Interview mit Klaus Kathan

Klaus Kathan ist ein Eishockeyspieler, der Mitglied im DEL 800er Club ist und schon bei einigen DEL Clubs unter Vertrag stand. Er ist in Bad Tölz in einer Eishockeyfamilie aufgewachsen und stand folglich schon in sehr jungen Jahren auf der Eisfläche. Die erste Profisaison spielte Klaus Kathan beim EC Bad Tölz im Jahr 1995 in der 1. Bundesliga Süd.

In den drei Jahren bei den Tölzer Löwen erzielte er in 103 Spielen 80 Scorerpunkte und wechselte während der Saison 1996/1997 zu den Berlin Capitals in die Deutsche Eishockey Liga. Mit den Berlin Capitals erreichte er die Playoffs wo er allerdings an den Lokalrivalen den Eisbären Berlin scheiterte und in den vier Spielen zwei Tore erzielte.

Nachdem Klaus Kathan die Berliner Luft geschnuppert hatte zog es Ihn zurück nach Bayern zu den Starbulls Rosenheim wo er zwei Jahre für die Rosenheimer stürmte bevor er unter Hans Zach einen Zwischenstop bei den Kassel Huskies einlegte. Mit dem darauffolgenden Wechsel zu den Adlern aus Mannheim kamen auch einige schwere Verletzungen (Hirnhautentzündung, Handgelenkbruch), die ihn zurückwarfen. Somit war auch die Punkteausbeute mit nur 4 Toren sehr gering. Mit den Adlern konnte Klaus Kathan seinen ersten großen Erfolg, den Gewinn des DEL Pokals feiern.

Es folgte der Wechsel nach Düsseldorf im Jahr 2004 und Klaus konnte wieder an seine guten Leistungen anknüpfen. Bereits in der ersten Saison erzielte er für die DEG 20 Tore in 52 Spielen. Im nächsten Jahr sollten es sogar 28 Tore werden. Im Pokalfinale gegen Mannheim erzielte Klaus Kathan das entscheidende Tor zum 2:1 und zum Gewinn des DEL-Pokals 2006. In der gleichen Saison konnte er in das DEL-Finale gegen Berlin einziehen, musste sich jedoch mit seinem Team mit 0:3 geschlagen geben.

Mit Ende der Saison 2008 wurde sein Vertrag in Düsseldorf nicht mehr verlängert und so kam der Wechsel zu den Hannover Scorpions zustande, wo er auf seinen langjährigen Sturmpartner Tore Vikingstad traf. Zusammen mit Tore Vikingstad folgte 2010 sein einer seiner größten sportlichen Erlebnisse mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in Hannover unter Hans Zach der daraufhin seine Karriere als Trainer beendete.

International nahm Klaus Kathan an zwei Olympischen Spielen (2002, 2006) und an 11 Weltmeisterschaften teil. Er trug das Nationaltrikot 153 Mal und schoss dabei 28 Tore und ist unter den 14 Deutschen Spielern denen es bisher gelungen ist mehr als 150 Länderspiele zu bestreiten.







Wir haben Klaus Kathan zum Interview eingeladen und haben den sympatischen Tölzer über seine bisherigen Stationen der DEL und über seine Zukunft befragt.


1. Frage:  Sie sind bisher sehr viel in der DEL rumgekommen wo hat es Ihnen am besten gefallen ?

Klaus Kathan:  Es hat mir bei allen Vereinen ganz gut gefallen, doch die vier Jahre in Düsseldorf waren die schönsten und diese würde ich besonders hervorheben. Aber auch in Rosenheim, Berlin, Kassel, Mannheim war es überall schön.

2. Frage:  Welches war das größte sportliche Erlebnis in Ihrer Karriere ?

Klaus Kathan:  Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2002 und 2006 mit der Nationalmannschaft und natürlich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2010 mit den Hannover Scorpions.

3. Frage: Was für einen Sport hätten Sie ausgeübt, wenn Sie nicht Eishockeyspieler geworden wären ? 

Klaus Kathan: Ich habe ganz gerne Fussball und Tennis gespielt und Ski gefahren, wer aber in Bad Tölz aufwächst, für den gibt es ausser Eishockey eigentlich nichts anderes, daher stand schon früh fest, dass ich zum Eishockey muss und die anderen Sportarten nur Nebensache sind.

4. Frage:  Wer ist Ihr Lieblings Sturm Partner ? 

Klaus Kathan: Natürlich Tore Vikingstad mit dem ich schon sieben Jahren  erfolgreich zusammen spiele. Tore wird am Saisonende zurück nach Norwegen gehen, da sein zweites Kind geboren wird und er wieder nach Hause zu seiner Familie möchte. Er war ja lange in Deutschland.   

5. Frage:  Klaus Kathan wechselt zurück nach Bayern zum EHC München . Würde Ihnen diese Schlagzeile gefallen ? 

Klaus Kathan: Ja, das klingt wirklich gut. Es wird sich zeigen ob das zu Stande kommt. Ein Wechsel nach Bayern wäre schon super, da mein Sohn jetzt in die erste Klasse kommt und ich mit meiner Familie eigentlich nicht mehr so oft umziehen möchte. Die finanzielle Seite ist für mich nicht mehr an erster Stelle, sondern die Familie. in den letzten Jahren war dies sicherlich anders aber jetzt ist mir die Familie sehr wichtig.

6. Frage: Haben Sie sich schon Gedanken für die Zeit nach dem aktiven Eishockey gemacht ?

Klaus Kathan: Gedanken mache ich mir viele, aber auf ein richtiges Ergebnis bin ich leider noch nicht bekommen. Den Trainerschein habe ich schon einmal gemacht und Sportmanagement habe ich auch studiert, aber wie es wirklich weiter geht nach dem aktiven Eishockey weiss ich zur Zeit noch nicht. "Da schau ma a moi" wie der Bayer sagt.

7. Frage: Ihr Vater ist seit langem Trainer der Frauen Nationalmannschaft. Spricht man in der Familie über die Eishockey Damen und das Frauen Eishockey ?

Klaus Kathan: Ja auf jeden Fall wird bei uns zuhause über die Frauen Nationalmannschaft gesprochen, da mein Vater sehr engagiert und mit Begeisterung dabei ist und uns auch auf dem Laufenden hält. Im Sommer wenn ich zuhause bin da werde ich bestens über Lehrgänge und Spielerinnen informiert.

8. Frage: Was hälst Du von Hans Zach ?

Klaus Kathan: Hans Zach ist der beste Deutsche Trainer den es gibt. Ich persönlich hatte es unter Hans Zach allerdings meiner Meinung nach nicht leicht und musste einige Male zum Einzelgespräch. Also der Deutsche Eishockey Bund ist meiner Meinung nach bestens beraten wenn Sie Hans Zach als Nachfolger von Uwe Krupp fragen würden. Der Hans hat Zeit und kennt die Eishockeyszene aus dem FF. Wir Spieler freuen uns auch immer wenn wir Hans Zach als Ko-Kommentator bei Sky hören, da weiss man das das Spiel interessant wird.



Wir möchten uns bei Ihnen für dieses Interview herzlich bedanken und wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, viel Gesundheit und Lebensfreude.




Die Erfolge von Klaus Kathan

7x DEL All-Star Game (2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007)
DEB Pokalsieger 2003 (Mannheim)
DEB Pokalsieger 2006 (Düsseldorf)
Deutscher Meister 2010 (Hannover)


 

 

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