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Oberliga Süd (Landsberg/PM) Trotz zahlreicher nicht einsatzfähiger Spieler wurden die Starbulls Rosenheim am 13. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Gastspiel beim Tabellenletzten HC Landsberg Riverkings entschieden die Grün-Weißen am Freitagabend deutlich für sich. Acht Rosenheimer Spieler konnten sich beim 11:3-Auswärtserfolg in die Torschützenliste eintragen, Marc Schmidpter, Brad Snetsinger und Zack Phillips trafen doppelt. Lediglich einer der elf Starbulls-Treffer entsprang einem Überzahlspiel.

 

2021.10.22 passau rosenheim

 

( Foto eishockey-online.com / Archiv )

 


 

 

Starbulls-Headcoach John Sicinski konnte auf den noch am Spieltagsmorgen fraglichen Maximilian Vollmayer zurückgreifen, musste aber ansonsten nicht nur die im Vorfeld bekannten Ausfälle von Dominik Kolb, Tobias Draxinger und Maximilian Hofbauer verkraften. Zusätzlich standen Florian Krumpe, Simon Heidenreich, Kevin Slezak und Thomas März kurzfristig nicht zur Verfügung. Somit fanden sich nur 14 Rosenheimer Feldspieler auf dem Spielbericht, darunter lediglich fünf Verteidiger. Einer davon war Michael Gottwald, der in dieser Saison bei Erstligist Augsburger Panther unter Vertrag steht, per Förderlizenz aber weiterhin für die Starbulls spielberechtigt ist und zu seinem ersten Oberliga-Einsatz in der laufenden Spielzeit kam.

 

 

Trotzdem hatten die Grün-Weißen von Beginn an alles im Griff, und in der Folge zweier bereits sehr guter Einschussmöglichkeiten von Zack Philipps und Vollmayer zappelte der Puck nach knapp acht absolvierten Minuten zum ersten Mal im Netz des Landsberger Tore. Marc Schmidpeter entschloss sich bei einer Zwei-gegen-eins-Situation gegen den Querpass und versenkte die Scheibe selbst eiskalt im linken unteren Eck zum 0:1. Vier Minuten – und ein gutes, aber torloses Powerplay – später folgte der zweite Jubel. Zack Phillips zog nach Doppelpass mit Steffen Tölzer direkt ab und Max Brandl fälschte zentral vor dem Tor mit dem Schläger unhaltbar ins linke obere Eck zum 0:2 ab (12.).

 

 

Wenige Momente vor der Pause musste aber auch Rosenheims Keeper Andreas Mechel noch hinter sich greifen. Vom ersten Überzahlspiel der Hausherren verblieb noch eine einzige Sekunde, als ein Handgelenkschuss von der blauen Linie von Ondrej Nedved genau im Knick zum 1:2-Anschlusstreffer einschlug (20.). Doch schon mit Anbruch der zweiten Spielminute des zweiten Drittels legten die Starbulls nach: Gut eingesetzt von Brandl, traf Brad Snetsinger zunächst nur den Pfosten, drückte aber die genau auf ihn zurückprallende Scheibe aus der Luft zum 1:3 über die Torlinie (22.).

 

 

Danach tat sich das Team von John Sicinski gegen früher und konsequenter störende Gastgeber im Spielaufbau einige Minuten schwerer. Dafür fruchtete nach spielübergreifend sechs Spieldritteln und ebenso vielen Situationen mit einem Spieler mehr auf dem Eis das grün-weiße Überzahlspiel wieder. Manuel Edfelder setzte sich temporeich gegen drei Gegenspieler durch und den anschließenden Querpass hob Curtis Leinweber aus kurzer Distanz ins Netz zum 1:4 (34.). Eine Minute später lautete der Spielstand 1:5. Nach einem Schuss von Aron Reinig neben das Tor versenke Zack Phillips reaktionsschnell aus spitzem Winkel ins offene kurze Eck (35.). Nachdem sich Andreas Mechel beim zweiten Überzahlspiel der Riverkings mit mehreren erfolgreichen Paraden bewiesen hatte, entsprang einem Gegenstoß der wieder komplettierten Starbulls das 1:6. Phillips legte mit Übersicht zurück auf Snetsinger, der ungestört per Onetimer aus kurzer Distanz satt ins rechte Kreuzeck einschweißte (39.).

 

 

In den dritten Spielabschnitt starteten die Lechstädter mit neuem Torwart – David Blaschta löste Michael Güßbacher ab – und mit neuem Schwung. Patrik Rypar konnte auf 2:6 verkürzen, nachdem er seinem eigenen, zunächst von Andreas Mechel abgewehrten Schuss nachging und nach Umkurfen des Rosenheimer Schlussmannes mühelos einschob (42.). Die Rosenheimer Antwort aber folgte prompt – in Form eines schnell vorgetragenen Spielzugs über Vollmayer und Leinweber, in dessen Folge Schmidpeter alleine auf das Landsberger Gehäuse zufahren konnte und Keeper Plaschta tunnelte – 2:7 (43.). Mit einem Doppelschlag binnen nur 15 Sekunden erhöhten die Starbulls gegen eine in dieser Phase kaum noch präsente Landsberger Defensive auf 2:9. Zunächst rutsche die Scheibe nach einem Alleingang von Vollmayer mit Rückhandabschluss dem Landsberger Torwart zwischen Schlittschuh und Pfosten über die Linie (46.), ehe Snetsinger druch den Landsberger Torraum spielte und Phillips aus kürzester Distanz mühelos ins leere Tor einschieben konnte (47.). Noch in der gleichen Spielminute erzielte Frantisek Wagner nach einem schnellen Anritt, dank dem er sich zwischen drei Starbulls-Akteuren durchstehlen konnte, mit einem satten Abschluss ins Kreuzeck den dritten Landsberger Treffer.

 

 

Markus Jänichen traf für die Hausherren noch die Latte, ehe Michael Gottwald mit einem Handgelenkschuss aus der Entfernung die Starbulls-Führung in zweistellige Sphäre hob (55.). Nach Rückpass von Tölzer konnte sich Aaron Reinig eine Minute später zentral vor dem Tor die Ecke quasi aussuchen und stellte mit einem Flachschuss, der neben dem rechten Pfosten einschlug, den 3:11-Endstand her (56.).

Starbulls-Headcoach John Sicinseki wollte die Deutlichkeit des Rosenheimer Erfolges nicht überbewerten: „Ich habe das erste Drittel eigentlich ziemlich ausgeglichen gesehen. Im zweiten Drittel war Landsberg zehn Minuten die bessere Mannschaft und sie haben uns sogar im eigenen Drittel eingeschnürt. Dann bekamen wir einen Lauf, bei der eigentlich jede Torchance ein Treffer war. Über die drei Punkte freuen wir uns und die geschossenen Tore geben uns Selbstvertrauen.“

 

 


 


Oberliga Süd

 


oberliga sued 200x200Die Eishockey Oberliga (OL) ist die dritthöchste Eishockey Spielklasse in Deutschland und ist war bis zur Saison 1957/1958 die höchste und bis zur Saison 1973/1974 zweithöchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Seit der Saison 2015/2016 ist die Oberliga in die Gruppe Nord und die Gruppe Süd aufgeteilt.

 

Nach den Hauptrunden, spielen die beiden Gruppen in den Play-Offs den Oberligameister und zu gleich den Aufsteiger in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) aus. Die vierletzten Mannschaften der Hauptrunden Oberliga Gruppe Süd, spielen in einer Verzahnungsrunde gegen die acht besten Mannschaften der Bayernliga den Absteiger und Aufsteiger in die Oberliga bzw Bayernliga aus. 

 

 

Mehr Informationen über die Oberliga Süd & Nord erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 

 

 


 


 

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