Interview mit dem Skills Coach der Straubing Tigers - Aleksandrs Kercs

 

Interview (Straubing/MA) Immer mehr Organisationen im Profibereich, arbeiten mit speziellen Coaches. Während die “Mental Coaches” schon lange Einzug im Profibereich halten, sind Skill Coaches noch nicht so weit verbreitet. Dennoch gibt es im Eishockey einzelne Techniken und Fähigkeiten, die sich weiter ausbauen lassen. Die Straubing Tigers haben für diese Saison zum ersten Mal, einen Skills Coach mit ins Training eingebaut.

 

 

Foto: Aleksandrs Kercs ist der Skills Coach der Straubing Tigers und des EHC Straubing 

 

 

Aleksandrs Kercs selbst hat das Schlittschuhlaufen in seinem Heimatland Lettland gelernt. Dort spielte er auch lange Zeit bei verschiedenen Clubs. Bevor es ihn nach Deutschland zog, spielte er auch noch in Tschechien, Belarus und Frankreich. Seine erste und einzige Station bis dahin in Deutschland, war der EV Pegnitz. Wie es dann zu dem Engagement bei den Straubing Tigers kam und was es da noch alles zu verbessern gibt, darüber haben wir uns mit dem Skills Coach der Niederbayern unterhalten.

 

 

Wie ist es zu dem Engagement mit den Tigers gekommen?

Das nahm einen kleinen Umweg, weil ich zuerst zum EHC Straubing in den Nachwuchs kam. Zu der Zeit habe ich Skill Training schon drei Jahre lang gemacht. Während der letzten Saison hatte ich dann ein erstes Gespräch mit Jason Dunham. Er hat sich mehr über meine Arbeit auf dem Eis informiert. Im Dezember haben wir dann nochmal konkret gesprochen und er sagte mir, dass er mich ab dem Sommer bei den Tigers mit einbinden möchte. 

 

Was machst du genau mit den Spielern auf dem Eis?


Es geht hauptsächlich darum, die Fähigkeiten der Spieler zu verbessern. Dazu gehört die Arbeit am Puck, Körpertäuschungen und die Stocktechnik, um nur einige zu nennen. Das trainieren wir von Anfang der Saison an. Sollte es während der Saison verletzte Spieler geben, werde ich mit denen auch spezielle Übungen machen. 

 

Dann machst du die Übungen nur mit einzelnen Spielern oder auch in der Gruppe?


Ich würde sagen das teilt sich gleichermaßen auf. Das hängt dann auch von speziellen Spielsituationen ab. Da kann man zum einen etwas mehr Zeit mit einem einzelnen Spieler verbringen oder eben für Situationen die sich auf dem Eis sehr oft ergeben. Dann arbeite ich mit einer kleinen Gruppe. 

 

In welchem speziellen Bereich ist da noch Luft nach oben?


Ich würde sagen, dass bei den Zweikämpfen der größte Sprung gemacht werden kann. Das ist so meine Erfahrung. Es gibt Situationen, wo man zu leicht den Puck abgibt. In manchen Spielphasen, wäre es gut, wenn ein Spieler den Puck ein bis zwei Sekunden länger behalten könnte. Dadurch ergeben sich dann oft bessere Chancen. 

 

Wie ist die Zusammenarbeit mit Tom Pokel und Rob Leask? 

 

Das klappt wirklich perfekt. Jeder Trainer hat da seine Aufgaben und es wird natürlich immer abgesprochen, wo der Schwerpunkt gelegt werden soll. 

 

Schaust du dir auch die Spiele der Tigers an, um neue Erkenntnisse zu gewinnen? Ob die Spieler schon einen Schritt weiter gekommen sind?


Im Spiel ist meine Aufgabe die einzelnen Spieler in gewissen Situationen genau zu beobachten. Dann weiß ich woran wir in den nächsten Trainingseinheiten arbeiten können und wo sich der Spieler auch schon verbessert hat. Das sind dann eben die Zweikämpfe oder Puckverluste, an denen wir uns an die Arbeit machen werden. 

 

Der Job bei den Profis ist ja nicht dein einziger. Du gehst auch mit den Spielern des EHC Straubing auf das Eis. Wie viel Zeit investierst du eigentlich?

Das geht quasi den ganzen Tag lang. Ich bin bei den Tigers von 7:00 Uhr bis Mittag, weil wir ja vor dem Eistraining viel an der Stocktechnik arbeiten. Am Nachmittag bis in den Abend hinein werde ich dann von den Nachwuchsspielern gefordert, oder umgekehrt. 

 

Wo liegt der Schwerpunkt bei den jungen Spielern?


Da geht es in erster Linie um das Schlittschuhlaufen. Das ist wichtig, von klein auf richtig zu lernen. Wir alle hoffen natürlich auf die zweite Halle, damit wir mehr Eiszeit bekommen. Das würde uns noch mehr nach vorne bringen und die Trainingsarbeit könnte ausgebaut und verbessert werden. 

 

Am Freitag geht die Saison los. Sind die Tigers bereit?

 

Ich bin wirklich gespannt und freue mich auf das erste Spiel. Wir haben im Sommer einen sehr guten Job gemacht. Wir haben einige neue Spieler bekommen, die sehr stark im läuferischen Bereich sind. Auch mental denke ich, sind wir auf die neue Saison gut vorbereitet. Also da bin ich sehr optimistisch. 

 

Danke für das spontane Interview!

 




 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 


 


 

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