Bobby Hull: Der goldene Jet, 1939-2023

 

NHL-News (HG) Tradition verpflichtet: Wer erinnert sich nicht an seinen epischen Auftritt im Jahr 1994/95 zum Start und Gründungsjahr der DEL-Saison in der deutschen Premium Liga, als er den Eröffnungspuck im Match zwischen Augsburg und den Maddogs München medial fallen ließ. Dies war das allererste DEL-Bully überhaupt und dann noch aus den magischen Händen des goldenen Jets, wie man Bobby Hull nachweislich bezeichnete.

 

 

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Leider ist diese kanadische Gallionsfigur des Eishockeys am 30.1.2023 im Alter von 84 Jahren von uns gegangen, doch er hinterlässt zahlreiche Erinnerungen an seine Fangemeinde. Bobby Hull erwies sich als glänzender Protagonist der internationalen Eishockeywelt. Seine Vita ist vollgespickt mit Erfolgen und Auszeichnungen.

 

Bobby Hull fühlte sich als Linksschütze auf dem linken Flügel wohl. Die Chicago Black Hawks erkannten schon früh sein Ausnahmetalent und schnappten sich 1957 diesen begnadeten Akteur mit 18 Jahren, der unweit von Toronto am 3.1.1939 das Licht der Welt erblickte. Schon früh in seiner Jugend lernte er auf dem Bauernhof seine Muskulatur zu stärken, was ihm auf dem glatten Parkett zugutekam. Auch sein Bruder Dennis stand im Kader der Black Hawks.

 

Seine Geschwindigkeit auf dem Eis und sein wallendes blondes Haar waren eine Augenweide genauso wie sein harter platzierter Schlagschuss, der ihn charakterisierte. Bereits als Rookie machte er auf sich aufmerksam, was ihm 1957/58 bemerkenswerte 47 Scorerpunkte einbrachte und die Auszeichnung mit der Calder Memorial Trophy als bester Newcomer in der Liga bescherte. 1960 avancierte Bobby Hull zum besten Torschützen der NHL, was ihm in den Jahren 1962, 1964, 1966-1969 nochmals gelang, eine herausragende Performance.

 

Er nahm am NHL-All-Star Game in den Jahren 1960-1965, 1967-1972 teil bzw. agierte beim WHA-All-Star Game der Jahre 1973-1974. Als Krönung seiner Laufbahn gewann er mit Chicago 1961 bereits den Stanley-Cup neben der Goldmedaille 1976 beim Canada-Cup, wo er mit fünf Treffern der erfolgreichste Goalgetter des Turniers war.  Hull gewann dreimal die berühmte Art Ross Trophy, die dem jeweils punktbesten Scorer der NHL verliehen wurde. Darüber hinaus sicherte sich Hull noch zweimal die Hart Trophy, welche dem wertvollsten Akteur der regulären Saison in der NHL überreicht wird.

 

Bobby Hull demonstrierte einen sensationellen Torriecher: er war der dritte Spieler der NHL Historie, der nach Maurice Richard und Bernie Goeffrion 50 Tore in einer Saison markierte. 1961/62 riss er diese Marke zum ersten Mal und vier Jahre danach erzielte er sogar 54 Treffer und untermauerte seine Treffsicherheit ein Jahr später mit beachtlichen 52 Toren. 1968/69 verbuchte Hull unfassbare 58 Tore und stellte damit einen Rekord auf.

 

Seine legendäre Rückennummer „8“ wurde 1983 durch die Black Hawks gesperrt und ein Jahr später wurde Bobby Hull in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Für Chicago schnürte Bobby Hull seine Schlittschuhe bis zum Ende der Spielzeit 1971/72, als er für viele Fans überraschend zu den Winnipeg Jets wechselte und als erster Protagonist ein Angebot über eine Million Dollar für einen Zehnjahresvertrag annahm. Dort agierte er in der damals neu ins Leben gerufenen World Hockey Association (WHA). Hull arbeitete bei den Jets auch drei Jahre lang als Spielertrainer.

 

Die Teilnahme an den Summit Series 1974 stellte einen weiteren herausragenden Meilenstein in seiner bemerkenswerten Karriere dar. In diesem Wettbewerb duellierten sich die Nationalmannschaften Kanadas und der damaligen Sowjetunion. Hierbei verbuchte Bobby Hull sieben Tore und assistierte zwei Mal, was den zweiten Platz am Ende bedeutete. Aufgrund seines Wechsels zu den Jets war es ihm nicht vergönnt an den 1972 zum ersten Mal stattfindenden Series mitzuwirken, denn er wurde aus dem Kader gestrichen und war dazu verdonnert worden, das Match dieser beiden Hockey Giganten von der Tribüne aus anzuschauen, quasi eine Höchststrafe für Bobby Hull und nur zu einem Remis am Ende führte.

 

In seinen Anfangsjahren in der Ontario Hockey League sammelte Bobby Hull insgesamt 79 Scorerpunkte, davon 44 Tore und 35 Assists. Während seiner aktiven Zeit in der NHL verzeichnete die Ikone in beachtlichen 1063 Spielen 610 Treffer und 560 Assistpunkte. Da er auch kein Kind von Traurigkeit war, verbrachte er 640 Minuten in der Kühlbox. In der WHA absolvierte Hull 411 Matches, in denen er 303 Mal scorte und 335 Assistpunkte ergatterte.

 

Nach der Auflösung der World Hockey Association (WHA) mit dem Resultat, dass die Winnipeg Jets zur NHL übertraten, hatte Bobby Hull 1979/80 noch ein einjähriges Gastspiel in der NHL. Dabei kam er auf 18 Spiele für die Jets und wurde schließlich an die Hartford Whalers transferiert. Dies war ein Glücksfall, denn Hull spielte an der Seite einer weiteren Legende, Gordie Howe.

 

Zum Abschluss seiner famosen 16-jährigen Karriere bestritt Bobby Hull im stattlichen Alter von 42 Jahren noch ein Spiel für die von Herb Brooks trainierten New York Rangers im Jahre 1981. Der Coach hatte sich zum Ziel gesetzt, die kanadische Gallionsfigur Hull mit internationalen Koryphäen wie Hedberg und Nilsson zu vereinigen. Bereits im Frühjahr 1959 stand Bobby Hull zum ersten Mal im Line Up der Rangers, die eine Europatournee organisierten, wo er schon auf sich und sein Ausnahmetalent aufmerksam machte.

Aber auch eine negative Seite sollte nicht unerwähnt bleiben. Neben den Eis geriet Bobby Hull mehr und mehr ins Abseits. Der stark rechts gerichtete Hull wurde durch seine Aussagen über Hitler stark kritisiert. Die Blackhawks unter anderem ließen ihn danach bei den Alumni Events außen vor.

 

Mit Bobby Hull verliert die weltweite Eishockey Gemeinde zumindest auf dem Eis einen großartigen Akteur, der durch seine Genialität und Spielwitz die Fans verzückte und das internationale Hockey auf ein neues Niveau hob.

 

 


nhllogo deutschDie National Hockey League (NHL) ist die stärkste Eishockey Liga der Welt und es nehmen an Ihr aktuell 31 Teams teil. Von diesen Eishockey Clubs sind 7 Mannschaften in Kanada und 24 in den USA ansässig, das neueste Mitglied der NHL Franchise sind die Las Vegas Golden Knights. Der Stanley Cup zählt nach dem Olympiagold und dem Weltmeistertitel zu den höchsten Auszeichnungen in dieser Sportart. Gestiftet wurde die Trophäe 1892 von Lord Stanley.

Den Cup konnten bislang nur fünf deutsche Spieler gewinnen, der erste war Uwe Krupp im Jahr 1996 mit den Colorado Avalanche, wo er das entscheidende Tor im Finale erzielte. Sein zweiter Gewinn folgte 2002 mit den Detroit Redwings (kein Eintrag auf dem Pokal). Es sollte bis zum Jahr 2011 dauern, ehe Dennis Seidenberg mit den Boston Bruins der nächste deutsche Spieler war.

 

Mit zwei Stanley Cup Erfolgen 2016 und 2017 von Tom Kühnhackl mit den Pittsburgh Penguins ist der Sohn des Jahrhundertspielers Erich Kühnhackl der aktuelle deutsche Rekordhalter. Im Jahr 2018 gewann Philipp Grubauer mit den Washington Capitals den Cup und 2022 folgte mit den Colorado Avalanche Nico Sturm.

 


 

 

 

 

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