Eishockeygeschichte Weiden

Entstehungsgeschichte Weiden

 

Geschichte:

Den ersten Versuch, das Eishockey in der Oberpfalz zu etablieren unternahm eine mutige Abteilung der SpVgg Weiden, die jedoch, da kein Eisstadion zur Verfügung stand, nicht über das Stadium des „Wald- und Wieseneishockeys“ heraus kam und somit Mitte der 60iger Jahre wieder von der Bildfläche verschwand. Erst zwanzig Jahre später entschloss die berühmte Handvoll Eishockeyverrückter einen neuen Anlauf in Weiden zu wagen, das Eishockey in der Oberpfalz zu etablieren. Daher wurde Anfang November 1984 der 1.EV Weiden gegründet. Bis zur Aufnahme des Spielbetriebes zogen aber noch fast eineinhalb Jahre ins Land. Der Grund war nachvollziehbar, denn man wollte die Fertigstellung des Eisstadions an der Raiffeisenstraße abwarten.

 

Der 1.EV Weiden startete in der bayerischen Landesliga, die die Oberpfälzer auf Anhieb mit einem dritten Platz abschlossen. Mit den weiteren Erfolgen des 1.EV Weiden stieg auch die Eishockeybegeisterung in Weiden. Schnell wurde klar, dass da von Seiten der Weidener Eishockeyfans ein gewaltiger Nachholbedarf in Sachen Eishockey bestanden hatte. So strömten zum ersten Spiel der Aufstiegsrunde in die Bayernliga gleich 2.500 Zuschauer in die schmucke Weidener Eissporthalle. Der Zuschauerschnitt konnte in der mit dem Aufstieg in die Bayernliga erfolgreich abgeschlossenen Aufstiegsrunde sogar noch gesteigert werden. Um den gewaltigen Durst nach Eishockey in Weiden zu stillen erlebte die 40.000 Einwohner Stadt dann sogar ein Freundschaftsspiel der Olympiateams aus Deutschland und der CSFR. In den nächsten Jahren machte der 1.EV Weiden das weiter, wo sie aufgehört hatten und kletterten im Eiltempo weiter die Ligen empor.

 



Punktgleich mit dem EC Bad Reichenhall beendete der 1.EV Weiden die Qualifikationsrunde zur Regionalliga-Süd im Frühjahr 1990 auf dem zweiten Platz, und nach dem 6:3-Sieg im Spitzenspiel gegen den EHC Straubing konnte ein Jahr später die nächste größere Ladung Sektflaschen angeschüttelt werden. Die Freude über den Aufstieg in die Regionalliga verstummte jedoch recht schnell. Nach nur einer Spielzeit verabschiedeten sich die Weidener wieder in die neu eingeführte Oberliga. Nach dem Gewinn der Oberligameisterschaft 1991/1992 marschierte der EV Weiden auch weiter schnurstracks in die Oberliga zurück. Zu dieser Zeit kannte der Zuschauerzuspruch keine Grenzen. In wahren Heerscharen pilgerten die Weidener in das Stadion an der Raiffeisenstraße. Plötzlich war es gar nicht mehr so einfach an Eintrittskarten zu kommen und so manches Mal mussten Hunderte von Fans wieder enttäuscht nach Hause geschickt werden.

 

Der Vater der jüngsten Erfolge in der Oberpfalz war mit dem Tschechen Dr. Richard Pergl ein Mann, der schon in den Vorjahren beim ESV Kaufbeuren hervorragende Arbeit geleistet hatte und die hervorragend besetzte Weidener Mannschaft immer recht offensiv antreten ließ. Angeführt wurde das torhungrige Team von Spielmacher und Topscorer Pavel Richter., der 135fache CSFR-Nationalspieler war 1990 aus Nürnberg nach Weiden gekommen, und dem Amerikaner Joseph Hayse, der vom EA Kempten verpflichtet worden war. Im Tor stand damals mit Svetozar Materak, der als Trainer in Weiden begonnen hatte, ein weiterer Mann der Spitzenklasse, die Abwehr organisierte Kapitän Norbert Wiedenhauer, noch ein Mann der ersten Stunde des Weidener Eishockeys, und für den Notfall stand mit dem Nachwuchstrainer Mark Güttler ein dritter Legionär zur Verfügung. Die Weidener Siegesserie setzte sich auch in der Oberliga zunächst nahtlos fort. Mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Heilbronner EC wurde das Team um Pavel Richter als Neuling der Oberliga gleich Meister der Vorrunde. In der Meisterrunde kam dann der Durchmarschmotor aber erstmals in Stocken.

 

Der Traum vom Aufstieg in die 2.Eishockeybundesliga zerplatzte kläglich. Nach undurchschaubaren Turbulenzen hinter den Kulissen wurden nun einige Reparaturen und Veränderungen notwendig um den Karren wieder flott zu machen. Geführt wurde der 1.EV Weiden nun von Marie-Louise Deyerling, neuer Trainer wurde George Quinn, der vor der schwierigen Aufgabe stand, die abgewanderten Stars Zdenek Travnicek, Peska und Svetozar Materak zu ersetzen. Da die Nachwuchsarbeit des 1.EV Weiden noch in den Kinderschuhen steckte, waren die Aktivitäten des EV Weiden auf dem Transfermarkt einmal sehr emsig ausgefallen. Letztendlich reichte es für die Senkrechtstarter zwar diesmal nur zum zehnten Platz, doch die neuen Spieler, allen voran Sergeh Agejkhin und Thomas St.James, fanden sich mit zunehmender Spielzeitdauer immer besser zusammen und bieten dabei immer besseres Eishockey, so dass man sich über den Zuschauerschnitt weiterhin nicht beklagten konnte.

 



In der Spielzeit 1993/1994 wurde die Mannschaft weiter sinnvoll ergänzt, so dass sich der 1.EV Weiden nun wieder in der Oberligaspitze etablieren konnte. Torhüter Dietmar Habnitt, Abwehrchef Anton Doll, die Topscorer Youri Chitisyn und Sergej Agejkhin bildeten die Garanten des erneuten Aufschwungs in Weiden. In der Spielzeit 2002/2003 schaffte man dann endlich den erforderlichen und geforderten Aufstieg der Eishockeyfans in die 2.Eishockeybundesliga und konnte sich daraufhin in der 2.Eishockeybundesliga etablieren bis letztendlich nach der Spielzeit 2004/2005 der nicht erwartete Abstieg aus der 2.Eishockeybundesliga in die Oberliga folgte, in derer die Weidener bis zur Spielzeit 2007/2008 spielten. Denn im Mai wurde das wahr, was viele schon vermuteten. Die Blue Devils Weiden zogen sich nach der Spielzeit 2007/2008 aus der Oberliga in die bayerische Landesliga Nord zurück, um sich auf diesem Weg finanziell zu erholen bzw. eine vollständige Entlastung des Schuldenstandes zu realisieren.

 


 

bisherige Logos in Weiden :

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