Interview mit Ex DEL-Rekordtorschützen Robert Hock (Hannover Indians)

(Interview) Robert Hock wurde 1973 in Sternberk (Tschechien) geboren und begann seine Eishockey Karriere 1990 beim SC Riessersee in der 2. Liga Süd. In seiner ersten Saison erzielte er in 53 Spielen 29 Punkte und wurde in die Jugendnationalmannschaft berufen und im gleichen Jahr noch von dem Sportbund Rosenheim in die 1. Bundesliga geholt.

 

Nachdem sich die Rosenheimer aus der 1. Bundesliga zurückzogen, wechselte der Stürmer zu den Kölner Haien und ein Jahr später wieder zurück nach Rosenheim. 1995/1996 lief er wieder im Trikot des SC Riessersee in der DEL auf. Die neue Ausländerregelung machte Robert Hock in Riessersee zu schaffen und somit wechselte er in der nächsten Saison zum Heilbronner EC (2. Bundesliga) und danach wieder in die DEL zu den Revierlöwen Oberhausen.


Munter ging es dann 2002 wieder für nur eine Saison nach Köln zurück. Danach zog es Hock nach Mannheim und zwei Jahre zu den Hannover Scorpions unter Hans Zach. Zur Saison 2006 wechselte er zu den Iserlohn Roosters, bei denen er zum Publikumsliebling zusammen mit Michael Wolf avancierte und in der DEL zum Rekordtorschützen und Topscorer in der Geschichte aufstieg. Ein großer Schock für die Fans der Iserlohn Roosters war die Bekanntgabe, dass die #91 zum Ende der Saison 2012/2013 Iserlohn verlassen wird. Die meisten hatten mit einem Karriereende gerechnet, nicht aber mit einem Wechsel in die DEL2.

 

Nach der Saison in Heilbronn nahm sich Robert Hock eine Auszeit und kehrte erst im Januar 2015 zurück auf das deutsche Eis und spielt seitdem in der Oberliga bei den Hannover Indians.

 

International konnte sich Robert Hock im Gegensatz zu seinen herausragenden Leistungen in der DEL nicht durchsetzen und so blieb es bei nur 24 A-Länderspielen und keiner WM-Teilnahme, auch die letzte Nominierung von Uwe Krupp konnte daran nichts mehr ändern.

 



 

eishockey-online.com hat sich mit dem Ex-DEL Rekordtorschützen Robert Hock zum Interview getroffen.

 

 

Herr Hock, es ist um Ihre Person bis vor kurzem etwas ruhig geworden, bis Sie in Hannover in der Oberliga unterschrieben haben. War ein mögliches Karriereende schon in Sicht?


Robert Hock: Ich hatte nach der Saison in Heilbronn gesagt, dass ich mir erst einmal eine kleine Auszeit für meine Familie nehmen möchte und wir haben dann auch Weihnachten und Silvester zu Hause in Miami gefeiert und danach beschlossen, dass ich nochmals Eishockeyspielen möchte und werde. Dadurch ist dann der Kontakt zu Hannover enstanden.

 

Wäre eine Rückkehr nach Heilbronn auch eine Option gewesen?


Robert Hock: Nein, aber das ging mehr von meiner Seite aus.

 

 

Für Sie ist es in Ihrer Karriere auch eine Premiere in der 3. Liga (Oberliga) zu spielen, bislang waren Sie nur in der 2. Bundesliga und der DEL aktiv. Wie sieht ein so erfahrener Spieler wie Sie diese Liga?


Robert Hock: Ja, das ist richtig. Das Eishockey in der Oberliga ist komplett anders als in der DEL und DEL2, was ja natürlich auch ganz klar ist, die Teams haben nicht so die Tiefe in den Kadern wie in den anderen Ligen, wobei es sehr gute Spieler in der Oberliga gibt. Das Tempo ist natürlich auch um einiges langsamer, aber mir macht es viel Spaß.

 

 

Der Start für Sie in Hannover war ja erwartungsgemäß sehr gut. 4 Spiele und 5 Punkte (2 Tore und 3 Assists), so soll es jetzt weitergehen. Was ist das Ziel für diese Saison?


Robert Hock: Ich bin nach Hannover gekommen und möchte meinen Anteil dazu beitragen, dass die Mannschaft das vorgegebene Ziel auch erreicht. Punkte, Tore sind mir dabei nicht so wichtig und darauf achte ich auch nicht, die Jungs haben mich sehr gut aufgenommen und genauso konzentriert weitergespielt wie vorher auch. Unser Ziel ist es als Tabellenerster in die Playoffs zu kommen und dann im Finale zu stehen.

 

 

Sie haben bis zum Saisonende einen Vertrag unterzeichnet, haben Sie schon Pläne für danach? Haben Sie während Ihrer Karriere bereits einen Trainerschein gemacht? Ist das eine Möglichkeit für später?


Robert Hock: Eigentlich nicht. Jeder weiß dass ich mich hier in Hannover sehr wohl fühle (bin ja bereits das zweite Mal hier) und jetzt möchte ich erstmal mit der Mannschaft das Saisonziel erreichen und dann schauen wir weiter. Es ist ja auch in der Oberliga noch gar nicht klar, wie das nächstes Jahr überhaupt weitergeht, daher gibt es so viele offene Fragen, dass ich mich damit erst wieder in der Sommerpause beschäftigen werde. Solange mir Eishockey noch soviel Spaß macht und meine Familie hinter mir und dem Sport steht, werde ich noch sicherlich weiter spielen.

Trainerschein habe ich bislang noch nicht gemacht, dafür wäre ja immer in der Sommerpause Zeit und ausserdem muss mich ja auch erstmal jemand fragen ob ich einen Trainerposten bei ihm besetzen könnte.

 

 

Die Hannover Indians ist ihre 10. Station im deutschen Eishockey. Bei so vielen Vereinen hat man doch bestimmt viele Leute kennengelernt, aber richtige Freundschaften sind doch in der Regel immer sehr schwierig. Wie war das bei Ihnen?


Robert Hock: Ich habe in Kanada, den USA und in Deutschland während meiner Laufbahn sehr viele gute Freundschaften geschlossen, jetzt hier den einen oder anderen zu nennen wäre nicht richtig. Es sind wie schon gesagt, sehr viele und lange Freundschaften auf die ich auch stolz bin.

 

 

Ihr Torrekord in der DEL wurde vor kurzem von Daniel Kreutzer eingestellt. Sie waren sehr lange an der Spitze, wie haben Sie diese Wachablösung mitbekommen? Sind für Sie Rekorde wichtig?


Robert Hock: Das klingt jetzt wie eine Floskel, aber ich bin der Meinung, dass Rekorde dazu da sind, dass diese auch irgendwann gebrochen werden und ich freue mich für Daniel, mit dem ich sehr gut befreundet bin, dass er diesen eingestellt hat. Es wird sicherlich auch noch weitere Spieler geben, die wiederum Daniel Kreutzer ablösen werden. Daniel hat es sich verdient und das ist auch für das deutsche Eishockey wichtig, dass es immer wieder herausragende Spieler gibt.

 

 

Was ist für Sie wichtig im Leben und im Sport?


Robert Hock: In erster Linie ist für mich die Famlie wichtig und im Sport natürlich der Erfolg, jeder Sportler möchte am liebsten gewinnen.




Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus, gibt es da einen Eishockeynachwuchs im Hause Hock?


Robert Hock: Mein Sohn spielt schon Eishockey, das ist aber viel zu früh sich darüber Gedanken zu machen und meine beiden Töchter haben zum Glück andere Interessen als Eishockey.

 



 

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