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Deutschland gewinnt in Garmisch-Partenkirchen 3:1 gegen die Slowaken

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(Interview) Ivonne Schröder spielt seit Jahren für das Männerteam in der Eishockey Oberliga Ost bei den Tornado Niesky. Sie ist eine von vier weiblichen Torhüterinnen, die bei den Männern in der Oberliga und Bayernliga mithalten können. Neben ihr spielen noch ihre Nationalmannschaftskolleginnen Jennifer Harss (ERC Sonthofen), Franziska Albl (Pfaffenhofen) und Nadja Gruber (ESC Dorfen) in den Männerligen.

 

Seit Ihrem 16. Lebensjahr gehört Sie zum festen Kreis der Deutschen Frauen Eishockey Nationalmannschaft und hat es bislang auf 89 Länderspiele und der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2014 in Sochi gebracht.

 

Es ist schon sehr beeindruckend, dass Ivonne bei Niesky zu einem sicheren Rückhalt ihres Teams zählt und in der Dritten Liga Deutschlands mithalten kann wo auch schnelles Eishockey gespielt wird und Schüsse mit bis zu 150 km/h auf Sie zukommen. Aber genau dass ist es was die 26-jährige besonders anspornt und Ihr große Freude bereitet.



Bereits im zarten Alter von 4 Jahren erlernte Sie das Schlittschuhlaufen und spielte fortan in den Jugendmannschaften des Eissport Weisswasser Clubs bei den Jungen. In der Saison 2006/2007 spielte Sie dann bei den Herren der SG Weisswasser/Niesky und danach eine Saison bei den Jonsdorfer Falken. Hier kam Sie jedoch kaum zum Einsatz und so wechselte Sie die darauffolgende Saison zu den Tornado Niesky in die 3. höchste Liga Deutschlands. Bei den Tornados hat Sie die Nachfolge von Thomas Bresagk angetreten, der über neun Jahre in Niesky das Tor hütete. Wenn es nach Ihr geht, dann möchte Sie sich in Niesky auch einen unvergesslichen Namen machen.



 

eishockey-online.com hat mit der Nationaltorhüterin Ivonne Schröder ein Interview geführt.

 

Ivonne, wie geht es Dir?  Ihr seid mit einem Sieg und eine Niederlage in die Saison gestartet, leider warst Du nicht beim Sieg im Tor.

 

Ivonne Schröder: Niederlagen gehören genau wie Siege zum Sport dazu. Natürlich ist man nach einer Niederlage enttäuscht, aber dann gilt es nach vorn zu blicken.

 


Werdet Ihr Euch in dieser Saison wieder im Tor von Niesky abwechseln?


Ivonne Schröder: Diese Entscheidung liegt ganz in der Hand des Trainers. Ich hoffe natürlich so viele Spiele wie möglich zu bekommen.

 

 

Du warst mit der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft der Frauen bei den Olympischen Spielen in Sochi 2014. Was waren Deine Eindrücke?


Ivonne Schröder: Die Frage kann man gar nicht beantworten. Es gab viel zu viele Eindrücke. (Mehr Infos ganz unten !)

 

 

Bist Du enttäuscht gewesen, da Du kein Spiel machen durftest?

 

Ivonne Schröder: Ja. sehr.

 

 

Wo hängen die Olympiatrikots von Dir?

 

Ivonne Schröder: Ein Trikot haben meine Eltern bekommen, das andere hängt in meinem Auto (Sitzbezug).


 

Die Olympischen Spiele waren für Euch Frauen ja von einer enormen Präsenz der Presse/Medien geprägt, wie ist das heute? Wer interessiert sich denn von den angeblichen Experten heute noch für Fraueneishockey?

 

Ivonne Schröder: Inzwischen ist wieder der normale Alltag eingekehrt. Wir Eishockeyfrauen stehen wieder im Hintergrund, aber zum Glück gibt es ja trotzdem ein paar Medien, die weiter über uns berichten und uns fördern.



Nach Olympia hat sich in der Nationalmannschaft einiges verändert. Mit Benjamin Hinterstocker ein neuer Trainer und viele langjährige Nationalspielerinnen habe ihre Karriere beendet, darunter auch die bisherige Nummer 1 Viona Harrer. Was rechnest Du Dir für das DEB Tor für Chancen aus?


Ivonne Schröder: Natürlich möchte ich so viele Spiele wie möglich im Nationaltrikot  machen. Welcher Torhüter hofft denn nicht im Tor stehen zu können!?

 


Die meisten Lehrgänge der Nationalmannschaft finden im Allgäu/Füssen statt. Wie ist das bei Dir mit Urlaub, du arbeitest ja noch als Angestellte, geht da der ganze Urlaub für Eishockey drauf, oder bleibt da auch noch etwas zur Erholung/Freizeit?


Ivonne Schröder: Natürlich geht der meiste Urlaub für das Eishockey drauf. Am Ende bleibt eine Woche Urlaub zur privaten Erholung.

 

 

Kurzfragen an Ivonne Schröder

 

Sachsen oder Bayern? Sachsen

Lieblingsverein? Hab ich nicht

Lieblingsgericht? Kaiserschmarrn, Rouladen und vieles mehr…

Spleen? Technische Geräte

 




Ivonne Schröder´s Eindrücke von Sochi 2014


Der erste Eindruck von Olympia: faszinierend, faszinierend, alles was man bisher nur aus dem TV kannte, nun live zu sehen. Das Olympische Dorf, direkt gelegen am Schwarzen Meer und nur wenige Meter von den Sportanlagen des Coastel Clusters entfernt, bietet eine perfekte Grundlage dafür, alles trotz des Stresses durch Training, Spiele, Besprechungen etc. auch einfach genießen zu können.

 

Eine „kleine Stadt“ in der nur Sportler wohnen. Geräumige Zimmer mit Balkonblick aufs Meer, Einkaufsmöglichkeiten, Fitnesscenter, große Mensa mit jeder Menge Auswahl etc. Es ist alles zu finden, was man braucht. Und das Besondere daran: mitreisende Angehörige müssen sich all dies nicht aus Erzählungen vorstellen, sondern Sportler haben die Möglichkeit sie mit ins Olympische Dorf zu nehmen und ihnen „ihr Reich“ zu zeigen. Auch wenn dies leider mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Es ist ein großes Problem vor Ort, dass man nie weiß, wo genau man sich hinwenden soll, wenn man eine ganz bestimmte Frage hat. Es gibt ohne Zweifel  jede Menge Volunteers. An jeder Ecke findet man die stets freundlichen Menschen, die durch ihre auffällige blaue Kleidung immer aus allen anderen hervorstechen.

 

Nur können diese in den meisten Fällen nicht wirklich helfen. Wendet man sich mit einer Frage an sie, dann hat man erstens Glück, wenn man verstanden wird, denn nur wenige sprechen hier Englisch und zweitens, wenn sie einem hilfreiche Auskunft geben können. Jeder möchte helfen, doch keiner kann so wirklich.  Niemand weiß, was der Andere macht, oft wird man hin und her geschickt und muss dabei gute Nerven haben, denn auch die Beschilderung führt häufig nur zu Fragen, wenn ein und dasselbe Ziel plötzlich an einer Stelle in zwei unterschiedliche Richtungen angezeigt ist.

 

Eine teilweise schlechte oder unzureichende Organisation, die auch an anderen Stellen sichtbar wird. Beispielsweise wäre da der EINZIGE Souvenirladen auf dem Gelände des Olympiaparks zu nennen, ein Shop, in dem sich Athleten, Zuschauer, Volontärs etc. tummeln, um gewöhnliche Souvenirartikel zu kaufen. Nix Besonderes, außer der Tatsache, dass man dafür erst stundenlang anstehen muss, da die Menschen nur schubweise in das Gedränge im Inneren des Geschäftes gelassen werden. Und leider auch in manchen Fällen umsonst, denn bereits am ersten Tag der Spiele waren einige Artikel schon ausverkauft und die Verkäufer mit der Situation sichtlich überfordert.

In vielen Bereichen zeigt sich also trotz der langen Vorbereitung schlichtweg eine mangelhafte Organisation. Nach dem Motto „Weniger ist manchmal Mehr“ hätte man an ein oder anderer Stelle lieber weniger Personal einsetzen sollen, welches dafür jedoch kompetent Auskunft geben kann.

Trotz der vielen kleinen Schwachstellen sind die Olympischen Spiele einfach ein Erlebnis, der Traum eines jeden Sportlers. Es ist ein tolles Gefühl dabei sein zu dürfen, sein Land zu vertreten, in Kontakt mit anderen Sportlern kommen zu können, perfekte Trainingsbedingungen zu haben und das Ganze einfach einmal genießen zu können.

Und auch wenn im Vorfeld in den Medien oft auf die Gefahren der Olympischen Spiele in Sochi hingewiesen wurde und sicher viele skeptisch gegenüber der Sicherheit waren, muss gesagt werden, dass es dahingehend keine Probleme gibt. Klar ist z. B. das Olympische Dorf ein vollkommen abgegrenzter Bereich, der mit Kameras überwacht wird und nur über Sicherheitskontrollen betreten werden kann, aber den Sportlern wird trotz alledem jede Freiheit gelassen, diesen Bereich auch zu verlassen. Man fühlt sich also sicher, ohne dabei eingeengt zu sein.

(Ivonne Schröder aus Sochi 2014)

 


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