Interview mit Björn Krupp (Wolfsburg)

Bjoern Krupp Wolfsburg 2(Interview) Björn Krupp wurde am 6. März 1991 in Atlanta (USA) geboren und ist der Sohn vom zweifachen Stanleycupsieger und Ex-Bundestrainer Uwe Krupp. Er wurde während der Saison 2014/2015 von den Kölner Haien zu den Grizzly Adams Wolfsburg ausgeliehen und ist aktueller Nationalspieler.

 

Björn Krupp begann seine Karriere bei einigen Jugendteams in Amerika und spielte auch für die U17 Nationalmannschaft der USA im Rahmen des Hockey National Development Program. Nach drei Jahren bei den Belleville Bulls in der OHL unterschrieb er einen Rookie Einstiegsvertrag beim NHL Club Minnesota Wild, wechselte aber daraufhin im Jahr 2011 zu den Kölner Haien, bei denen sein Vater Trainer war.



Mit den Kölner Haien erreichte Björn Krupp zwei Mal das DEL Finale (2012/2013 & 2013/2014), welche beide allerdings gegen die Eisbären Berlin und die Ingolstädter Panther verloren gingen.



Nach seinem A-Länderspieldebüt folgte der Gewinn des Deutschland Cup 2014 in München und seitdem steht er im DEB Kader mit dem Ziel bei der Weltmeisterschaft 2015 in Prag dabei zu sein.

 



 

eishockey-online.com hat sich mit Björn Krupp zum Interview getroffen.

 

Björn, Du bist während der zweiten Hälfte der Saison von Köln nach Wolfsburg gewechselt (ausgeliehen worden). Wie kam dieser Wechsel zu Stande?


Björn Krupp: Als ich nach dem Deutschland Cup zurück nach Köln gekommen bin, hatten wir wieder einen vollen Kader und alle Verteidiger waren an Board und so durfte ich am Wochenende darauf nicht spielen, dachte mir aber, dass dies nicht langfristig so sein wird. Danach folgten ein paar Gespräche, wo ich auch wissen wollte ob ich an der Situation etwas ändern kann und so kam mir die Möglichkeit nach Wolfsburg ausgeliehen zu werden genau richtig um genügend Spielpraxis zu bekommen. Ich bin sehr froh darüber, dass mir Wolfsburg diese Chance gegeben hat.

 

 

Wie hast Du Dich in Wolfsburg eingelebt und wie bist Du mit Deinen und den Leistungen des Teams zufrieden?


Björn Krupp: Die Stadt Wolfsburg kann man natürlich nicht mit Köln vergleichen, aber zum Eishockeyspielen (wofür ich auch hier bin) ist es sehr gut, ich bekomme ausreichend Spielpraxis und alle Leute hier sind sehr nett. In Wolfsburg wird ebenso hart und professionell gearbeitet und wir haben eine sehr gute Mannschaft, die bereits während der Saison immer wieder gezeigt hat, dass sie unter den Top 6 DEL Clubs gehört. Der Saisonverlauf war allerdings wie eine Achterbahn und jetzt gilt es diese gerade zu halten, damit wir auch in die Playoffs kommen. Jetzt ist "Crunch-Time" und ich gehe davon aus, dass wir den direkten Weg in die Playoffs machen.

 

 

Wie bereitest Du Dich auf ein Spiel vor?

Björn Krupp: Meistens gehe ich zusammen mit ein paar Jungs zum Essen, danach wird noch ein bisschen TV geschaut und dann lege ich mich 1-2 Stunden hin bevor ich mich dann auf dem Weg zum Spiel mache. Vor dem Aufwärmen spielen wir Two-Touch mit den Jungs und dann hat jeder so seine eigene Methode sich warmzumachen. Etwas Besonderes oder ein Ritual habe ich nicht.

 

 

Mit den Grizzly Adams Wolfsburg seid ihr auf Playoffkurs. Letztes Jahr stand das Team im Halbfinale, ist die Erwartung für dieses Jahr auch so hoch gesteckt worden?


Björn Krupp: Jede Mannschaft möchte sportlich das Beste erreichen und deshalb wollen wir auch ins Finale. Momentan ist unser Fokus ganz klar auf das Viertelfinale gerichtet, damit wir die direkte Qualifikation schaffen und danach ist ja in den Playoffs bekanntlich alles möglich.

 



Nachdem Du die letzten Jahre unter Deinem Vater als Trainer gespielt hast, ist das diesmal in Wolfsburg anders. Wie schwer ist es den eigenen Vater als Trainer zu haben?


Björn Krupp: Leicht ist so eine Situation auf keinen Fall. Ich hatte dies in meiner kurzen Karriere bereits zum zweiten Mal, daß er mein Trainer war und eigentlich ist es dann immer so, daß man als Spieler/Sohn den Kontakt außerhalb vom Eis zum eigenen Vater eher meidet, weil man eigentlich immer Bedenken hat, daß die anderen Mitspieler dies falsch auffassen. Zum Glück war dies aber in Köln überhaupt nicht der Fall, da wurde ich genauso als junger Spieler aufgenommen und akzeptiert wie die anderen auch, egal ob ich der Sohn vom Trainer bin oder nicht.

Auf dem Eis kann man ihm dann nichts vor machen, da sieht er alles und ich als Sohn wurde hier schon häufiger kritisiert, als die anderen Spieler, aber an so eine Situation gewöhnt man sich auch und nachdem er in seiner Karriere alles erlebt hat ist eine Kritik von ihm immer förderlich und bringt einen weiter.

 

 

Wie ist der Kontakt momentan zu Deinem Vater, nachdem er in Berlin arbeitet?

Björn Krupp: Ja, jetzt ist es eine ganz andere Situation, ich habe es auch gleich im Prinzip ausgenutzt, als er in Köln freigestellt wurde, so konnten wir gemeinsam zum Essen gehen und uns wesentlich einfacher unterhalten und miteinander Zeit verbringen. Er war dann auch beim Deutschland Cup und hat meine Spiele gesehen.


Wenn wir gegeneinander spielen, dann telefonieren wir nach dem Spiel und er sagt mir dann etwas über meine Fehler, die er gesehen hat. Also der Kontakt ist sehr umfangreich und sehr gut.

 

 

Du hast Dein Länderspieldebüt mit der Rückennummer #44 bestritten. Aktuell trägst Du die #40, weil Dennis Endras die Nummer hat. Auch Uwe Krupp hatte bei der Nationalmannschaft die Rückennummer #44. Ist das etwas Besonderes für die Familie Krupp?

Björn Krupp: Ich bin mehr oder weniger damit aufgewachsen, dass mein Vater immer die #4 getragen hat und das ist auch meine Nummer geworden und ich finde auch dass die Nummer 4 sehr gut für einen Verteidiger passt. Nachdem ich nach Deutschland gekommen bin habe ich mich dann für #44 entschieden. Klar ist das etwas Besonderes für unsere Familie, dass ich in der Nationalmannschaft spielen darf. Die Nummer 40 hatte mein Vater auch mal in Buffalo getragen, daher passt diese so ganz gut auch zu mir.


Mit der Nationalmannschaft hast Du den Deutschland Cup 2015 gewonnen und auch die darauffolgenden Länderspiele bestritten. Werden wir Dich bei der Weltmeisterschaft in Prag sehen?

Björn Krupp: Das kann ich nicht beantworten, es gibt noch so viele sehr gute deutsche Verteidiger, auch die Jungs, die in der NHL spielen, daher konzentriere ich mich auf jedes Länderspiel und dann muss einfach der Bundestrainer entscheiden ob ich zur Weltmeisterschaft darf. Ich bin sehr stolz und glücklich, dass ich den ersten Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft habe und trage den Bundesadler wirklich sehr gerne auf der Brust.

 

 

5 Kurzfragen an Björn Krupp:


Lieblingsessen? Sushi
Heimat? Köln
Das wichtigste im Leben? Familie
Was kannst Du überhaupt nicht leiden? "früh aufstehen" :-)
WM 1986 – Wer trug die Nr. 5 für Deutschland? Ich denke mal das war Uwe Krupp :-)

 



 

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