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(Oberliga-Regensburg) Vor 1.851 Zuschauern bleibt der EV Regensburg zuhause weiterhin ungeschlagen. Gegen die Erding Gladiators errang das Team von Regensburgs Coach Doug Irwin einen 5:3-Erfolg.

 

Personell konnten die Gastgeber beinahe aus dem Vollen schöpfen. Florian Domke (Gehirnerschütterung) fehlte nach wie vor und auch Verteidigerkollege Kevin Schmitt (Kapselverletzung an der rechten Hand) ist noch nicht wieder einsatzfähig. Nicht so gut erging es den Gästen aus Oberbayern, die gleich auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten. So waren Andrew Schembri (Bänderriss), Daniel Krzizok (langzeitverletzt) und Philipp Michl (krank) nicht im Aufgebot.

 

Trotz alledem gelang den Oberbayern, die von ca. 30 mitgereisten Gladiators-Fans unterstützt wurden, der bessere Start in die Partie. Schon in der 2. Spielminute bejubelten diese die 0:1-Führung, nachdem Daniel Stiefenhofer eine Strafzeit wegen unkorrekter Ausrüstung bekam. Diese unglückliche Hinausstellung nutzte Florian Engel in Überzahl eiskalt aus. Die Führung hielt aber nur bis zur 4. Spielminute, als auch der SOS-Sturm der Hausherren zum ersten Mal zuschlug. Bei angezeigter Strafe für die Gladiators bediente Petr Fical seinen Kollegen Oakley mustergültig, was der Kanadier in EVR-Diensten problemlos zum 1:1 ausnutzte. Danach sollte etwas Unmut ins weite Runde der Donau-Arena wandern, denn Hauptschiedsrichter Stephan Kadow gab nicht wirklich ein souveränes Bild ab. Zweifelhafte Strafzeiten oder klare Fouls, die nicht geahndet wurden, brachten die Stimmung teilweise zum kochen. Als Erding wieder in Überzahl war, diesmal nachdem David Stieler draußen saß, schlug es erneut ein. EVR-Keeper Martin Cinibulk sah sich chancenlos angesichts eines von Bernd Rische zum 1:2 abgefälschten Schlagschusses (8.). Nur 93 Sekunden später antwortete aber der EVR erneut, als David Stieler vom Bully weg die Scheibe an Gäste-Torsteher Louis-Vincent Albrecht zum 2:2 vorbei hämmerte (9.). Vor der ersten Sirene sorgte dann noch mal das Schiedsrichtergespann für Diskussionsbedarf. In der 15. Spielminute spielten sich zwei Aktionen ab, die beide geahndet wurden, aber trotzdem für Unmut sorgten. So musste zunächst David Stieler wegen eines unkorrekten Anspiels am Bullypunkt für zwei Minuten in die Kühlbox, was keiner so richtig in der Donau-Arena verstehen wollte. Dass die Strafzeit aber regelkonform war, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Nur 38 Sekunden später fand dann der Spaß ein Ende, als Kevin Steiger aus Nahdistanz EVR-Akteur Louke Oakley seinen Schläger ins Gesicht schlug. Steiger musste mit einer Spieldauerstrafe vom Eis, Oakley konnte nachdem er blutend behandelt wurde aber weitermachen. Der numerische Vorteil brachte den Domstädtern aber nichts Zählbares ein und so ging es mit einem Unentschieden nach ereignisreichen 20 Minuten in die erste Pause.

 



 

 

Gedanklich frisch starteten die Oberpfälzer aus der Kabine, denn schon nach 22 Sekunden konnte die erste Führung am Freitagabend bejubelt werden. David Stieler stand am langen Pfosten goldrichtig, um den Pass von Vitali Stähle zum 3:2 zu verwerten (21.). Eine vermeintliche Vorentscheidung zu Gunsten des EVR in Minute 24 fand keine Anerkennung, da Louke Oakley angeblich das Spielgerät mit dem Schlittschuh über die Linie gedrückt haben soll. Nähere Aufschlüsse werden hier wohl die TV-Bilder bringen. Die vom Regensburger Publikumsliebling aus alten Tagen, John Samanski, trainierten Erdinger steckten aber nicht auf und kämpften sich zurück ins Geschehen. So war es Marco Deubler, der in der 28. Spielminute das Ergebnis mit einem Schuss aus vollem Lauf zum 3:3 egalisierte. Der EVR wäre aber nicht der EVR, wenn er diese Saison nicht seinen SOS-Sturm hätte. Dieser ist immer zur Stelle, wenn es darauf ankommt und auch gegen Erding verrichteten die gefürchteten drei ihren Job tadellos. Louke Oakley besorgte nach einer schönen Kombination über Lukas Heger und Barry Noe die erneute Führung und den damit verbundenen Pausenstand von 4:3 (36.).

 

Im letzten Abschnitt blieb es lange eng und spannend, wie schon lange nicht mehr bei einem Heimspiel des EV Regensburg. Wurden doch zuletzt die Gegner nur so aus der Halle geschossen, machten die Erding Gladiators trotz ihrer angespannten Personalsituation den Gastgebern das Leben so richtig schwer. Einen Haken konnten die Oberpfälzer aber endgültig in der 48. Spielminute hinter die drei Punkte machen, denn es hallte wieder der Klassiker „SOS“ von ABBA durch die Arena. Das bedeutet, dass die Paradeformation der Regensburger wieder zugeschlagen hat und David Stieler brachte seinen Hattrick unter Dach und Fach. Allein vor Gäste-Keeper Albrecht fälschte der Tscheche die Scheibe unhaltbar zum 5:3-Heimerfolg des EVR ab.

 

Durch den erneuten Erfolg vor heimischer Kulisse rangiert der EV Regensburg weiterhin an der Tabellenspitze, dicht gefolgt vom EHC Bayreuth sowie dem EHC Freiburg und den Selber Wölfen. Es bleibt eng im Spitzenfeld, lediglich Bad Tölz verliert derzeit etwas an Boden. Am Sonntag reisen die Regensburger Kufencracks zum heimstarken Aufsteiger Sonthofen, der schon in der Donau-Arena bewies, dass er kein schlechtes Team besitzt. Spielbeginn im Allgäu ist um 18.00 Uhr.

 

Verfasser: Stefan Liebergesell

 


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