Interview mit Nationalspieler Denis Reul (Adler Mannheim)

Denis Reul 2014(Interview) Denis Reul begann seine Eishockeykarriere bei den Jungadlern in Mannheim in der DNL (Deutschen Nachwuchsliga), mit denen er zwei DNL Meisterschaften gewann. Seine ersten Einsätze im Profibereich absolvierte der Verteidiger in der Saison 2006/2007 bei den Heilbronner Falken in der Oberliga.

 

Beim CHL Import Draft 2007 wurde er von den Lewiston MAINEiacs an 15. Stelle gezogen und beim anschliessenden NHL Entry Draft sicherten sich die Boston Bruins in der 5. Runde an 130. Stelle die Rechte an dem deutschen Verteidiger mit den Gardemaßen (194cm, 103kg).

 

Denis Reul spielte in der QMJHL Juniorenliga und wurde in der Saison 2008/2009 beim Farmteam der Boston Bruins, den Providence Bruins, in der AHL (American Hockey League) eingesetzt. Nach nur fünf AHL Einsätzen wechselte Denis Reul zurück nach Deutschland zu den Adler Mannheim. Mit einer Förderlizenz ausgestattet, spielte er neben seinen ersten DEL Spielen auch neun Mal in der 2. Bundesliga beim Kooperationspartner Heilbronner Falken.

 

Seit der Saison 2010/2011 zählt Denis Reul zu den festen Stützen der Mannheimer Adler und nahm für die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft bereits an drei Weltmeisterschaften teil.

 



 

eishockey-online.com Reporterin Stephanie Krämer hat sich mit Dennis Reul in Mannheim zum Interview getroffen.

 

 

Denis, wie bist Du mit dem Saisonverlauf in Mannheim zufrieden?

Denis Reul: Ich bin sehr zufrieden (lacht). Wir spielen ja bis jetzt eine starke Saison, aber natürlich gibt es immer Sachen, an denen man arbeiten kann. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden.

 

 

Und wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Leistung bislang?

Denis Reul: Da bin ich auch sehr zufrieden. Ich habe mich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern können und sehe mich auf einem guten Weg. Wie bereits in den Jahren zuvor, habe ich mit einem Personal Coach viel in Sachen Quick Feet und Koordination gearbeitet. Es ist aber noch Luft nach oben, denn verbessern kann man sich immer (lacht).

 

 

Die Fans unterstützen euch ja auch immer auswärts – wie zum Beispiel vor kurzem mit 1200 Fans beim Sonderzug nach Düsseldorf. Wieviel bekommst du von dem, was da zum Teil auf den Rängen abgeht, unten auf dem Eis mit?

Denis Reul: Das bekommen wir absolut mit. Wenn unsere Fans richtig Gas geben, pusht uns das auch nochmal zusätzlich. Wenn ich aufs Eis gehe, blende ich das zwar aus, um konzentriert zu sein, aber sobald ich dann wieder auf der Bank sitze, bekommt man dann wieder die tolle Unterstützung voll mit.

 

 

Zur Freude der mitgereisten Fans hat die Mannschaft die Rückfahrt im Sonderzug angetreten. Wie ist es dir auf dem Rückweg ergangen? Wie war das so -  der direkte Kontakt zu den Fans?

Denis Reul: Das war schon toll. Natürlich sind wir nach so einem Spiel auch müde, das ist ja schon anstrengend. Aber so eine Fahrt macht immer Spaß und ist etwas Besonderes für die Fans. Ich war, glaube ich, vor fünf Jahren das letzte Mal dabei. Für uns ist es also auch nichts Alltägliches.

 

 

Die Adler haben diese Saison immer wieder Charakter bewiesen und Spiele gedreht, wie beispielsweise die beiden Spiele gegen Iserlohn. Was sind die Gründe? Wie ist die Stimmung im Team?

Denis Reul: Nun, wir geben dieses Jahr Gas. Wir tun unser Möglichstes, den Rückstand aufzuholen und wieder in Führung zu gehen. Natürlich gehört auch immer eine ganze Portion Glück dazu. Und das hatten wir bislang, so dass es meist auch geklappt hat, ein Spiel zu drehen. Wir sind dieses Jahr eine gute Mannschaft und geben immer unser Bestes fürs Team. Das passt einfach alles, wir haben viel Spaß zusammen.

 

 

Das hat man auch beim Charity Dinner (zu Gunsten von Adler helfen Menschen e.V.) gemerkt – ich hatte den Eindruck, dass es nicht nur Pflicht für euch ist?

Dennis Reul: Nein, das macht schon Spaß und ist ja auch für einen guten Zweck. Ich finde es toll, dass wir uns dafür engagieren und viel Geld zusammen gekommen ist. Zum Glück musste ich nicht wie meine Kollegen zum Line Dance, sondern gehe mit Fans zum Bowlen. Das habe ich zwar schon lange nicht mehr gemacht, aber es wird bestimmt gut.

 

 

Du bist ja mit Deinen Gardemaßen von 193 cm und über 100 kg eine imposante Erscheinung, fällst aber in letzter Zeit nicht unbedingt durch eine aggressive Spielweise auf und wirkst sonst auch eher zurückhaltend. Wie siehst du dich selbst bzw. wie würdest du deine Spielweise beschreiben?

Denis Reul: Nun ja, ich bin defensiv sehr stark und kann meinen Körperbau natürlich auch gut einsetzen. Ich bin auch nicht gerade langsam (lacht) und kann auch meinen Körper reinstellen, muss aber aufpassen, keine Strafzeiten zu bekommen. Als ich nach Mannheim gekommen bin, habe ich relativ viele Strafzeiten bekommen und seitdem arbeite ich daran, dass es nicht so viele werden, meine Rolle im Team ist jetzt auch anders als am Anfang.

 

 

Du bist regelmäßig auch für die deutsche Nationalmannschaft nominiert und hast zuletzt auch beim Deutschland Cup in München gespielt. Wie erlebst du das? Raus aus dem Ligaalltag?

Denis Reul: Das war dieses Jahr auch wieder eine tolle Erfahrung und München ist immer wieder eine tolle Kulisse. Es macht jedes Mal Spaß für die Nationalmannschaft und im Nationaldress zu spielen. Man sieht die ganzen Jungs aus der Liga, gegen die man ja normalerweise spielt. Das ist auch immer lustig und wir hatten eine gute, erfolgreiche Zeit.

 

 

Du bist früh nach Nordamerika (2007) gegangen und hast dort zwei Spielzeiten absolviert, darunter auch fünf Spiele in der AHL, warum folgte danach (2009) der Wechsel zurück zu den Adlern?

Denis Reul: Ich habe damals dort keinen Vertrag bekommen, hatte aber die Möglichkeit wieder hierher nach Hause zu den Adlern zurückzukehren. Da fiel die Entscheidung natürlich leicht, zumal es mir hier sehr gefällt und ich mich sehr wohlfühle.

 

 

Deine Frau ist Amerikanerin. Ist ein Wechsel (langfristig) in die USA eine Option für euch? Wo siehst du deine sportliche Zukunft?

Denis Reul: Generell kann ich mir das schon vorstellen, aber wenn es mir hier nicht gefallen würde, wäre ich wohl nicht mehr da (lacht), aber das wird sich zeigen.

 

 

Beim Tore schießen entsteht manchmal der Eindruck, dass du „Angst“ vor der eigenen Courage bekommst und lieber für einen Mitspieler auflegst anstatt selbst ein Tor zu schießen. Wie kommt‘s?

Denis Reul: Na ja, das gehört halt dazu (lacht). Ich habe ja auch oft genug geschossen, nur fehlt mir leider manchmal das nötige Quäntchen Glück. Wenn ich weiter hart daran arbeite, wird das aber auch noch klappen. Das ein oder andere Tor sollte dabei also hoffentlich noch herausspringen. Da fehlt halt einfach ein Zentimeter oder oft auch nur ein halber…

 

 

Du bist ja auch immer wieder für einige Zeit verletzungsbedingt ausgefallen. Wie geht man damit um?

Dennis Reul: Das ist natürlich schon schlimm, wenn man eigentlich spielen möchte und zuschauen muss. Man passt dann auf und hofft, dass es die anderen gut machen. Es hilft ja auch nicht, sich weiter über die Verletzung zu ärgern. Was passiert ist, ist passiert. Das muss man abhaken und hart an sich arbeiten, um möglichst schnell wieder zurückzukommen. Und das ist auch immer wieder toll, wenn man letztendlich wieder angreifen kann.

 

 

Hast du sonst noch Wünsche für die Zukunft? Was soll noch kommen?

Denis Reul: Gesundheit an erster Stelle  – dass meine Familie gesund bleibt aber auch, dass ich selbst gesund bleibe und noch viele Jahre Eishockey spielen kann. Ansonsten wünscht man sich natürlich auch immer Erfolg, aber ich denke, wir sind dieses Jahr auf einem guten Weg.

 



 

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