Toni Söderholm: vom DEB zum SCB - und weiter nach München?

 

National Liga Schweiz (RB) Er ist der Mann, der zuletzt beim DEB die Fäden zog und die Deutsche Nationalmannschaft weiter voran brachte. Seit Mitte November des letzten Jahres trainiert er einer der grössten Sportclubs der Schweiz, den SC Bern. Die Rede ist von Toni Söderholm. 

 

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(Foto: Marija Diepold)

 

 


 

Der heute 44-jährige wuchs im finnischen Kauniainen auf und durchlief Anfang der 90er-Jahre die Nachwuchsstufen des IFK Helsinki. Sein Weg ging vor der Jahrtausendwende in die USA in die NCAA, ehe er 2002 wieder nach Europa zu seinem Stammclub IFK zurückkehrte. In der Saison 2002/03 wurde er beim IFK zum Rookie der Saison ausgezeichnet und ein Jahr später gewann er die Bronze-Medaille in der SM-Liiga. Im vorerst wieder letzten Jahr bei IFK stand Söderholm als Captain auf dem Eis.

 

2005 wechselte Toni Söderholm zum SC Bern, wo er zwei Jahre verteidigte und 2007 den Final im siebten Playoffspiel auswärts gegen den HC Davos mit 0:1 und damit auch die Meisterschaft verlor. Er war nahe am ersten Schweizer Meistertitel, heute ist der freundliche Finne mit dem gleichen Club weit davon entfernt. Dazu weiter unten mehr. Immerhin gewann er im selben Jahr an der WM mit der finnischen Nationalmannschaft die Silbermedaille und wechselte auf die kommende Saison erstmals nach Schweden zum Frölunda HC. Später ging es für sechs Jahre wieder zurück zum IFK Helsinki und beendete seine Spielerlaufbahn anschliessend beim EHC Red Bull München, mit denen er zum Abschluss seiner Karriere den Titel holte.

 

Direkt nach seiner Spielerkarriere stieg Söderholm in den Staff des EHC Red Bull München ein und war als Development Coach engagiert. Nach zwei Jahren in München und beim SC Riessersee wurde er als Nachfolger von Marco Sturm als Trainer der deutschen Nationalmannschaft vorgestellt. Diesen Job behielt er bis zum 16. November, ehe das kurzfristige Angebot aus Bern kam. Mit den Bernern kam Söderholm bisher aber nicht auf Touren. Er übernahm eine ziemlich intakte Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz und liegt nach einem starken Monat Dezember und zwei schwachen Monaten Januar und Februar auf dem achten Rang, bangt sogar aktuell um die Pre-Playoffs. Ja sogar eine Platzierung auf den ungünstigen 13. Platz wäre noch möglich, sofern die SCL Tigers ihre drei letzten Spiele gewinnen und der SC Bern alle verlieren sollte. Das Direktduell der beiden Teams findet nächsten Donnerstag in der Ilfishalle in Langnau statt.

 

Der Trainerwechsel in Bern wurde Mitte November vollzogen, weil sich die Mannschaft unter dem vorherigen Headcoach Johan Lundskog nicht mehr weiterentwickelte. Nun steht sie gar noch schlechter da als im November, obwohl Söderholm auf besseres Spielerpersonal setzen kann. Dominik Kahun kehrte beispielsweise nach einer langen Verletzungspause vor rund einem Monat zurück in die Aufstellung, konnte aber auch nicht sein ganzes Potential ausschöpfen. Zudem kamen diese Woche Gerüchte auf, Toni Söderholm werde Ende Saison den SC Bern in Richtung München verlassen. Bisher gab es ein Dementi aus Bern, obwohl man von den Gerüchten weiss.

 

Möglich ist es aus unserer Sicht aber allemal: einerseits weil der EC Red Bull Salzburg einen neuen Trainer benötigt und so Don Jackson beispielsweise intern wechseln könnte. Damit würde der Weg zum Headcoach in München für den Finnen frei werden. Und andererseits auch, weil gemunkelt wird, dass im Vertrag mit Toni Söderholm und dem SC Bern, der bis 2024 Gültigkeit hat, eine gegenseitige Ausstiegsklausel eingebaut wurde. Wohin sein Weg geht, werden wir nach der Saison erfahren. Zuerst muss er mit dem SC Bern das Ruder umdrehen und retten, was noch zu retten ist.

 

 


 


Aktuelle Tabelle 2022/2023

 

1. Servette 49 26-6-8-9 178:128 98
2. Biel 49 27-4-4-14 154:123 93
3. Rapperswil 48 23-6-4-15 166:121 85
4. Davos 48 18-9-10-11 143:124 82
5. ZSC Lions 48 22-5-4-17 138:113 80
6. Fribourg 48 21-2-8-17 141:126 75
7. Zug 47 18-6-6-17 145:142 72
8. Bern 49 14-9-7-19 141:153 67
9. Lugano 49 19-4-1-25 135:153 66
10. Lausanne 48 15-7-6-20 132:143 65
11. Kloten 49 17-4-6-22 130:169 65
12. Ambrì 48 12-11-5-20 140:147 63
13. SCL Tigers 49 15-4-7-23 122:155 60
14. Ajoie 49 10-5-6-28 115:183 46

(Quelle: hockeyfans.ch, Playoffs 1-8 / Playdowns 9-12)

 


Ligen schweiz

 

Der Eishockey Sport ist in der Schweiz fast so beliebt wie der Fussball und hat einen hohen Stellenwert. Der Schweizerische Eishockeyverband organisiert die Profiligen National League, Swiss League und die Amateurligen MySports.

 

 

 

 

 

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