv. Darauf legt Trainer Pavel Gross Wert. Doch auch Köln spielt mit hohem Tempo. Auch Cory Clouston setzt auf eine gute Fitness und Kondition. Dieser Punkt kann am Ende des Spiels entscheidend sein. Auf Kölns Seite steht Philip Gogulla als Topscorer mit 46 Punkten (17 Tore und 29 Vorlagen), Bei Wolfsburg ist es Brent Aubin, auch mit 46 Punkten (25 Tore, 21 Vorlagen). Doch beide Mannschaften haben keinen Stürmer im Mittelpunkt, auf den sich das Team allein verlässt. Das Gefüge zeigt eine Gemeinschaftsleistung und jeder kann Tore schießen.
Clouston probierte in der Hauptrunde einiges aus und wechselte die Reihen. Das sorgte nicht immer für Stabilität. Doch in den Playoffs sollte er die erfolgreichsten Reihen gefunden haben. Wolfsburg zeigte in der Hauptrunde in der Offensive Selbstbewusstsein und kann daher fokussiert starten.
Köln hatte in einigen Spielen in der Hauptrunde Probleme in der Toreffizienz. Der Puck wollte nicht so richtig hinter die Linie. Dennoch zeigten die Haie in einigen Spielen, dass sie Rückstände aufholen können und die hier nötige Ruhe bewahren. Hier bleibt zu hoffen, dass diese Blockade aufgebrochen werden kann und die Torausbeute größer sein wird, denn letztlich gewinnt die Mannschaft mit mehr Toren. Das ist die einfache Regel des Spiels. Doch es bleibt natürlich auch zu erwähnen, dass sich die Haie den Playoffplatz bereits früh sicherten und so darauf achteten sich in den letzten Spielen nicht mehr zu verletzen. Es wurde ein Gang runter geschaltet. Das heißt nun, dass in den Playoffs mindestens drei Gänge hoch geschaltet werden und die nötigen Tore fallen müssen.

 

Defensive:

Beide Teams haben eine souveräne Defensive und stehen hinten kompakt. Es wird für den Gegner schwierig werden Lücken zu finden. In engen Spielen wird die Defensive und auch der Schlussmann den Ausschlag geben.
Der KEC hat mit Shawn Lalonde einen Bonus, er ist punktstärkster Verteidiger der Liga und hat einen knallharten Schuss. Zudem haben die Haie mit Christian Erhoff einen durch die NHL playofferprobten und starken Verteidiger. Für das erste Spiel des Viertelfinales wird Verteidiger Corey Potter gesperrt sein, da er aufgrund dreier Disziplinarstrafen aus der Hauptrunde automatisch eine Sperre für ein Spiel erhält.

 

Special Teams:

Auch die Bilanz der Special Teams beider Mannschaften ist ausgeglichen. In Überzahl befinden sich Köln und Wolfsburg im Mittelfeld aller Clubs. Köln hat dabei eine Quote von 17,92% und Wolfsburg eine von 19,41%. In Unterzahl spielen stehen beide besser und befinden sich im oberen Feld. Der KEC hat eine Unterzahlquote von 86,76% und die Grizzlys von 87,50%.

 

Neben Zahlen und Fakten bleibt insgesamt noch festzuhalten, dass der psychologische Aspekt nicht zu unterschätzen ist. Wer ist am Ende motivierter und welche Mannschaft zeigt stärkeren Kampfeswillen? Das Gesamtgefüge in der Mannschaft und der Teamgeist müssen stimmen, um die Partien erfolgreich abzuschließen. Im Passspiel müssen sich die Spieler aufeinander verlassen können, um den Puck nach vorne zu bekommen. Wer behält am Ende die Nerven?
In den Playoffs ist der Druck wesentlich höher als in der Hauptrunde, die Spiele sind intensiver, daher muss jede Mannschaft fokussiert bleiben und sich auf die Spiele konzentrieren. Der „best of seven“- Modus bedeutet, dass die Serien lang werden können. Das wird den Spielern einiges abverlangen. Daher wird am Ende der als Sieger vom Eis fahren, der Ruhe bewahrt und konzentriert eine konstante Leistung abruft.
Und zuletzt werden aber auch die Fans eine Wirkung haben. Sie können noch einmal den letzten Schub ausmachen und die Mannschaft nach vorne treiben.
Ab jetzt gilt: wer rasiert, verliert. Die Bärte werden wieder wachsen. Es sind Playoffs.

 



 

 

Foto: Ingo Winkelmann


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