Interview mit dem Geschäftsführer der Bietigheim Steelers Volker Schoch

 

(Interview) (Jörg Reich) Volker Schoch hatte einen schwierigen Sommer, durch die Probleme der Steelers die Lizenz für die Saison 2020/2021 zu erhalten und den Schwierigkeiten rund um die Corona-Krise. Wir haben ihm ein paar Fragen zur aktuelle Situation und der Zukunft der Steelers gestellt.

 

steelers schoch 2020

(Foto: imago sportfotos)

 


 

Die Saison in der DEL 2 läuft, wie erwartet wird von den Clubs viel Flexibilität verlangt. Die Clubs zeigen zum großen Teil Verständnis und sind bereit, auch kurzfristig Spiele zu tauschen. Wie zufrieden sind Sie bisher, unter den gegebenen Umständen, mit dem Spielbetrieb der DEL 2?


Wir können in diesen herausfordernden Zeiten, sehr stolz sein, dass unsere Liga spielt. Dank der Flexibilität an den Standorten und der Bereitschaft der Spieler, nach Quarantäne oft mit sehr wenigen Trainingseinheiten Spiele zu absolvieren, verbunden mit Ligenleitung Auseichtermine abzustimmen, haben wir gezeigt das es möglich ist Eishockey zu spielen

 

 

Im schlimmsten Fall wird es eine komplette Saison ohne Zuschauer geben. Ohne staatliche Hilfe und ohne eine starke Unterstützung von Sponsoren und Fans wird das nicht funktionieren. Kommen die Bietigheim Steelers komplett ohne Zuschauer durch die Saison 2020/2021, ohne in finanzielle Schieflage zu geraten?


Ich habe keine Glaskugel – noch haben wir Treibstoff im Tank – ohne weiter staatliche Hilfe wird es eng – wir brauche unsere Sponsoren die uns unterstützen – hier ist jeder in seinen Möglichkeiten gefordert – der Club muss wirtschaftlich handeln, sprich sparen wo es geht u. Sinn macht – Fans können durch Unterstützung der zahlreichen Aktionen helfen – nur gemeinsam können wir den Standort und unseren Sport am Leben halten – nur auf den Staat zu hoffen, wird nicht reichen. Ich bin zuversichtlich das wir es gemeinsam schaffen.

 

 

Die Bietigheim Steelers haben derzeit drei Torhüter, sieben Verteidiger und zwölf Stürmer. Ist das Team komplett, kann mit vier Sturmreihen gespielt werden. Fällt der ein oder andere Spieler aus, bleiben nur noch drei Reihen übrig. Ein oder zwei junge Angreifer mehr, würden dem Kader sicherlich gut tun. Sehen Sie das auch so? Sind aktuell noch Nachbesserungen geplant?


Weitere Spieler bringen Tiefe/Breite/Qualität in den Kader – das tut immer gut – wir vertrauen unserm aktuellen Team – wie o.g. werden wir wirtschaftlich vernünftig arbeiten u. entscheiden. Wir haben die Augen u. Ohren immer offen u. beobachten den Spielermarkt – aktuell ist nichts geplant.

 

 

Mit Robert Kneisler und Fabjon Kuqi sind zwei junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu den Steelers aufgerückt. Wie beurteilen Sie die Entwicklung der beiden jungen Stürmer? Trainieren weitere Spieler aus dem Nachwuchs mit und bekommen eventuell in Kürze die Möglichkeit in der DEL 2 zu spielen? Simon Klatte durfte letzte Saison reinschnuppern, diese Saison?


Mit der Entwicklung von Robert u. Fabian sind wir sehr zufrieden. Beide haben den Sommer super trainiert, sind körperlich stärker geworden und haben ihr Spielverständnis weiterentwickelt – sie sind ein wichtiger Teil des Teams geworden – sie habe die Akzeptanz und den Respekt aller. Aktuell haben wir keinen weiteren Nachwuchsspieler im Training – wir sind mit dem Jugendcheftrainer Rupert Meister i regelmäßigem Austausch – wir beobachten genau was von unten kommt und können flexibel reagieren – es ist ein grosser Schritt aus der DNL in die DEL2 Bietigheim wird weiter junge Spieler nach oben bringen – dies ist ein Prozess über mehrere Jahre. Die aktuellen Entwicklungen stimmen uns positiv.

 

 

In wie weit wollen die Steelers in Zukunft auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen? Sehen Sie im Nachwuchsbereich in der U20 oder U17 Spieler, die in Zukunft bei den Steelers als Profi spielen können? Können Sie uns hier weitere Spieler nennen?


Die Spieler sind da und wir brauchen diese Spieler – diese Spieler werden ihre Chance bekommen – Namen werden ich Ihnen nicht nennen.

 

 



 

 

Durch die Corona-Krise werden die Eishockeyclubs der DEL 2 und vor allem der DEL zum Sparen gezwungen sein. In den letzten Jahren haben die Clubs, vor allem in der DEL, immer mehr Geld in ihre Spielerkader investiert. Es wurden viele ausländische Spieler in die Liga geholt. Die Anzahl an neun erlaubten Kontingentspielern auf dem Spielbericht hat vielen Deutschen Spieler den Weg in die Deutsche Eliteliga verbaut. Wäre nicht genau jetzt der richtige Zeitpunkt, in diesem Bereich etwas zu ändern?


Dies ist ei ewiges leidiges Thema – ich kann mir Eishockey mit mehr deutschen Spielern sehr gut vorstellen – wichtig ist das die Attraktivität unseres Sports nicht durch Veränderungen leidet – hier muss mit Vernunft und Augenmaß entschieden werden – Zwänge sind eine Seite – aber man muss es auch wollen.

 

 

Sechs Kontingentspieler in der DEL, vier Kontingentspieler in der DEL 2 und zwei Kontingentspieler in der Oberliga. Wäre das nicht eine optimale Staffelung, auch um Auf- und Abstieg zwischen den Ligen zu erleichtern?


Der Ansatz hat Charm – aktuell spielen die Ligen ohne Relegation, daher ist es für den sportlichen Aufstieg unkritisch – ein Club, der nach oben gehen möchte, weiss worauf er sich ein lässt – der nächste Schritt (Aufstieg) , muss auch wirtschaftlich darstellbar sein

 

 

Die U-Regelungen in der DEL 2 sind gute Ansätze, die Einsatzzeiten für junge Spieler im Profibereich zu erhöhen und die DEL 2 hat sich für Deutsche Spieler zu einer guten Liga entwickelt. Das Ziel eines jeden Eishockeyspielers sollte es aber sein, auch in der höchsten Spielklasse eines Landes zu spielen. Sollte nicht spätestens jetzt auch ein Umdenken bei den Gesellschaftern der DEL-Clubs einsetzen?


Ich kann nicht für die DEL sprechen – die DEL2 ist mit einem guten Konzept unterwegs – unser Weg wird mehr und mehr Akzeptanz bekommen – wen es intensive gelebt/umgesetzt wird – hier befinden wir uns noch im laufenden Prozess – die DEL2 ist gerne Vorbild

 

 

Die Steelers sind einer von drei Clubs, die den Aufstieg als Ziel ausgegeben haben. Verfolgt man dieses Ziel diese Saison trotz der Corona-Krise weiter oder gibt es eventuell Überlegungen auf Grund dieser schwierigen Situation zunächst einmal in der finanziell nicht ganz so herausfordernden DEL 2 zu verbleiben?


Wir wollen erfolgreiches Eishockey spielen – Sportler wollen gewinnen – wir werden unserem Team das gewinnen nicht verbieten. Am Ende werden wir sehen wo wir mit unseren Mitteln und Möglichkeiten gelandet sind – dann werden wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen.

 

Herr Schoch, vielen Dank für das Interview!

 




 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 


 


 

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