Überzahltor, Unterzahltor, drei Punkte in Füssen

 

Oberliga Süd (Füssen/PM) Die Starbulls Rosenheim können am 11. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd einen knappen 2:1-Auswärtssieg in Füssen bejubeln und ihr Punktekonto auf 25 Zähler schrauben. Marc Schmidpeter in Überzahl und Brad Snetsinger in Unterzahl treffen für die Starbulls, die souverän beginnen, im letzten Drittel aber gegen immer frecher werdende Gastgeber um den Erfolg noch bangen müssen.

 

2021 02 05 rosenheim fuessen

 

( Foto eishockey-online.com / Archiv )

 


 

 

Bis kurz vor der zweiten Drittelpause werden die Starbulls Rosenheim am Füssener Kobelhang ihrer Favoritenrolle gegen das Tabellenkellerkind gerecht. Zwar sind Torchancen in den ersten zehn Minuten auf beiden Seiten Mangelware, dann aber werden die Aktionen der Starbulls im Spiel nach vorne flüssiger. Manuel Edfelder hat mit einem Direktschuss die Führung auf dem Schläger, doch Füssens Keeper Benedikt Hötzinger rettet mit einem Reflex. Beim ersten Rosenheimer Überzahlspiel fällt das 0:1. Brad Snetsinger treibt das Spielgerät von hinter dem eigenen Tor nach vorne und findet Marc Schmidpeter, der sich von der Seite vor das Tor durchtankt und raffiniert ins kurze Eck trifft (14.). Die große Chance zum 0:2 lässt Verteidiger Maximilian Vollmayer liegen, sein Schuss aus kurzer Distanz bei freier Bahn fällt zu zentral auf den Körper von Torwart Hötzinger aus (17.). Momente später verhindert Starbulls-Goalie Andreas Mechel mit einer Glanzparade bei einer Füssener Zwei-gegen-eins-Situation gegen Samuel Payeur den Ausgleichstreffer (18.).

 

 

Zu Beginn des zweiten Drittels machen die Grün-Weißen gleich Druck. Wieder hat Vollmayer eine hervorragende Abschlussmöglichkeit, verzieht aber (23.). Das zweite Rosenheimer Überzahlspiel bleibt erfolglos, danach wird Füssen aktiver, mutiger, torgefährlicher – vor allem, wenn die Sturmreihe mit Marco Deubler, Marc Besl und Sam Payeur auf dem Eis ist. Jubeln dürfen aber zunächst erneut die Starbulls, weil Brad Snetsinger sich gegen in Überzahl spielende Füssener die Scheibe erobert, die Lücke zwischen zwei Verteidigern sieht, Tempo aufnimmt, sich von einem Stockschlag nicht aus dem Konzept bringen lässt und eiskalt über die Fanghand vom Füssener Torwart zum 0:2 versenkt (34.).

 

 

In der Schlussphase des zweiten Drittels gelingt Füssen der 1:2-Anschlusstreffer. Payeur sieht und bedient den vor dem Rosenheimer Tor unfassbar lang unbewachten Besl, der unhaltbar ins lange Eck verlängert (38.). Ebenfalls unhaltbar scheint auch ein Abschluss von Curtis Leinweber nach tollem Pass von Schmidpeter zu werden, doch Hötzingers herauszuckender Schoner verhindert Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause den dritten Rosenheimer Treffer.

 

 

Wie schon im zweiten Drittel verbucht Füssen auch im letzten Drittel fast doppelt so viele Torschüsse wie Rosenheim. Bei den Starbulls klappt der Spielaufbau immer seltener, immer mehr Pässe gehen ins Leere. Auch in der Defensive wirkt die Mannschaft von Headcoach John Sicinski nun phasenweise wenig souverän. Andreas Mechel hält die grün-weiße Führung mit guten Paraden gegen Dejan Vogl, Johannes Kraus und Marc Besl fest. Snetsinger, Rosenheims bester Feldspieler an diesem Abend, hat bei einem Gegenstoß die Chance zum 1:3, zielt aber am kurzen Eck vorbei.

 

 

In der Schlussphase müssen die Starbulls um den Sieg bangen, dann gelingt gegen drückende Gastgeber noch einmal ein schöner Spielzug über Steffen Tölzer und Kevin Slezak, doch Schmidpeter trifft aus guter Abschlussposition nur das Außennetz (57.). Danach schaffen es die mit vier kompletten Sturmreihen spielenden Rosenheimer aber, die Scheibe lange in der generischen Hälfte zu halten, sodass die Hausherren keine Möglichkeit bekommen, den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen. Am Ende ist es laut John Sicinski ein „Sieg des Kampfes, der nicht schön war“. Er hievt die Starbulls auf Tabellenrang drei, einen Punkt hinter Memmingen, vier Zähler hinter Tabellenführer Weiden.

 

 


 


Oberliga Süd

 


oberliga sued 200x200Die Eishockey Oberliga (OL) ist die dritthöchste Eishockey Spielklasse in Deutschland und ist war bis zur Saison 1957/1958 die höchste und bis zur Saison 1973/1974 zweithöchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Seit der Saison 2015/2016 ist die Oberliga in die Gruppe Nord und die Gruppe Süd aufgeteilt.

 

Nach den Hauptrunden, spielen die beiden Gruppen in den Play-Offs den Oberligameister und zu gleich den Aufsteiger in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) aus. Die vierletzten Mannschaften der Hauptrunden Oberliga Gruppe Süd, spielen in einer Verzahnungsrunde gegen die acht besten Mannschaften der Bayernliga den Absteiger und Aufsteiger in die Oberliga bzw Bayernliga aus. 

 

 

Mehr Informationen über die Oberliga Süd & Nord erhalten Sie unter www.eishockey-statistiken.de 

 

 

 

 


 


 

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