(Oberliga/Krefeld) (Carolin Jens) 111 Besucher fanden ihren Weg nach Krefeld in die Rheinlandhalle und sahen zu, wie sich der KEV81 mit viel Kampfgeist den Crocodiles Hamburg mit 3:8 (0:1/1:3/2:4) geschlagen geben musste.

 

Ralf Schmitt Krefeld Hamburg
(Foto: Ralf Schmitt)

 


 

Im ersten Drittel konnte man zu Beginn deutlich sehen, dass die Gäste aus der Hansestadt spielbestimmend sein würden. Das 0:1 konnte Jordan Draper bereits in der vierten Minute erzielen. Der Eindruck änderte sich aber schnell, denn die Krefelder schalteten einen Gang hoch und hielten ab sofort dagegen. Besonders, wenn die Crocodiles im Slot der Krefelder gefährlich wurden, schnappte sich ein heimischer Spieler die Scheibe und setzte zum Konter an. Die Hanseaten, von dem kräftezehrenden Spiel am Freitag gezeichnet, konnten sich mit dem Tempowechsel nur schwer arrangieren, wodurch sich die Gastgeber einige Chancen erspielen konnten. Diese Versuche brachten aber auch Strafen für die Hausherren mit sich: Lars Ehrich (Beinstellen 16.) und Mathias Onckels (Stockschlag 19.) mussten für jeweils zwei Minuten die Strafbank wärmen. In der Verteidigung sicher aufgestellt und mit vorausdenkendem Spiel konnten die Krefelder beide Unterzahlsituationen ohne Gegentor überstehen. Der Pausenpfiff schickte also beide Mannschaften mit dem Spielstand von 0:1 vom Eis.


Der mittlere Spielabschnitt begann sehr träge – als wären beide Teams mit den Gedanken noch in der Kabine. Die Krefelder wachten zuerst auf und Thomas Gauch glich in der 22. Minute zum 1:1 aus. Dies war hingegen ein Weckruf für die Hamburger. Noch in derselben Minute stellte André Gerartz den alten Abstand wieder her. In der 26. Spielminute besuchte dann zum ersten Mal ein Hansestädter den Strafbankbetreuer. Dennis Reimer saß zwei Minuten wegen Haltens ab. Die Crocodiles noch immer mit Vollgas unterwegs, gaben in Person von Thomas Zuravlev ein Shorthanded-Goal zum Besten (28.). Mit dem 1:4 durfte sich Dominik Lascheit auch noch in diesem Drittel in den Spielbericht eintragen (33.).


 


 

Die ereignisreichsten 20 Minuten waren wohl die letzten der Partie. Mit 2:4 Toren und 20:10 Strafminuten hatten die Unparteiischen eine Herausforderung zu bewältigen. Ganz unaufgeregt konnten aber zunächst die Krefelder zum 2:4 einnetzen. In der 42. Spielminute überwand Michael Jamieson den Hamburger Schlussmann. Vier Minuten danach arbeiteten sich die Crocodiles auf Sebastian Staudt zu und Norman Martens musste den Puck nahe der blauen Linie hergeben. Bei dem etwas zu ehrgeizigen Versuch, die Scheibe wieder zu erlangen, ging der Arm von Hauptschiedsrichterin Svenja Strohmenger nach oben. Zwei Minuten gab es wegen Bandenchecks für einen erbosten Crocodiles-Kapitän. Zur Beruhigung hatte er aber nur sieben Sekunden Zeit. Matyas Kovács nutzte das Powerplay und stellte auf 3:4 (46.). Norman Martens bekam zur Freude der mitgereisten Hamburger Fans die Gelegenheit zur Revange. Als Matteo Stöhr für Sebastian Staudt die Strafbank auf Krefelder Seite beehrte (Beinstellen), konnte die Nummer 9 der Crocodiles das 3:5 erzielen (50.). Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Die Gäste aus Hamburg legten einen Endspurt hin: Dominik Lascheit (51.) und Chase Witala (52.) erhöhten mit fast schon künstlerischen Toren auf 3:7. Der große Knall folgte kurz vor Schluss. In der 54. Spielminute war es erneut Chase Witala, der auf den Krefelder Goalie zuraste. Den Abschluss aus spitzem Winkel konnte er jedoch nicht mehr nehmen und driftete rechts an Sebastian Staudt vorbei in die Kurve. Ihm folgte Adam Kiedewicz, der an Chase Witala einen Blindside-Check ausführte. Es entbrannte ein ernsteres Männergespräch, an dem sich auch weitere Spieler, u.a. Dennis Reimer im Dress der Crocodiles, beteiligten. Nachdem die Unparteiischen die Situation beendet hatten, dauerte es mehrere Minuten, bis die Strafen verkündet werden konnten: Adam Kiedewicz erhielt eine zweiminütige Strafe wegen des Blindside-Checks und weitere 2+2 Minuten wegen übertriebener Härte. Dazu kam eine 10 minütige Disziplinarstrafe. Abgesessen wurden die insgesamt sechs Minuten Bankstrafe von Benjamin Kosianski. Auf der Seite der Gäste gab es zwei Minuten für Chase Witala und 2+2 Minuten für Dennis Reimer wegen übertriebener Härte. Zunächst wurde 4 gegen 4 weiter gespielt. Durch die Verteilung der aktuellen und vorangegangenen Strafen, ergab sich vor Ablauf der Spielzeit nochmals eine Überzahlsituation für die Krefelder, die jedoch erneut Thomas Zuravlev für einen Shorthander nutze und mit dem 3:8 den Endstand besiegelte (56).


Krefeld hat hart gearbeitet und einzelne Chancen verwandeln können. Aber auch geschwächte Krokodile haben Zähne und nutzen Lücken, die sich bieten.


Der KEV81 trifft am kommenden Freitag zuhause auf die Hannover Indians, während die Crocodiles Hamburg die Hannover Scorpions begrüßen dürfen.

 

 

 



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