Kathrin Lehmann - Nationalspielerin im Eishockey und im Fußball

"Ka" vor noch ein Tor schallt es auf den Rängen bei der Eishockey Nationalmannschaft der Schweiz. Doch für Kathrin Lehmann gehört auch der Fußball zu Ihrem ganz besonderen Sportlerleben.
Die geborene Schweizerin nimmt im internationalen Frauensport eine ganz besondere Stellung ein und ist die einzige Frau, die es in beiden Sportarten zur anerkannten Nationalspielerin geschafft hat.

Beim Fußball verhinderte Kathrin Tore

Mit nur 14 Jahren absolvierte die Spitzentorhüterin Ihr erstes Fußballspiel in der Nationalliga A in der Schweiz und zwei Jahre später bestritt Sie ihr erstes Länderspiel in der U-21 Nationalmannschaft, bei der sie mit 19 Jahren die Nummer 1 wurde und insgesamt 31 Mal das Nationaltrikot trug, bevor Sie 2006 zurück trat.

Kathrin spielte in vier verschieden Ländern (Schweiz, Deutschland, USA  und Schweden) Fußball auf dem höchsten Niveau und wurde unter anderem 2009 UEFA Cup Sieger (FCR Duisburg), zwei Mal Schweizer Meister (1994, 1999), Fußballerin des Jahres 1999 und noch einiges mehr. Ihre letzte Station war der F.C. Bayern München im Jahr 2010, als Kathrin hier noch einmal aushalf und die Torwarthandschuhe anzog, danach sollte erstmals mit der Fußballkarriere Schluss sein. Jedoch bekommt das Ausnahmetalent laufend Anrufe und lukrative Angebote und wer weiß ob wir sie nicht noch einmal auf dem grünen Rasen in Aktion sehen werden.


Im Eishockey geht Kathrin auf Torejagd

2007 wurde die internationale Sportwelt auf die Torfrau auch im Eishockey aufmerksam, als sie ein Angebot des dreifachen Europacupsiegers AIK Sona aus Stockholm annahm um in Schweden in der besten europäischen Frauenliga zu spielen. Gleich im ersten Jahr konnte Sie die Schwedische Meisterschaft feiern und ein Jahr später gewann Sie in Schweden den Europapokal, wo sie im Endspiel um die Champions League das entscheidende Tor zum 3:2 Sieg erzielte.

Kathrin Lehmann ist mit 235 Länderspielen die aktuelle Rekordnationalspielerin und nahm bislang an 2x Olympischen Spielen (2006,2010), 7x Top Div. Weltmeisterschaften, 2x Div. I Weltmeisterschaften und 2x Europameisterschaften teil. Seit der letzten Saison spielt Kathrin beim ESC Planegg in der Frauen Bundesliga und sammelte auch in der abgelaufenen Saison erneut Titel ein. Mit den Eishockeyfrauen aus Planegg wurde sie als Captain Deutscher Meister & Deutscher Pokalsieger & EWHL Supercup Sieger.

Der Gewinn des "Triple" ist in der Geschichte des Deutschen Frauen Eishockey noch keiner Deutschen Mannschaft gelungen.




Wir haben die frisch gebackene Triple-Gewinnerin (Meister & Pokalsieger & EWHL Supercup) in München getroffen und das nachfolgende Interview geführt.


Wie bist Du zu den beiden Sportarten Fußball und Eishockey gekommen?

Kathrin: Ich bin mit 25 Kindern und zwei Brüder in einer Siedlung aufgewachsen und wir haben immer auf dem Feld gekickt und wenn es dann Winter wurde haben wir uns Hockeyfelder selbst gemacht um zusammen Hockey zu spielen. Zum Eishockey bin ich dann durch meine Mutter gekommen, da sie eine Eislaufschule leitete. Meine Mutter hat den Verein dann mehr oder weniger gezwungen, dass ich mit aufs Eis durfte, da Sie nicht zum einen andere Kinder unterrichten und zum anderen für mich einen Babysitter beauftragen wollte. So habe ich dann schnell das Schlittschuhlaufen bei meiner Mama gelernt und bin auch dadurch zum Eishockey gekommen.


Wie verliefen die ersten Jahre in beiden Sportarten?

Kathrin: Ich habe immer beide Sportarten parallel ausgeübt und mir dies auch bei meinen Mannschaften im Fußball und im Eishockey nie verbieten lassen, den anderen Sport weiter zu betreiben. Dies führte zu manchen Absagen bei Vereinen. Durch die Tatsache, dass ich im Fußball Torhüterin war und diese Position eine absolute Schnellkraft und Maximalkraft erfordert, habe ich praktisch immer für beide Sportarten trainiert. Die Spiele im Fußball waren meistens sonntags und die Spiele im Eishockey samstags, so habe ich praktisch an beiden Tagen gespielt und unter der Woche abwechselnd bei beiden Sportarten trainiert. Es wird ja immer über die sog. Englischen Wochen im Fußball gesprochen, für mich gab es mein komplettes Leben lang diese Wochen voller Sport :-). Sehr vorteilhaft für mich war es, dass ich das Gymnasium besuchte und die meisten Turniere in den Schulferien waren, so konnte ich an sehr vielen Wettkämpfen ohne Probleme teilnehmen. Ich habe während der Zeit auf dem Gymnasium und dann auch später an der Uni schnell gelernt Termine zu organisieren, mit Dozenten Dinge abzusprechen und meine wenige Freizeit/Ferien zum lernen zu nutzen, damit ich auch in der Schule und auf der Uni gute Leistungen abgeben konnte.



Wenn Du zurückblickst, würdest Du heute etwas anders machen?

Kathrin: Eigentlich nicht. Das einzige was ich ein bisschen bereue ist, dass ich nur für ein Jahr in Amerika spielen konnte. Diese Erfahrung am College ist sagenhaft und ich empfehle wirklich jedem, egal in welcher Sportart, wenn ihr die Möglichkeit habt in Amerika zu studieren und an einem College oder Universität zu spielen, dann solltet ihr dies unbedingt auch machen. Diese Sportkultur in Amerika zu erleben ist einfach Wahnsinn und das hätte ich gerne länger als nur ein Jahr gemacht.


Wie beurteilst Du das Fraueneishockey in Deutschland?

Kathrin: Ich würde sagen es ist wieder im Aufwind. Zwischen 2001 - 2006 waren gute Jahre, da haben auch die sehr guten Jahrgänge gespielt. Momentan sind sehr viele junge und talentierte Spielerinnen in der Nationalmannschaft mit dabei und nicht mehr sehr viele "ältere" Spielerinnen. Es ist natürlich auch schwierig neben der Arbeit weiterhin dem Eishockeysport in dieser Form nachzugehen. Solange man zur Schule oder zum Studium geht ist das alles noch wesentlich einfacher. Dadurch, dass aber sehr viele gute Mädchen in Männer und Knabenmannschaften spielen und dies auch anerkannt wird, glaube ich einen positiven Aufwärtstrend für die nächsten Jahre zu erkennen.


Du hast in Deiner Karriere so viele Titel gewonnen, auch dieses Jahr mit dem ESC Planegg wieder drei (Triple). Gibt es einen ganz besonderen Erfolg für Dich?

Kathrin: Jeder Titel, Meisterschaft hat etwas Besonderes an sich. Hervorzuheben sind die Erfolge in der Championsleague. Das ist er höchste mögliche Titel in Europa. Meistens habe ich aber mit meinem Team Titel aus der Favoritenrolle heraus gewonnen, aber gerade in Amerika waren wir in einer anderen Position und haben auch die Meisterschaft gewonnen. Der Gewinn des Triple mit Planegg war für mich eine ganz besondere Sache, da die Meisterschaft und der Pokal so spannend waren und es so knapp zum Schluss geklappt hat.


Wie geht es jetzt sportlich und beruflich für Dich weiter?

Kathrin: Also sportlich werde ich in ein paar Tagen meine letzte Weltmeisterschaft für die Schweiz bestreiten und beruflich möchte ich natürlich die Marke BUSCH wieder zurück auf das internationale Eis bringen. Seit März habe ich die Leitung eines Masterstudiums an einer Privatuniversität hier in München unternommen. Meine Karriere nach der aktiven, sollte dann wenn möglich als Trainer weitergehen, dazu habe ich vor über 10 Jahren mit dem B-Schein den Grundstein dafür gelegt.


Du bist hier in Deutschland Vertreter vom Eishockeyschläger Hersteller BUSCH aus der Schweiz. Erzähl uns doch bitte etwas über die Marke BUSCH.

Kathrin: BUSCH stellte vor über 20 Jahren den ersten Voll-Carbonschläger her, den es überhaupt gab. Der Schläger wurde bei BUSCH durch einen Eishockeyspieler entwickelt, da die herkömmlichen Holzschläger sehr oft gebrochen sind. Heutzutage werden die Schläger mit einer speziellen Nano 5 Hartz Technologie hergestellt. Das Hartz wird eingespritzt, der Schläger ist nicht hohl, dadurch wird die ganze Kraftübertragung durch die Schwingungen 1:1 auf den Puck übertragen, dies hat natürlich auch etwas mit Kraft zu tun, damit man diese Schwingungen auch halten kann. Der Schwerpunkt liegt dabei unterhalb der unteren Hand, dies ermöglich somit das Flexen, das Schnelle und präzise harte Schießen  einfacher, weil die Kraftübertragung dort stattfindet wo sie sein sollte, direkt am Eis.

BUSCH zeichnet vor allem aus, dass die Schläger alle samt von Hand gefertigt werden und so auf jeden Spieler individuell angepasst sind. Bei der Fertigung eines Eishockeyschlägers wird dieser von vier Händen bearbeitet und das Ganze zu einem mehr als konkurrenzfähigen Preis. Wir haben keine Massenmodelle sondern jedes Modell wird wie schon gesagt individuell auf den Spieler angepasst.

Bei mir kann man sich gerne über die BUSCH Schläger ausgiebig informieren und vor allem bieten wir auch jedem Spieler unsere Schläger zum 14-tägigen kostenlosen Test an bevor er sich dafür entscheiden möchte.



Detaillierte Informationen über BUSCH und Kontakt erhalten Sie unter:

BUSCH - Back on German Ice
Kathrin Lehmann
www.kasports.ch
Steinstraße 44
81667 München

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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