Interview mit Maximilian Menner von den Red Bull Hockey Juniors

 

(Interview) (Jörg Reich) Maximilian Menner ist ein 18jähriger Verteidiger, der bei den Red Bull Hockey Juniors in der Alps Hockey League spielt. Seit der Saison 2016/2017 spielt der gebürtige Essener bereits Spieler an der Red Bull Eishockey Akademie in Salzburg. Diese Saison ist seine erste im Männerbereich. Für ein kurzes Interview stand er uns gerne bereit.

 

 

maxi menner gepa

(Foto: Gepa Pictures)

 


 

Du spielst die 1. Saison im Team der Red Bull Hockey Juniors in der AlpsHL. Wie läuft diese Saison bisher so für dich? Bist Du mit Dir selbst und mit den gezeigten Leistungen deines Teams zufrieden?


Ich denke, dass wir als Team bislang eine richtig gute Saison spielen. Wir sind auf jeden Fall absolut konkurrenzfähig und ich bin mir auch sicher, dass wir mit unserer extrem jungen Mannschaft dieses Jahr noch einiges erreichen und hoffentlich auch bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden können.


Für mich persönlich ist die Saison bislang leider noch nicht 100%ig perfekt gelaufen. Die Umstellung auf das Seniorenhockey war schon recht groß, aber ich merke, dass ich mich inzwischen innerhalb des Teams und auch in der Liga immer besser zurechtfinde. Ich hoffe einfach darauf, dass mir das Trainerteam weiterhin Vertrauen schenkt und dann bin ich davon überzeugt, dass ich das auch mit entsprechender Leistung auf dem Eis zurückzahlen werde.

 

 

Im Team der Red Bull Hockey Juniors sind diese Saison sehr viele Deutsche Spieler mit denen du schon im Nachwuchs oder zumindest in den Nachwuchsnationalmannschaften zusammengespielt hast. Das ist sicherlich sehr schön, wenn man die Möglichkeit hat mit vielen gut bekannten Spielern zusammenzuspielen?


Natürlich ist es ein großer Vorteil, dass ich einen großen Teil der Jungs bereits seit Jahren kenne und wir auch schon lange so zusammenspielen. Das hat mir bei der Eingewöhnung definitiv auch sehr geholfen. Ich genieße auf jeden Fall jedes Training und jedes Spiel mit dem Team und wir haben auch außerhalb des Eises jede Menge Spaß zusammen. Wir sind eine tolle Truppe und ich freue mich darauf, mit den Jungs weiterhin viel Spaß, aber vor allem natürlich auch Erfolg zu haben!

 

 

Du bist schon mit 14 Jahren an die Akademie nach Salzburg gegangen. Wie kam es dazu, dass Du dich für Salzburg entschieden hast und wie war es für dich, in diesem jungen Alter bereits weg von zu Hause zu sein?


Nach dem Gewinn der deutschen Knabenmeisterschaft 2016 mit Krefeld wurde ich seinerzeit von Salzburg angesprochen. Daraufhin habe ich mir mit meiner Familie die Akademie und die Bedingungen vor Ort angesehen. Wir waren damals echt super begeistert von den Möglichkeiten in Salzburg und für mich stand relativ schnell fest: Das will ich machen!


Ich bin meinen Eltern auch sehr dankbar dafür, dass sie mir damals die Möglichkeit gegeben und mich dabei immer zu 100% unterstützt haben. Natürlich war es nicht einfach meine Familie und meine Freunde in Essen zurückzulassen, aber wir haben dann einfach viel telefoniert und den Kontakt dadurch trotzdem gut aufrechterhalten, so dass sich mein Heimweh eigentlich immer in Grenzen gehalten hat.

 

 

Würdest Du es einem jungen Spieler weiterempfehlen, es genauso wie Du zu machen und bereits mit 14 diesen Schritt zu vollziehen?


Das finde ich immer ziemlich schwer zu beantworten, weil natürlich jeder Mensch eine andere Persönlichkeit hat, aber ich kann aus heutiger Sicht nur sagen, dass ich meine Entscheidung für Salzburg bis heute noch nicht einen Tag bereut habe. Insofern kann ich alle jungen Spieler nur ermutigen einen solchen Schritt zu machen, da die Bedingungen speziell hier in Salzburg wirklich absolut top sind und man hier das Thema „Schule und Eishockey“ echt super miteinander verbinden kann. So konnte ich beispielsweise in den letzten Jahren neben dem Eishockey bereits erfolgreich eine Ausbildung zum Bürokaufmann abschließen.

 



 

 

Du kommst aus Essen. Hast Du mit dem Eishockey bei den Moskitos Essen begonnen? Was waren deine weiteren Stationen, bis zu dem Zeitpunkt als Du nach Salzburg gegangen bist?


Ich habe damals mit 5 Jahren mit dem Eishockey bei den Moskitos Essen begonnen. Nach den Bambinis bin ich dann erst zur DEG und von da schließlich an die Westparkstraße nach Krefeld gewechselt. Hier hat mich mein damaliger Trainer Peter Kaczmarek vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert. Wir hatten da eine richtig super Truppe zusammen und haben 2016 u.a. mit Tim Stützle, Senna Peeters und Alexander Blank die deutsche Knabenmeisterschaft gewonnen. Ich war damals Kapitän und denke immer noch gerne an diese überragende Zeit zurück.

 

 

Wie würdest Du dich als Spieler beschreiben, wo sind deine Stärken und in welchen Bereichen kannst Du Dich vor allem noch verbessern?


Ich denke, dass meine größte Stärke vor allem im läuferischen Bereich liegt und ich ein ziemlich guter Skater bin. Außerdem habe ich aber auch ein ganz gutes Auge fürs Spiel und meine Mitspieler und denke, dass ich auch einen guten ersten Pass spiele. Darüber hinaus versuche ich einfach immer das Beste für das Team zu geben und meine Aufgabe auf dem Eis 100%ig zu erfüllen.


Natürlich kann ich mich aber noch in sämtlichen Bereichen verbessern und arbeite wirklich jeden Tag hart dafür. Aktuell arbeite ich beispielsweise speziell an meinem Körper und darüber hinaus versuche ich auch noch meine Balance zwischen Defensive und Offensive zu verbessern.

 

 

Corona bedingt könnte es im Deutschen Eishockey Veränderungen geben, und die Chance für junge Spieler in höheren Ligen Fuß zu fassen, verbessern. Siehst Du das auch als Chance für deine Zukunft? Wie lautet dein Karriereziel, in welcher Liga siehst Du dich in fünf Jahren?


Das ganze Thema Corona und die damit verbundenen Auswirkungen sind natürlich nur sehr schwer einzuschätzen, aber ich habe auch festgestellt, dass junge Spieler momentan tatsächlich vermehrt Chancen in höheren Ligen bekommen. Und natürlich hoffe ich darauf, dass auch ich möglichst schnell die Chance dazu bekomme. Mein Ziel ist es auf jeden Fall ebenfalls so schnell wie möglich nach oben zu kommen und Stammspieler in der Penny DEL zu werden und natürlich möchte ich dann auch mal die deutsche Meisterschaft gewinnen!

 

 

Vor kurzem fand die U20-WM in Canada statt. Das deutsche Team ist ins Viertelfinale eingezogen und hat dort knapp eine Sensation verpasst. Dieses Jahr warst Du noch nicht im erweiterten Kader für die WM. In den Nachwuchsnationalmannschaften der U 16 bis U 20 deines Jahrgangs warst Du immer ein fester Bestandteil. Rechnest Du Dir Chancen aus, nächstes Jahr bei der U 20-WM dabei zu sein?


Dieses Jahr nicht dabei gewesen zu sein, war natürlich hart für mich, aber ich habe den Jungs auf jeden Fall bei jedem Spiel die Daumen gedrückt. Schade, dass es im Viertelfinale gegen Russland dann nicht mit einem Sieg geklappt hat.


Dadurch, dass ich in der letzten Saison leider längere Zeit mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte und auch coronabedingt konnte ich mich dem Bundestrainer vor der WM leider nicht so zeigen, wie ich mir das selbst gewünscht hätte. Ich werde aber definitiv weiter alles dafür geben, dass ich bald auch wieder bei der Nationalmannschaft mit dabei bin, denn für mich war und ist es auf jeden Fall immer eine unglaubliche Ehre das Trikot zu tragen. Die nächste U20-WM ist natürlich ein absolutes persönliches Ziel von mir und es wäre ganz sicher ein Highlight in meiner bisherigen Karriere.

 

Vielen Dank Max für das Interview!

 


 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 


 


 

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