Entstehungsgeschichte Regensburg

 

Geschichte:

Der Eissportverein Regensburg e.V. wurde im Jahr 1962 gegründet. Die 1.Mannschaft war von 2001 bis 2008 in die EVR Eisbären Betriebs GmbH ausgegliedert und kehrte nach der Insolvenz der Betriebs GmbH zum Stammverein zurück. Eishockey wurde in Regensburg bereits in den 30iger Jahren gespielt. So standen im Januar 1933 der Ruderclub Regensburg und der SV Donaustauf gegenüber. Das 3:8 spielgelte die damaligen Verhältnisse an der Donau deutlich wieder. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg behielt der SV Donaustauf klar die Nase vorn. Im Jahr 1948 gewannen die Donaustaufener erstmals die bayerische Kreisligameisterschaft und schloss ab diesem Zeitpunkt ab 1951 nahezu jede Spielzeit mit der Meisterschaft ab. Im Jahr 1953 entstanden dann auch erstmals konkrete Pläne, ein Eisstadion an der Donaubrücke zu errichten, dass schließlich1964 fertiggestellt werden konnte.

 

Erst im Jahr 1962 erfolgte dann die Gründung des Eissportvereins Regensburg, wobei die Eishockeyabteilung im Jahr 1964 entstand. Am geregelten Spielbetrieb nahm der EV Regensburg erstmals in der Spielzeit 1965/66 in der bayerischen Kreisliga-Ost teil. Da aber weder der SV Donaustauf noch der EV Regensburg ein Bein auf die Erde bekamen fusionierten der bis dahin vorherrschende SV Donaustauf und der EV Regensburg im Jahr 1968 zum „EV Regensburg-Donaustauf“. Schon in der darauffolgenden Spielzeit konnte der Aufstieg in die Regionalliga-Süd erreicht werden und der Zusatz „Donaustauf“ wurde gestrichen. Endlich kam es zu den langersehnten Lokalderbys zwischen dem EV Ravensburg oder dem VER Selb. In der Spielzeit 1969/70 schloss der EV Regensburg die Hauptrunde der Regionalliga als Tabellenerster ab, scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde zur 2.Eishockeybundesliga.

 

 



 

Ein Jahr später konnte man sich jedoch auch in der Aufstiegsrunde durchsetzen und stieg im Jahr 1971 in die damals zweithöchste Spielklasse, die eingleisige Oberliga auf. Teams wie der Mannheimer ERC, Berliner SC oder der EV Rosenheim waren nun die Gegner des EV Regensburg und stoppten den Aufwärtstrend des EV Regensburg, der diese Spiele deutlich verlor. Dennoch konnte sich der EV Regensburg in der Oberliga etablieren, jedoch nicht zuletzt durch die Einführung der neuen 2.Eishockeybundesliga, wodurch die Oberliga ab dem Jahr 1973 drittklassig wurde. In diesen sportlich sehr erfolgreichen Jahren blieb dem EV Regensburg der Aufstieg jedoch verwehrt, immer wieder scheiterte man nur knapp an einem Einzug in die 2.Eishockeybundesliga. Bis zu 6.000 Zuschauer kamen seinerzeit zu den Derbys gegen den TSV Straubing oder dem Deggendorfer SC in das Stadion an der Nibelungenbrücke. In der Spielzeit 1977/78 schloss der EV Regensburg die Oberliga-Hauptrunde als Erster ab, konnte sich auch in der Meisterrunde durchsetzen und erreichte schließlich in der Aufstiegsrunde mit dem zweiten Platz den Aufstieg in die 2.Eishockeybundesliga.

 

Mit Platz neun von elf Mannschaften wurde das Saisonziel Klassenerhalt in der eingleisigen 2.Eishockeybundesliga erreicht, ein Jahr später hingegen belegte der EV Regensburg den letzten Platz und zog sich zudem 1980 freiwillig in die Regionalliga-Süd zurück. Bereits in der Spielzeit 1981/82 schaffte der EV Regensburg den Wiederaufstieg in die drittklassige Oberliga, welche für die nächsten sechs Jahre die Heimat des EV Regensburg werden sollte. Zwar wurde regelmäßig die mit der 2.Eishockeybundesliga verzahnte Aufstiegsrunde erreicht, doch erwiesen sich die Teams aus der 2.Eishockeybundesliga als zu stark, so dass die Chancen einen Aufstiegsplatz zu erreichen meist früh zunichte gemacht wurden. Zudem spielten auch begrenzte Möglichkeiten wegen des Freiluftstadions an der Nibelungenbrücke eine Rolle. In der Spielzeit 1987/88 konnte der EV Regensburg die Hauptrunde der Oberliga-Süd nur noch als Zwölfter abschließen und kam daher in die Abstiegsrunde. Da auch hier der Erfolg ausblieb, stieg der EV Regensburg in die Regionalliga-Süd ab.

 

Mit dem zweiten Platz in der Aufstiegsrunde wurde allerdings der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga-Süd erreicht, in der der EV Regensburg gleich im ersten Jahr den vierten Platz belegen konnte. Obwohl Anfang der 90iger Jahre auf sportlicher Seite alle Ziele erreicht wurden, konnten auch in Regensburg finanzielle Probleme nicht vermieden werden. Vor der Spielzeit 1991/92 verweigerte der Deutsche-Eishockey-Bund DEB, dem EV Regensburg zunächst die Erteilung der Lizenz, zeigte sich aber nach dem Einspruch doch gnädig und erteilte dem EV Regensburg die Zulassung für die 2.Eishockeybundesliga.Trotz einem über den Erwartungen liegenden Zuschauerschnitt von über 1.700 Zuschauern musste während der Spielzeit 1992/93 Insolvenz angemeldet und die Mannschaft von Spielbetrieb der 2.Eishockeybundesliga abgemeldet werden. Hierbei hatte der EV Regensburg jedoch auch ein riesen Glück, da die gerade in die Bayernliga aufgestiegene 1b-Mannschaft schaffte, so dass ein totaler Absturz in die Bedeutungslosigkeit verhindert werden konnte. Also setzte die 1b-Mannschaft den Spielbetrieb als 1.Mannschaft in der Bayernliga fort. Mit einem bis heute geltenden Bayernliga-Rekord von 36:0-Punkten (18 Siege) wurde unter Trainer Vladimir Reschetnikow der Aufstieg in die Regionalliga-Süd erreicht. Durch die Neustrukturierung vor der Spielzeit 1994/95 und die Einführung der Deutschen-Eishockey-Liga DEL wurde die drittklassige 2.Liga-Süd eingeführt, der der EV Regensburg fortan angehörte. In der Spielzeit 1997/98 trug die erste Mannschaft den Namen „EV Eisbären Regensburg“. In dieser Spielzeit wurde auch der Aufstieg in die zweitklassige 1.Eishockey-Bundesliga-Süd erreicht, aus der bereits im Jahr danach, aufgrund der Einführung einer neuen eingleisigen 2.Eishockeybundesliga unterhalb der Deutschen-Eishockey-Liga DEL, die drittklassigen Oberliga-Süds hervorging. Gleichzeitig zogen die Eisbären Regensburg im Jahr 1999 in die nun fertiggestellte Donau Arena Regensburg um.

 

 



 

Die Spielzeit 2000/01 ging als eine der erfolgreichsten in die die Geschichte des Clubs ein. Mit dem 4:2-Sieg im entscheidenden Play-Off Spiel gegen den EV Duisburg stiegen die Eisbären Regensburg endlich in die 2.Eishockeybundesliga auf. Im Sommer 2001 wurde die Eishockey Abteilung in die EVR Eisbären Regensburg Betriebs GmbH ausgegliedert, die bis zur Spielzeit 2007/08 am Spielbetrieb der 2.Eishockey-Bundesliga teilnahm. Durch einen ständigen Zuwachs an Sponsoren und Zuschauern konnte sich der EV Eisbären Regensburg als ernst zunehmenden Konkurrenz zum Fußball (SSV Jahn Regensburg) behaupten. 2005 blickten die Eisbären Regensburg auf die erfolgreiche Spielzeit der Vereinsgeschichte zurück, nachdem die Mannschaft die Vorrunde mit einem dritten Platz abschlosse. Im Play-Off Halbfinale zerplatzen jedoch die Aufstiegsträume. Im darauffolgenden Jahr konnte dieser Erfolg annähernd wiederholt werden, ehe das Play-Off Aus im Viertelfinale gegen den Erzrivalen Straubing Tigers eine Wende des sportlichen Erfolges einleitere. 2006/07 erreichen die Eisbären nur knapp die Play-Offs und schieden im Viertelfinale gegen den EC Kassel Huskies aus und mussten lange Zeit um die Spiellizenz für die Spielzeit 2007/08 bangen. Zur Lizenzerteilung von Seiten der ESBG fehlte eine Bürgschaft i. H. v. 75,000 €, die schließlich von einem Hauptsponsors des SSV Jahn Regensburg zur Verfügung gestellt wurde.

 

Im Gegenzug zierte während der Spielzeit 2007/08 erstmals das Logo des SSV Jahn Regensburg im Bullykreis der Donau Arena der Spielstätte des EV Eisbären Regensburg. Dennoch schrammte der potenzielle DEL-An Klopfer binnen eines Jahres Millimeter an der Insolvenz vorbei. Plötzlich musste man eine weitere notwendige 200.000 €- Bürgschaft für die 2.Eishockeybundesliga zusammenkratzen, wobei die Oberpfälzer noch mit erheblichen Altschulden belastet waren. So kam das, was kommen musste. Der Kader wurde zusammengeschrumpft und der Saisonetat für die Spielzeit 2007/08 wurde auf magere 1,75 Mio. € zurückgeschraubt. Dennoch, der Pleitegeier kreiste während der Spielzeit 2007/08 weiter über dem Regensburger Eishockey. Im November 2007 war den der endgültige negative Höhepunkt erreicht. Zwar konnte man dank zweier zahlungskräftiger regionalen Sponsoren den Spielbetrieb sichern, jedoch war nach dem Ausscheiden aus den Play-Offs Schluss mit Lustig. Die EVR Eisbären Regensburg Betriebs GmbH musste am 14.April 2008 Insolvenz anmelden, da zu diesem Zeitpunkt ein Loch von ca. 1,09 Mio. € klaffte. Um nicht vollends in der Bedeutungslosigkeit zu landen wurde am 30.April 2008 die Eishockey Regensburg 2008 GmbH gegründet. Zu Beginn startete der EV Regensburg 2008/09 einen Neuanfang in der Landesliga Bayern, die man als Erster abschloss und nur ein Jahr später in der Bayernliga angekommen war.

 

Hierbei wurde die in der Landesliga erlaubte Profistelle am 14.01.2009 mit dem Kanadier Dustin Hughes besetzt, der in der Vorsaison für die Passau Black Hawks in der Oberliga spielte. Die entfachte Euphorie zeigte sich besonders bei den letzten beiden Heimspielen mit über 9.000 Zuschauern. So konnte man am 20.März 2009 im Spiel gegen die Blue Devils Weiden ein ausverkauftes Haus vermelden. Am 01.März 2009 gelang dann im entscheidenden Spiel mit einem 4:2-Sieg gegen die Lindau Islanders der Aufstieg in die Bayerische-Eishockey-Liga wobei diese auch nur eine kurze Zwischenstation sein sollte. Durch die Umstrukturierungen im Bereich der ESBG-Oberligen waren die Oberpfälzer plötzlich wieder in der Oberliga-Süd. Doch während der Spielzeit 2012/2013 kamen während der Vorrunde der Oberliga wieder finanzielle Schwierigkeiten auf, Mietzahlungen für die Donau Arena gerieten in Rückstand, so dass die Bäderbetriebe Regensburg Mahnbescheide erlassen ließ, um die rückständigen Beträge von den Einnahmen der Heimspiele gerichtlich pfänden zulassen.

Am 24.06.2015 folgte dann ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Professionalität, Kontinuitat und Zuverlässigkeit für den Eishockeysport in Regensburg. Die Gründung der "EVR Eishockey GmbH" wurde durch die Mitgliederversammlung des EV Regensburg beschlossen. "Die Gründe waren vielfältig und die unter Ihnen, die sich schon mal bei einem Verein engagiert haben, wissen wovon ich spreche", so der neue Geschäftsführer der GmbH Ivo Zellmann-Zidek. Einer der wichtigsten Gründe sind die langen Entscheidungswege in der Vereinsstruktur, die bestimmten Regeln unterliegen und das ist auch richtig so. Aber der professionelle Betrieb einer Profimannschaft erfordert oft sehr schnelle Entscheidungen und schlanke, stabile sowie kontinuierliche Strukturen, wie sie durch die Gründung der EVR Eishockey GmbH in Regensburg geschaffen wurden.

 


 


 

 

bisherige Logos in Regensburg :

 

eho austria

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