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Jenny Harss ist eine junge Deutsche Eishockey Torhüterin, die seit zwei Jahren in Amerika mit einem Vollstipendium bei der University of Minnesota Duluth in der besten Frauen Eishockey Liga Amerikas neben Ihrem Studium spielt. Bislang gab es im Deutschen Frauen Eishockey nur sehr wenige Deutsche Spielerinnen, denen es gelungen ist in Amerika oder Kanada Eishockey zu spielen.

Amerika hat mit den Collegeligen eine der besten Eishockeyligen bei den Damen auf der ganzen Welt.

Mit dem Eishockey hat Sie bereits in frühester Kindheit zusammen mit Ihrem Bruder und dem Vater der auch gleichzeitig Eishockeytrainer war begonnen und alle Jugend- und Nachwuchsmannschaften des EV Füssen durchlaufen. Jenny spielte auch Fussball und Tennis, wollte jedoch nicht mehr vom Eis und entwickelte sich in jungen Jahren sehr schnell zu einer herausragenden Torfrau.



Die hübsche Allgäuerin wurde schnell zur Nationalspielerin und machte bereits bei den Olympischen Spielen 2006 durch Ihre guten Leistungen international auf sich aufmerksam, was zur Folge hatte dass Sie prompt Angebote aus dem Ausland bekam.
 
Die letzte Saison in Deutschland spielte Sie beim EV Pfronten in der Männer Bayernliga bevor Sie von den Scouts aus Minnesota mit einem Vollstipendium nach Amerika ausgestattet wurde und das schöne Allgäu mit Minnesota tauschte.  

Bereits im ersten Jahr in Amerika spielte Sie für die Torfrau Kim Martin, die sich bei der Olypiavorbereitung für Schweden befand und stellte mit 1138 Saves in 39 Saisonspielen einen Ligarekord auf. Die Serie von 29 Siegen bedeute für Sie auch glechzeitig die zweitmeisten in der Geschichte der Universität. Der krönende Abschluss der ersten Saison folgte mit dem Gewinn der NCAA Meisterschaft.

Die NCAA Meisterschaft bei den Damen ist ein bisschen mit dem Stanley Cup bei den Männern zu vergleichen und somit die höchste Auszeichnung im Frauen Eishockey. Leider hat es dieses Jahr nicht mit der Verteidigung des NCAA Champion Titels geklappt, aber Jenny hat mir Ihrer Frauen Nationalmannschaft in Ravensburg bei
der B-WM vom 11.04.2011 - 17.04.2011 das Ziel des Wiederaufstiegs in die A-Gruppe fest vor Augen.




Wir haben Jenny zu einem Interview getroffen und ihr ein paar Fragen über Amerika und die bevorstehende Weltmeisterschaft gestellt.


Frage: Wir haben gehört, dass Du in der berühmten Hockey Hall of Fame in Toronto "hängst" ?

Jenny: Ja ich glaube da hängt ein Bild von unserer NCAA Meisterschaft aus dem letzten Jahr. Die ist schon eine besondere Ehre.


Frage: Wie bist Du zum Eishockey gekommen ?

Jenny: Meine Mutter hat schon früh zu mir als Kind gesagt, dass man in Füssen Schlittschuhlaufen können muss und mein Bruder spielte bereits Eishockey, mein Vater war Eishockeytrainer und so wurde ich praktisch gleich ins Tor gestellt, wo ich dann auch geblieben bin.


Frage: Wie kam der Wechsel nach Amerika zustande ?

Jenny: Ich wurde per Email angeschrieben ob ich nicht Interesse hätte nach Minnesota zu kommen. Bei Weltmeisterschaften waren Scouts der Universität und die wollten mich als Torhüterin haben.


Frage: Wie war das erste Jahr weg von zuhause ?

Jenny: Also das erste Jahr war der Wahnsinn, durch den Gewinn der NCAA Meisterschaft war alles super. Ich bin von der Mannschaft und von allen sehr gut aufgenommen worden. Es war natürlich ohne Freunde, Familie und einer fremden Sprache für mich nicht einfach, aber alle Beteiligten haben es mir wirklich leicht gemacht.


Frage: Du hast einen wunderschönen Champions-Ring bekommen (NCAA Champion) was steht denn da so drauf ?

Jenny: Genau, der Ring ist eine Sonderanfertigung für jede Spielerin mit dem Namen und der Nummer, für unsere 5 Meisterschaften sind 5 Diamanten darauf und noch die Siege und Punkte eingraviert. Bei anderen Unis gibt es sogar noch größere Ringe, aber ich bin schon sehr stolz darauf.


Frage: Du studierst mit einem Stipendium, was bedeutet das ?

Jenny: Ich bin mit einem sogennanten Vollstipendium ausgestattet wo mir die kompletten Studienkosten, Unterkunft, Lebenshaltungskosten und sportlichen Kosten alle übernommen werden. Voraussetzung ist ein gewisser Notendurchschnitt, da ich ansonsten nicht spielen dürfte. Es ist Pflicht eine gewisse Anzahl von Kursen an der Uni zu besuchen und gewünscht dass man auch neben dem Sport fleissig lernt. Das Sportstipendium steht unter der Förderung des Amateursports.



Frage: Wie gehts nach der Universität weiter ?

Jenny: Also ich kann nur vier Jahre spielen und studieren, somit kann ich nur noch nächstes Jahr in Amerika auf dem College von Duluth studieren und Eishockeyspielen, da mir ein Studiumsjahr aus Deutschland angerechnet worden ist. Danach werde ich wahrscheinlich wieder nach Deutschland zurückkommen.


Frage: Gibt es die Möglichkeit in einer Frauenliga als Profi zu spielen ?

Jenny: Es gibt zwar Frauenligen in Kanada und auch in Amerika, aber da spielen meistens nur einzelne Profispielerinnen, überwiegend Amerikanische und Kanadische Nationalspielerinnen, die für den Eishockeysport auch professionell bezahlt werden. Die meisten Spielerinnen sind wie auch in Deutschland mit einem normalen Job und dem Eishockey ausgestattet.


Frage: Was vermisst Du in Amerika ?

Jenny: Die Familie vermisse ich natürlich und "Mamas gutes Essen" (grins).


Frage: Wie wohnst und lebst Du in Amerika ?

Jenny: Also ich wohne zusammen mit ein paar Spielerinnen in einer WG wo wir auch selbst kochen und trainieren und leben. Ich bin mit dem Leben so ganz zufrieden. Bei anderen Unis gibt es die Möglichkeiten, dass man auch noch verpflegt wird, dies wäre zwar auch schön muss aber nicht zwingend sein, da ich ja auch so fürs Leben lerne.


Frage: Welche Sportgröße würdest Du gerne mal kennenlernen ?

Jenny: Da würde ich gerne Marc-Andre Fleury von Pittsburgh.


Frage: Wie stark ist die College Liga in Amerika ?

Jenny: Es ist schon eine sehr starke Liga. Bei uns gibt es bestimmt einige Spielerinnen die teilweise mit den Schüssen, Taktik und Spielverhalten auch in der Bayernliga bei den Männern in Deutschland mithalten könnten. 


Frage: Was sind Deine Stärken und Schwächen ?

Jenny:  Oh, das ist schwierig. Mal überlegen, mein Spiel mit der Kelle ist nicht so super, das könnte noch wesentlich besser sein, ansonsten bin ich ein Butterfly-Goalie und sehr reaktionsschnell.
 


Wir wünschen Dir alles Gute, viel Gesundheit und vorallem den notwendigen Erfolg mit der Frauen Eishockey Nationalmannschaft.


   




(Picture viewthroughmylens.net)

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