Interview mit Ex-Nationalspieler Rick Amann

Rick Aman 2014 (Interview) Richard "Rick" Amann ist ein ehemaliger deutscher Eishockey Nationalspieler und wurde am 30. Dezember 1960 in Manitoba (CAN) geboren. Er begann seine Eishockeykarriere in der WCHL und wechselte 1981 nach Deutschland in die 2. Bundesliga zum EHC Freiburg, für die er bis zum Jahr 1987 das Trikot trug.

Danach zog es ihn zur Düsseldorfer EG, bei denen er in der Zeit von 1987 bis 1996 insgesamt 362 Bundesligaspiele (69 Tore, 125 Assists), sowie 96 DEL Spiele (18 Tore, 39 Assists) erzielte und 4 Mal Deutscher Meister wurde (1990,1991,1992,1993). Im Jahr 1996 wechselte er zum Ende der Saison zum EV Landshut, wo er noch in den Playoffs spielte, bevor er dann seine Karriere beendete.

Es folgten zwar noch 12 Spiele bei den Ratingen Ice Aliens in der Oberliga, aber danach war endgültig Schluss mit der aktiven Spielerkarriere und Rick Amann zog sich erstmal zurück, bis er im Jahr 2005 für das DSF (Deutsche Sportfernsehen) als Eishockeyexperte tätig war.

Viele Fans werden sich noch an einen seiner Lieblingssätze im TV errinnern "... Lickt brennt nickt, Lickt brennt..."


International nahm Rick Amann an zwei Olympischen Spielen (1992, 1994) und zwei Weltmeisterschaften teil. Er bestritt 43 Länderspiele und erzielte dabei 3 Tore und trug bei Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer das "C" auf der Brust.

 



 

eishockey-online.com Reporter Andreas Lobenschuss hat mit Rick Amann ein Interview geführt.

 

Hallo Rick, wie geht es Ihnen und was machen Sie gerade?

 

Rick Amann: Hi und vorab vielen Dank für das Interview, ist schon eine schöne Zeit her, dass ich das letzte gemacht habe, wenn ich mich richtig errinnere, dann war das vor ca. 10 Jahren. Ich lebe und arbeite in Vancouver (Canada) und es geht uns sehr gut. Die letzten vier Jahre bin ich bei der HSBC Bank Canada als Senior Manager tätig.

 

 

Die Eishockeyfans in Deutschland haben schon länger nichts mehr von Ihnen gehört, gibt es keine Pläne für ein Trainerengagement oder eine Eishockey Experten Tätigkeit im TV?

 

Rick Amann: Ich habe viel Kontakt mit deutschen Eishockeyfans, die sich an mich errinnern, dank der Social Media Seiten gibt es immer wieder die Möglichkeit mit den Fans zu kommunizieren. In Vancouver trainiere ich eine Nachwuchsmannschaft (Minor Hockey) und das Frauenteam (The Stanley Cup Cakes). Ich bin auch noch selbst ein paar Mal in Woche auf dem Eis und spiele auch bei einigen Alumni Games mit.

Mein alter Freund und ehemaliger Mitspieler Chris Valentine hat mir mal gesagt, dass ich das Talent für Radio hätte und nicht unbedingt für TV. Ich bin auf jeden Fall immer bereit mal wieder nach Deutschland zu kommen :-).

 

Verfolgen Sie regelmäßig die DEL?


Rick Amann: Nein, aber ich habe viel Kontakt zu meinen Freunden aus Düsseldorf und die berichten mir immer über die aktuellen Geschehnisse von der DEG. Es freut mich auch zu sehen wie sich ehemalige Mannschaftskameraden als Trainer beweisen. Mit den deutschen NHL Spielern Christian Ehrhoff und Dennis Seidenberg treffe ich mich da schon wesentlich öfter. Es war für mich sehr interessant zu sehen, wie die Söhne von Peter Draisaitl und Manfred Wolf in der NHL gedraftet wurden.

 

Das Wintergame 2015 ist ja dieses Mal ein ganz besonderer Klassiker zwischen der DEG und den Kölner Haien. Sie haben lange Jahre in Düsseldorf gespielt und sind 4 Mal Deutscher Meister geworden. Werden Sie in Düsseldorf sein?


Rick Amann: Es würde mich sehr freuen, wenn ich bei der Organisation des Wintergames einbezogen worden wäre. Es ist ja nicht nur ein einfaches Eishockeyspiel, da steckt viel mehr Historie mit der alten Hass-Liebe der beiden Clubs dahinter, die man eigentlich im Rahmen so einer Veranstaltung besser zum Ausdruck bringen müsste. Es wäre auch schön, wenn sich die alten Haudegen von damals zusammen mit den Sponsoren etc. bei diesem Event treffen würden oder sogar ein Alumni Game stattfinden könnte. Für mich wäre das ein Ehre dabei zu sein und würde sofort zusagen.

 

 

Welches war Ihr sportlich größtes Erlebnis in Ihrer Karriere?

 

Rick Amann: Da gab es viele, ich möchte einfach mal drei aufzählen.


- Ich bin und war ein sehr großer Fan von meinem Mitspieler Uli Hiemer und als er in der Saison 1995 durch eine Strafe wegen "Illegal Stick / Unerlaubte Ausrüstung" kurz vor dem Ende des Spiels gegen Krefeld eine zwei Minuten Strafen erhielt und wir das Spiel verloren hatten, wurde er von den Fans und der Presse für fast alles verantwortlich gemacht und sehr ungerecht behandelt. Ich hatte Ihm damals eine Nachricht auf seinen Anrufbeantworter gesprochen, dass es nicht seine Schuld war, dass wir als Team verloren haben und nicht durch seine Strafe. Wir sind bis heute die Besten Freunde und darauf bin ich stolz.

- 9 Jahre in Düsseldorf war einfach die beste und schönste Zeit!

- Kapitän der DEG und der Nationalmannschaft zu sein, war eine sehr große Ehre für mich.

 

 

Die Eisflächen wurden ja ab dieser Saison angepasst. Begrüßen Sie diese Entscheidung und wo sehen Sie Vorteile bzw. Nachteile?

 

Rick Amann: Ich denke, dass es dadurch für die Verteidiger deutlich schwieriger wird, aber es wird dadurch mehr Tore und ein offensiveres Spiel geben. Es hat ja sehr lange gedauert bis man diesen Schritt gemacht hat. Es wird halt jetzt bei der nächsten Weltmeisterschaft dann für die deutschen Spieler ungewohnt sein.

 

Wer war Ihr unangenehmster Gegenspieler?

 

Rick Amann: Peter John Lee im Training, wir haben zum Schluss eine ganze Saison im Training gegeneinander gekämpft :-), sind aber bis heute sehr gute Freunde.

 

Kurzfragen

Kölsch oder Wein? In Köln: Kölsch,  in Canada: Wein.
Kanada oder Deutschland?  Das ist nicht fair, ich liebe Deutschland, aber würde zu Kanada tendieren.
Lieblingsgericht? Italienisch bei  „Deigo’s Restaurant“ in Dusseldorf.
Hobbies? Eishockey spielen und coachen, Golf und Reisen mit meiner Frau (Im Sommer spiele ich zusammen mit meiner Frau im CoEd Hockey Team :-)

 

 

 



 

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