
(Foto: Stephanie Krämer)
(DEL/Straubing) (MA) Heute morgen trafen keine guten Meldungen für Larry Mitchell ein. Gleich vier Spieler meldeten sich Krank, einige andere konnten auflaufen und sich dem Gegner aus Mannheim stellen. Die 4.917 Zuschauer sahen ein teilweise hochklassiges und rasantes Eishockeyspiel das erst kurz vor dem Ende die Adler für sich entscheiden konnten. Dem restlichen Spielverlauf lief das Team von Coach Simpson immer einen Rückstand hinterher. Für die Tigers trafen zweimal Williams, Brandl und Hedden während die Adler mit zweimal Plachta, Festerling, Reul und Kolarik zum Erfolg kamen.
Zuerst sahen die zahlreich mitgereisten Mannheimer Fans nur die Tigers spielen. Der Gastgeber konnte sich zwei bis drei gute Möglichkeiten erarbeiten, während die Gäste behäbig agierten und meist einen Schritt zu spät kamen. Thomas Brandl (7.) konnte daraus früh Kapital schlagen und brachte sein Team in Führung. Die Tigers blieben am Drücker, bekamen nach einem Foul an Mike Hedden einen Penalty zugesprochen, doch da war der Schütze zu optimistisch bei dem Versuch Goalie Youri Ziffzer zu tunneln. Nur kurze Zeit später, machte er es besser. Bei der ersten Überzahlmöglichkeit für die Tigers dauerte es gerade einmal 15 Sekunden schon zappelte der Puck erneut im Tor. Durch eine Kombination über Mitchell und Brandl konnte Mike Hedden (12.) ohne mühe zum 2:0 einschieben. Das war zugleich der Weckruf für die Adler. Ihre Angriffe wurden schneller und präziser gespielt und auch Matt Climie musste nun seine Arbeit aufnehmen. Bei deren ersten Powerplay konnten die Adler durch Garrett Festerling (14.) den 2:1 Anschluss herstellen. So verblieben die Teams vorerst im ersten Abschnitt.
Im Mittelabschnitt nahm das Spiel schnell Fahrt auf. Beide Teams schalteten einen Gang höher. Die Mannheimer bestimmten das Spielgeschen nach belieben und Matt Climie musste sein ganzes Können beweisen. Denis Reul eröffnete mit einem Pfostenschuss, dem folgten Bauerntrick versuchen von Richmond und Ullmann und gegen Luke Adam packte der Tigers Goalie eine Glanzparade aus. Beim Ausgleich durch Matthias Plachta (30.) war aber auch er machlos. Den Puck noch abgefälscht konnte Climie nur noch hinterhersehen. Bei der drückenden Überlegenheit konnten sich die Tigers nur mit ihrer stärksten Waffe wehren, dem Powerplay. In der 32. Minute nahm sich Jeremy Williams ein Herz, umkurvte drei Mannheimer und lies Ziffzer keine Chance. Die Tigers gingen wieder mit 3:2 in Führung. Die Freude währte nicht lange, denn dieses mal traf Denis Reul zum 3:3 (34.) mit einem Distanzschuss bei dem Climie die Sicht verdeckt war. Als sich das Drittel dem Ende näherte wurde die Tigers Abwehr erneut geprüft. Ronny Arendt hätte sein Team zu ersten mal bei einem schnellen Konter in Führung bringen können, aber auch er fand seinen Meister in Climie. Wie es dann so ist schlugen die Tigers fast im Gegenzug zu. Ebenfalls durch einen schnellen Gegenangriff scheiterte zuerst Maury Edwards und als die Scheibe schon verloren schien tauchte Jeremy Williams aus dem Hinterhalt auf und netzte zur erneuten 4:3 (39.) Führung ein. Für die Tigers wäre es enorm wichtig gewesen diesen Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen. Die Gäste hatten etwas dagegen. Goc und Ullmann machten das Spiel noch einmal schnell und Matthias Plachta der völlig frei am langen Pfosten stand, hatte leichtes Spiel und erzielte seinen zweiten Treffer zum 4:4 (40.) an diesem Abend.
Die Entscheidung sollte noch einige Zeig auf sich warten. Zuerst beschränkten sich beide Teams auf die Abwehrarbeit. Coach Simpson musste im letzten Abschnitt auf die Dienste von Goalie Ziffzer verzichten. Der eingewechselte Mirko Pantowski machte seine Sache sehr gut und entschärfte wenige Minuten vor dem Ende eine Großchance der Tigers durch Rene Röthke. Nicht mehr zu entschärfen war der Siegtreffer durch Chad Kolarik 82 Sekunden vor dem Ende. Die Tigers waren dezimiert durch Strafzeiten von Williams und Zalewski. Während vor allem die Strafe von Williams einer fragwürdigen Entscheidung vorausging, da kurz zuvor ein vermeintliches Foul an die Tigers nicht geahndet wurde, war das Foul von Zalewski reinen Frust zuzuordnen. Die ersatzgeschwächten Tigers mussten die letztenzwei Minuten in doppelter Unterzahl verbringen. Das nützten die Mannheimer eiskalt aus. Die Enttäuschung über die Niederlage stand den aufopferungsvoll kämpfenden Tigers ins Gesicht geschrieben. Der Sieg für Mannheim ist dennoch nicht unverdient. Sie konnten den Rückstand immer wieder aufholen und den Tigers gelang es nie den Vorsprung auszubauen. Aus der Sicht der Tigers ist es bitter, nachdem man eine höchst engagierte Leistung bot und mit voller Stärke wäre mehr drin gewesen. Bleibt zu hoffen dass sich die Spieler wieder schnell erholen denn mit einem Rumpfteam wird die Lage der Tigers auch 2017 keineswegs leichter.
Spiel vom 30.12.2016
Straubing Tigers - Adler Mannheim 4:5 (2:1|2:3|0:1)
Tore:
1:0 |07.|Thomas Brandl (Hedden)
2:0 |12.|Mike Hedden (Brandl, Mitchell) PP1
2:1 |14.|Garrett Festerling (Raedeke, Ullmann)
2:2 |30.|Matthias Plachta (Akdag, Maginot)
3:2 |32.|Jeremy Williams PP1
3:3 |34.|Denis Reul (Goc, Kolarik)
4:3 |39.|Jeremy Williams (Edwards)
4:4 |40.|Matthias Plachta (Goc, Ullmann)
4:5 |59.|Chad Kolarik PP2
Zuschauer:
4.917
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