"Mit der Nationalmannschaft verbinde ich viel Freude und nur schöne Erinnerungen" - Tobias Fohrler im Interview

 

Interview (Ambri/RB) eishockey-online.com hat mit dem Verteidiger des HC Ambri-Piotta Tobias Fohrler über seine bisherige Karriere und die Saison in Ambri gesprochen.

 

Tobias Fohrler JustPictures.ch

(Foto: justpictures.ch)

 

  

Tobias Fohrler, vielen Dank, dass du dir für das Interview Zeit nimmst. Zu aller erst, wie geht es dir und wie blickst du auf die letzten Spiele mit Ambri-Piotta zurück?

 

Fohrler: „Es geht mir sehr gut. Ich habe jetzt die Nominierung für den Deutschland Cup bekommen, was mich sehr gefreut hat. In Ambri sind wir momentan an achter Stelle. Ich denke aktuell können wir uns nicht beschweren. Für uns läuft es gut und ich habe auch meine Rolle im Team gut gefunden.“

 

 

Du bist in Troisdorf geboren und warst in den Juniorenjahren bei Mannheim und Köln. Wie bist du zum Eishockey gekommen und was haben für dich diese Teams ausgemacht?

 

„Das hat angefangen als mein Vater mich zum Fussballtraining mitschleppte, ich aber nicht viel Freude daran hatte. Dann waren wir an Weihnachten bei meiner Oma zu Besuch, die in Basel bei Sissach lebte und haben in der Zeitung gelesen, dass in Sissach eine neue Eishalle eröffnet wird. Da war ein Spiel mit gratis Eintritt und Sissach spielte gegen Rot Blau Bern. Da habe ich meinen Vater überredet, unbedingt dahin zu gehen. Als ich da war, war ich vom Sport total begeistert, durfte sogar mit in die Kabine und habe einen Schläger geschenkt bekommen. Dann war es um mich geschehen.

 

In Troisdorf habe ich dann die Eishockeyschule besucht und irgendwann gelangen wir über andere Eltern nach Köln in die Eislaufschule. Bis zum frühen Jugendalter habe ich bei Köln gespielt. Das bedeutet mir noch heute immer noch sehr viel. Damals war Moritz Müller einer meiner Idole, der jetzt Captain der Nationalmannschaft ist. Meine Eltern und mein Bruder wohnen immer noch da und das ist für mich ein Stück Heimat.

 

In Köln gab es wenig später ein A und B Team im Nachwuchs und ich war im B-Team. Als die Kölner Haie aber damals in der Saison 2008/2009 der Konkurs drohte, hat sich das auch auf den Nachwuchs ausgewirkt und die B-Mannschaften wurden aufgelöst. Auf dem Eishockeyfeld hat mein Vater dann jemand anderes kennengelernt, der ihm nahelegte, nach Mannheim zu gehen, da es dort vier statt nur zwei Teams gab. So kam dann der Wechsel zustande und ich konnte immer spielen.“

 

 

Bereits 2015 bist du in die Schweiz gezogen und hast die Juniorenarbeit beim EV Zug kennengelernt. Wie lief das damals für dich ab? An was musstest du dich besonders gewöhnen?

 

„Die U18 WM haben wir in Zug und Luzern gespielt. Ich habe ja beide Pässe und deshalb war auch mal die Idee, in der Schweiz zu spielen. Leo Schumacher, der vor kurzem leider verstorben ist, hat mich an der WM gesehen. Wir haben uns unterhalten und er fragte mich, ob ich nicht nach Zug kommen wolle. Dort hätten wir ein super Junioren-Projekt und ich könne mehrmals täglich trainieren. In Köln hatten wir damals unter der Woche 4-5x trainiert und am Wochenende gespielt. In Zug war es ein ganz anderes Pensum und das Nachwuchsprojekt im Vergleich viel professioneller. Wie auch schon früher habe ich mich dann fürs Eishockey entschieden und bin zum EV Zug gewechselt. Vom Niveau her war es schneller und technisch besser als das damalige Nachwuchseishockey in Deutschland. Dadurch konnte ich aber viel lernen und die nächsten Schritte machen.“

 

 

Mit dem EV Zug bist du 2016/17 bis in den Playoff-Final vorgestossen. Was hat der EV Zug damals für dich ausgemacht und woran lag es, dass es schliesslich gegen Bern nicht gereicht hat?

 

„Damals war ich als junger Spieler unter Harold Kreis in die erste Mannschaft gekommen. Das war ein glücklicher Zufall, als sich jemand verletzte. Während der Saison waren wir ein sehr starkes Team aber ich glaube gegen Bern war nicht viel zu holen. Im Endeffekt zu sagen woran es gelegen hat, ist immer schwer zu sagen. Bern war ganz klar stärker als wir.“

 

 

Zug wurde inzwischen doch noch Meister, du gehst aber seit mehr als zwei Jahren für den HC Ambri-Piotta auf das Eis. Wie ging der Wechsel ins Tessin damals von statten?

 

„In Zug lief der Vertrag aus und ich habe mich mit meinem Agenten umgehört. Es gab mehrere Optionen aus Deutschland und der Schweiz. Wir haben uns dann mit Ambri zusammengetan, weil ich in Zug keine grössere Rolle hatte. Damals habe ich bei Ambri die Chance gesehen, um etwas mehr Eiszeit zu bekommen und mich in der Liga zu etablieren.“

 

 

2021 09 11 Forza Ambri Nuova Valascia Justpictures.ch

(Foto: justpictures.ch)

 

 

Welche Ziele verfolgt ihr diese Saison mit dem HC Ambri-Piotta? Was denkst du, wo führt die Reise hin?

 

„Bis jetzt sind wir auf dem richtigen Weg und können zufrieden sein. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir mehr Punkte erreicht. Nichtsdestotrotz muss man Spiel für Spiel schauen, weiter kämpfen und die Punkte mitnehmen. Wir müssen so weiterspielen.“

 

 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Headcoach Luca Cereda? Wovon kannst du am meisten profitieren?

 

„Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und deshalb habe ich auch meinen Vertrag verlängert. Ich denke, dass Paolo Duca (Sportchef) und die Coaches mir sehr geholfen haben, mich zu entwickeln.“

 

 

Die deutsche Nationalmannschaft war ja auch ein Thema bei dir sei es bei den Junioren oder bei den Herren. Führ uns doch ein bisschen in das Thema Nationalmannschaft ein. Wie hast du die Zeit erlebt und was bleibt dir noch heute in Erinnerung?

 

„Wenn man auf die Juniorenjahre zurückblickt, verbinde ich mit der Nationalmannschaft und den ganzen Turnieren viel Freude und nur schöne Erinnerungen. Es haben sich viele Freundschaften entwickelt und auch beim Top-Team-Peking war ich zweimal dabei und es war dann ganz cool, die ganzen Jungs wieder zu treffen. Vor der letzten WM-Vorbereitung musste ich noch eine Verletzung auskurieren, bin dann hingereist, aber die Verletzung wurde schlimmer und hatte dann keine Chance, es in den Kader zu schaffen. Für den anstehenden Deutschland-Cup freue ich mich, auch auf das Spiel gegen die Schweiz. Das Zusammentreffen macht immer Spass.“

 

 

Ende Jahr findet der Spengler Cup in Davos wieder statt, wo du bereits 2019 mit Ambri-Piotta teilgenommen hast. Wie wichtig ist das Turnier für die Schweiz und das internationale Eishockey?

 

„Ich denke für die Schweiz hat der Spengler Cup Kultstatuts. Als wir früher meine Oma immer besucht haben, schauten wir nach Weihnachten immer den Spengler Cup. International ist der Cup auch berühmt und ich denke, jeder möchte ihn auch mindestens einmal gespielt haben. Nur ist es so, dass man ja eingeladen werden muss. Beim ersten Mal mit Ambri war es sehr geil, dabei zu sein und hat viel Spass gemacht. Ich denke das wird dieses Mal genauso. Ich freue mich absolut darauf.“

 

 

Mit dir, Justin Krueger und Dominik Kahun gibt es aktuell drei deutsche Spieler in der National League. Was denkst du, wie wichtig ist die Schweizer Liga für Spieler aus Deutschland?

 

„Erstmal ist es ja so, dass das Ausländerkontingent immer noch bei vier Spielern pro Team ist. Die Ausländerplätze sind in der Schweiz also sehr begehrt. Ich denke, da kommen vor allem nur die deutschen Nationalspieler in Frage. Wenn die Schweiz die Ausländerplätze mit Deutschen füllen will, ist das aus deutscher Sicht sicher interessant. Wenn noch ein Team aufsteigt, wird das Ausländerkontingent auf fünf oder sechs Plätze erhöht und dann wird die Liga vielleicht für deutsche Spieler noch interessanter.“

 

 

Vielen Dank, Tobias Fohrler, für das Gespräch.

 


 


 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 


 


 

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