Interview mit dem Ex-Nationalspieler Chris Straube (Co-Trainer in Dänemark)

Chris Straube(Interview) Christopher "Chris" Straube wurde am 27.05.1974 in Toronto (Canada) geboren und begann seine Eishockeykarriere beim EC Hedos München, für die er in den letzten Playofss der Eishockey Bundesliga 1993/1994 seine ersten Bundesligaspiele absolvierte und die deutsche Meisterschaft gewann.



Durch die DEL Gründung 1994 spielte er bis zur Insolvenz bei den Maddogs München und wechselte anschließend zu den Adler Mannheim. Zur Saison 1996/1997 schloss sich Chris Straube den Nürnberg Ice Tigers an, für die er drei Spielzeiten auf dem Eis stand, bevor er wieder nach Mannheim zurückkehrte. Im Jahr 2001 konnte er mit den Adlern seine zweite deutsche Meisterschaft gewinnnen. Nach dem Gewinn wechselte er für zwei Jahre zu den Augsburger Panther bevor er noch ein Jahr in Iserlohn bei den Roosters verbrachte.



Danach folgten Stationen in der 2. Bundesliga beim SC Bietigheim und den Lausitzer Füchsen, ehe er zu einem kurzen Gastspiel in die ECHL nach Pensacola wechselte. Nach nur 17 Spielen, 3 Toren und 3 Assists kam er zurück nach Deutschland zu den Heilbronner Falken. Zwei weitere Spielzeiten stand er für die Lausitzer Füchse unter Vertrag bevor er nach einem kurzen Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen eine fast komplette Saison in Essen in der Oberliga verbrachte.


Nach diesem Ausflug in die 3. Liga ging es nochmals zu den Lausitzer Füchsen zurück und seine letzte Saison 2012/2013 spielte er für die Fischtown Pinguins (DEL2) wo er anschließend sein Karriereende bekannt gab.

 

Für die deutsche Eishockey Nationalmannschaft nahm er an zwei Weltmeisterschaften teil und bestritt Chris Straube 22 Länderspiele in denen er 5 Tore erzielte.


Seit 2013 ist er in der dänischen Eishockeyliga beim Club von Sønderjyske IK als Co-Trainer tätig.

 



 

eishockey-online.com hat sich mit Chris Straube zum Interview getroffen.

 

 

Chris, Du bist seit zwei Jahren als Co-Trainer in Dänemark bei SønderjyskE tätig. Wie kam es zu diesem Engagement?


Chris Straube: Nach der Saison 2012/2013 suchte die Mannschaft SønderjyskE einen neuen Co-Trainer, weil Dan Ceman als Head Coach übernommen worden ist. Alfred Prey hat im Gespräch mit dem Manager von SønderjyskE Soeren Stockfisch, dann mitgeteilt, dass ich auf der Suche nach einem Trainerposten bin und so kam es dann zu einem Vorstellungsgespräch.

 



Gab es nach Deiner aktiven Karriere keine Möglichkeiten in Deutschland einen Trainerposten zu übernehmen?


Chris Straube: Nein, ich glaube nicht. In Deutschland hätte ich sicherlich im Profi Bereich nicht so schnell einen Job gefunden und so wäre ich dann im Oktober wieder auf der Suche nach einem Club als Spieler gewesen.

 


Wie beurteilst Du das dänische Eishockey?

 

Chris Straube: Das dänische Eishockey ist dem deutschen sehr ähnlich. Es gibt hier sehr viele junge Talente die Dänemark in Richtung Schweden und Amerika verlassen. Das Niveau der Metall Liga würde ich mit dem unteren Drittel der DEL und den Top-Mannschaften der DEL2 vergleichen. Wir hatten dieses Jahr das Glück, dass wir in der Hockey Champions League spielen durften und als Tabellendritter mit einer Over Time-Niederlage gegen Helsinki und einem Sieg bei den Krefeld Pinguinen eine beachtliche Platzierung erreicht haben.

 

 

Du bist als junger Spieler mit dem EC Hedos München zum letzten Mal in der Eishockeygeschichte Deutscher Meister (vor DEL Gründung) geworden. Wie war das damals aus Deiner Sicht?

 

Chris Straube: Das ging damals alles so schnell. Ich konnte als „Ausländer“ nur 5 Spiele bestreiten, da sich Dale Derkatch verletzt hatte und somit eine der 3 Import Spieler Stellen frei war. Der Mannschaft war mit Stars gespickt und wir haben kein Spiel in de Playoffs verloren. Es war toll unter Hardy Nielsen und Legenden wie Gerd Truntschka und Dieter Hegen zu spielen.

 

 

Uns liegen Informationen vor, dass Du bei Hedos München mit der Rückennummer 1 gespielt hast. Ist das richtig und wie kam es dazu?

 

Chris Straube: Wie ich gesagt habe, es ging alles so schnell. Am Freitag hatte sich Dale Derkatch verletzt und am Sonntag war bereits das nächste Spiel. Ich glaube die haben damals das Trikot mit der Rückennummer 15 genommen und die 5 mit einem Tape abgeklebt und so habe ich dann mit der Nummer 1 in dem ersten Spiel gespielt. Diese Nummer habe ich dann behalt und mir war es damals ehrlich gesagt egal mit welcher ich spiele und gefragt bin ich auch nicht geworden. Ich war einfach nur überglücklich dabei sein zu dürfen und dann noch der Gewinn der deutschen Meisterschaft, das war einfach nur traumhaft.

 


Du hast bei einigen DEL-Clubs in Deutschland gespielt (Mad Dogs München, Adler Mannheim, Nürnberg Ice Tigers, Augsburger Panther, Iserlohn Roosters). Wo hat es Dir am besten gefallen und bei welchem Club hättest noch gerne gespielt?

 

Chris Straube: Es hat mir bei jedem Verein sehr gut gefallen, aber ich hätte ganz gerne viel früher nach Amerika gewechselt um als junger Spieler mehr lernen zu können.

 

 

Was war Dein sportlich größtes Erlebnis?

 

Chris Straube: Das waren die beiden deutschen Meisterschaften und der Aufstieg mit der Nationalmannschaft aus der B-Gruppe zurück in die A-Gruppe. Der Klassenerhalt in der Saison 2006/2007 mit den Lausitzer Füchsen gehört auch dazu. Da waren wir gegen die Dresdner Eislöwen als Underdog abgeschrieben und der Verbleib in der Liga war für die Region und die Fans sehr wichtig.

 

 

5 Kurzfragen an Chris Straube

 

Bier oder Wein? Wein
Heimat? Mississauga
Offensive oder Defensive? Defensive
Hobbies? Fitness und Kochen
Lieblingsessen? #56 Mutton Nilgiri beim indischen Restaurant Swagat in München.

 



 

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