Siegsträhne gerissen – Crocodiles Hamburg gehen gegen die Saale Bulls unter

 

(Oberliga/Hamburg) (Karsten Freese) Kein weiterer Heimsieg für die Crocodiles. Die Saale Bulls Halle konnten sich am Freitagabend in Hamburg erfolgreich für die 4:5 Heimniederlage aus dem September revanchieren und gewannen in einem furios-chaotischen Spiel deutlich mit 6:2.

 

KF Crocodiles Hamburg Saale Bulls EOL
(Foto: Karsten Freese)

 


 

Grundsätzlich kann man sagen, dass Halle nur das erste Drittel gewann. Dies taten sie aber so deutlich und nachhaltig, dass es für das ganze Spiel gereicht hat, wobei die Crocodiles den Auftakt schlichtweg verschliefen. Bereits von der ersten Sekunde an wurde die Intention der Saale Bulls sehr deutlich, man wollte hier in Hamburg gewinnen und man würde auch gewinnen. Es dauerte nur 106 Sekunden bis die Scheibe zum ersten Mal hinter Kai Kristian im Hamburger Tor landete, was für ein entschlossener Auftakt. Noch blieb aber alles ruhig und entspannt, ein derart schneller Führungstreffer passiert halt und so ein Eishockeyspiel ist lang. Als sich in der 4. Minute, nach Phil Miethling, dann auch Eric Wunderlich in die Scorerliste eintrug, lag die eine oder andere Stirn bereits in Falten. Halle legte ein Tempo auf das Eis wie man es selten gesehen hat und das extrem schnelle Umschaltspiel der Gäste machte aus jedem Scheibenverlust eine brandgefährliche Kontersituation.

 

Hamburg in einer Art Schockstarre und Halle mit jedem Tor noch ein bisschen motivierter sofern das überhaupt nötig war. Max Spöttel in der 19. Minute und Michal Schön in der 20. Minute mit dem 3. und 4. Treffer für die Saale Bulls und das Spiel war aus. Streng genommen war nur das erste Drittel zu Ende, aber nichts deutete darauf hin, dass Hamburg an diesem Abend noch etwas drehen würde, aber das Spiel sollte noch interessant und temperamentvoll werden. Coach Jacek Plachta brachte im zweiten Drittel seinen Backup Goalie für den entnervten Kai Kristian und, um es vorweg zu nehmen: Der 21-jährige Niklas Zoschke machte seine Sache großartig. Zwar kassierte auch er noch zwei Tore aber das ist eine andere, lange Geschichte.
 
Zunächst kamen zur Abwechslung mal die Crocodiles ins Spiel. Die Lethargie des ersten Drittels schien abgelegt und Hamburg nahm die Herausforderung an. Daniel Lupzig in der 27. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 1:4. Eine Minute später gerieten die Crocodiles in Unterzahl. Josh Mitchell nutzte einen Scheibenverlust und preschte in Richtung gegnerisches Tor davon. Michal Schön scheiterte mit dem Versuch, Mitchell aufzuhalten – da war nichts zu halten, weder für Schön noch für Torwart Justin Schrörs. Ein bildschönes Unterzahltor zum 2:4 und das machte durchaus Hoffnung. Das Ergebnis war wieder in einem tragbaren Bereich und auch der Kampf- und Teamgeist der Crocodiles war absolut auf Augenhöhe zumal der Einsatz von Niklas Zoschke zusätzlichen Vortrieb zu bringen schien.

 

 


 


 

 

Ausgerechnet dieser Niklas Zoschke wurde in der 31. Minute dann aber zum Leidtragenden während einer Überzahlsituation für Halle. Zoschke hatte die Scheibe schon fest und es entwickelte sich ein Tumult vor dem Hamburger Tor – mehrfache, massive Behinderung des Torwarts, aber es ertönte kein Pfiff. Max Spöttel und Nathan Burns im Torraumabseits, Schiedsrichter Michael Fendt ließ es laufen – irgendwie wurde die Scheibe dann unter Zoschke heraus und über die Torlinie gestochert. Fendt gab den Treffer, eine Fehlentscheidung wie man sie selten gesehen hat und genau diese Szene prägte den weiteren Verlauf des Spiels, welches dem Schiedsrichtergespann immer mehr aus den Händen glitt.

 

Rund zwei Minuten später, erneute Unterzahl für die Crocodiles. Schuss von Marius Stöber und Niklas Zoschke sah die Scheibe nicht kommen. Das 2:6 aus Sicht der Crocodiles und gleichzeitig auch das Endergebnis, aber noch lange nicht das Ende der Partie, denn Hamburg kam jetzt erst richtig auf Drehzahl zumal die Stimmung in der Halle durch immer neue, dubiose Entscheidungen der Offiziellen höher und höher kochte. Eishockey aus dem Lehrbuch bekam an diesem Abend niemand mehr zu sehen, zu rustikal und teilweise ruppig entwickelte sich das Spiel, aber eines muss man den Crocodiles attestieren: In Bezug auf Kampf- und Teamgeist kann man dem geschwächten Kader keinen Vorwurf machen, der Einsatz der Hamburger war mehr als sehenswert und niemand in der Halle konnte sich über Langeweile beschweren, zumal die Saale Bulls ihre liebe Not hatten, sich gegen die giftig agierenden Crocodiles zu stemmen. Das Ergebnis ging dann letztendlich in Ordnung, das 0:4 im ersten Drittel war nicht mehr aufzuholen aber die Moral der Crocodiles war 40 Minuten lang, im Rahmen der Möglichkeiten, bemerkenswert.

 

Die Crocodiles treten am Sonntag bei den Füchsen in Duisburg an, die Saale Bulls empfangen in Halle den amtierenden Meister aus Tilburg.

 

 

 



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