IIHF Weltmeisterschaft 2019 - Schwaches zweiten Drittel bringt Niederlage für Schweiz zum Abschluss

 

(IIHF WM 2019/Bratislava) (MU) In der Partie gegen die Tschechen ging es für die Schweiz vor allem darum mit einem Sieg wenn immer möglich den zweiten Platz zu erobern um hier in Bratislava bleiben zu können. Patrick Fischer entschied sich für Reto Berra als Torhüter, Nino Niederreiter kam zu seinem Debut, Vincent Praplan wurde dadurch überzählig. Bei den Tschechen kehrte Patrik Bartosak ins Tor zurück.

 

 

sui cze2019

(Foto IIHF/HHOF) 

 

 


Kubalik prüfte als erster zweimal Berra, aber der erste Treffer fiel auf der Gegenseite, Martschini bediente von hinter dem Tor Lukas Frick der in der dritten Minute zum 1:0 traf. In der ersten Überzahl der Schweizer hatten Hischier und Moser Chancen, bei Vollbestand versuchte es Hofmann. Bei einer vier gegen vier Situation parierte Berra einen Schuss von Repik. Dann kassierte Scherwey eine Strafe und die Tschechen kamen zu Ihrer ersten Überzahl.

 

 

Moser erkämpfte sich den Puck und kam zum Gegenstoss, die Schweizer wurden zu übermütig und zwei weitere Spieler stürmten nach vorne, das Zuspiel von Moser wurde abgefangen und die Tschechen kamen zu einem Gegenstoss, Kovar mit dem Pass für Jakub Voracek der zum 1:1 ausglich. In der Schlussphase kamen die Tschechen besser ins Spiel und Berra rettete gegen Vrana, Hronek, Palat und gegen einen Nachschuss von Musil.

 


Die Schweizer kamen im Mitteldrittel zwar zum ersten Abschluss durch Moser, doch im Gegenzug fiel das 1:2 für die Tschechen durch Dominik Simon der Berra zwischen den Schoner erwischte. Die Tschechen nutzten das Momentum und nach Möglichkeiten durch Repik aus spitzem Winkel und Palat führte ein Konter über Voracek der Michael Frolik bediente, dieser tauchte alleine vor Berra auf und bezwang ihn zum 1:3. Damit war der Arbeitstag von Berra zu Ende er wurde durch Robert Mayer ersetzt der damit unerwartet zu seinem Debut kam. Und diese Massnahme schie zu fruchten, nach einem ersten Schuss von Kurashev brachte Scherwey die Scheibe erneut Richtung Tor wo sie via Jaskin zum 2:3 im Tor landete. Aber die Schweizer brachten sich selber mit einem weiteren Fehler im eigenen Drittel erneut in Rücklage und nach dem Pass von Simon hatte Dominik Kubalik keine Mühe das 2:4 zu erzielen.

 

 

Anfangs des Schlussdrittel stellte Patrick Fischer seine Sturmlinien um und die Schweizer starteten druckvoll und kamen zu Abschlüssen, als sich Weber ins Angriffsspiel einschaltete, verwertete Tristan Scherwey seinen Querpass zum 3:4. Die Schweizer kamen sogar bei einer Strafe gegen Josi zur Ausgleichschance, nach dem Schuss von Scherwey verfehlte Rod die Scheibe nur knapp. Moser zweimal und Haas in Unterzahl hatten weitere Chancen zum Ausgleich. Dieser fiel nach einer starken Aktion für Hischier der einen Konter der Tschechen unterbrach, nachdem Schuss von Josi traf Nino Niederreiter im zweiten Anlauf zum 4:4. Dann riskierte Patrick Fischer alles und nahm früh Robert Mayer aus dem Tor, doch die Tschechen trafen ins leere Tor zum 4:5.

 

 

Damit ist klar dass die Schweiz Ihr Viertelfinal in Kosice auf eines der zwei Nordamerikanischen Teams spielen wird. Die Reaktion der Schweizer im Schlussdrittel war stark, aber die Fehler die vorher passierte muss man im Viertelfinal unbedingt abstellen.

 

 

Gaetan Haas: Ein schwaches Mitteldrittel kostete euch schlussendlich die Niederlage, was ist dort passiert ?

 

"Wir laufen in drei Konter die zu drei Gegentore führen, über das ganze Spiel gesehen waren wir immer dran, aber unser Puckmagement war schlecht, zu viele Turnovers, die Tschechen kamen dadurch zu Ihren Chancen. Daraus müssen wir lernen, positiv die Reaktion im Schlussdrittel, wir haben bis am Schluss gekämpft und hätten die Partie fast gedreht. Das nächste Spiel zählt, niemand will in die Ferien, kühlen Kopf behalten und die richtigen Entscheidungen treffen. Nach diesen Spielen kennen wir unsere stärken und auch unsere Schwächen, im Viertelfinal müssen wir cleverer auftreten."

 

 

Ein grosses Kompliment geht auch an Robert Mayer, unerwartet zum Einsatz kommen und eine fehlerfreie Leistung zu bringen ist nicht selbsverständlich ?

 

"Dies ist ein gutes Zeichen, er war bereit, auch wenn vorher der Fehler sicher nicht bei Berra lag, er hat gemacht was er konnte."

 

 


 


 

Patrick Fischer: "Wir haben gut begonnen, dann kassieren wir ein unnötiges Gegentor im Boxplay, die Tschechen hatten Ihre einzigen Chancen nach unseren Turn-overs. Die nächsten dreissig Minuten waren schlecht, damit war die Chance vertan mit zwei Toren unterschied gewinnen zu können. Wir haben die Spieler schon früher darauf hingewiesen dass wir unseren Focus behalten müssen, auch heute haben wir nach den Scharmützeln aus dem Konzept bringen lassen, eine wichtige Erfahrung für die Mannschaft, die hoffentlich daraus lernt und diesen Fehler im Viertelfinal nicht begehen wird.

 

 

Die neuen Sturmlinien haben funktioniert, aber es zählt das Hauptbild, wir kassieren die Gegentore nach Turnovers diese müssen wir abstellen. Ich weiss nicht ob es an der schlechten Eisqualität lag dass wir heute so viele falsche Entscheidungen mit dem Puck getroffen haben, heute ist es passiert zum Ersten Mal in diesen Turnier, wir haben gesehen dass wir gegen jeden Gegner mithalten können wenn wir einfach spielen, wenn wir die komplizierte Variante wählen, laufen wir dem Puck und Gegner hinterher.

 

 

Meine Bilanz ist bis jetzt sicher positiv. In den ersten vier Partien haben wir eine reife Leistung gezeigt, auch gegen ein starkes Lettland wie wir nachher gesehen haben. Die Spiele gegen die Schweden und die Tschechen hätten wir Ebenso gut gewinnen können, aber wir haben uns praktisch selber geschlagen. Auch letztes Jahr haben wir die letzten drei Spieler der Vorrunde verloren aber heuer waren wir näher dran. Jetzt hoffen wir dass auch unser Powerplay ab dem Viertelfinal heiss laufen wird."

 

 

Tschechien - Schweiz 5:4  (1:1, 3:1, 1:2 )

 

 

Tore : 02’13 Frick (Martschini; Scherwey) 0:1; 12’21 Voracek (Kovar, Frolik/Ausschluss Scherwey) 1:1; 20’38 Simon (Voracek, Hronek) 2:1; 26’20 Frolik (Voracek, Simon) 3:1; 26’49 Scherwey (Martschini, Kurashev) 3:2; 28’27 Kubalik (Simon) 4:2; 41’47 Scherwey (Weber, Martschini) 4:3; 56’19 Niederreiter (Josi, Hischier) 4:4; 58’33 Rutta 5:4 (empty net)

 

Bratislava – Ondrej Nepela Arena –  9'085 Zuschauer


Strafen
Tschechien : 7 x 2 Minuten
Schweiz : 7 x 2 Minuten

 

 

Tschechien: Bartosak; Musil, Hronek; Moravcik, Rutta; Gudas, Kolar; Sklenicka; Simon, Frolik, Voracek; Vrana, Jaskin, Faksa; Kovar, Gulas, Kubalik; H. Zohorna, Repik, T. Zohorna; Palat

 

Schweiz :  Berra (ab 26’20 Mayer); Weber, Josi; Loeffel, Genazzi; Frick, Fora; Diaz; Niederreiter, Haas, Andrighetto; Hofmann, Hischier, Fiala; Scherwey, Kurashev, Martschini; Ambühl, Bertschy, Moser; Rod

 

Aus Bratislava berichtet Maurizio Urech von hockeyfans.ch

 


2019 IIHF World Championshipeishockey-online.com ist für Sie bei der Eishockey Weltmeisterschaft 2019 in der Slowakei vor Ort und berichtet Live.

 

Vom 10. bis 26. Mai 2019 findet in der Slowakei die 83. IIHF Eishockey Weltmeisterschaft statt. Die Schweiz trifft in Bratislava auf die Teams aus Italien, Lettland, Österreich, Norwegen, Schweden, Russland, Tschechien und hat somit erstmal 7 Vorrundenspiele zu absolvieren.

 

Informationen über alle Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute findet Ihr auf unserer Webseite www.eishockey-deutschland.info

 

 

 

 

 

 

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