Interview mit Patrick Ehelechner

Patrick Ehelechner steht seit dieser Saison im Tor der Augsburger Panther. Der 28-jährige Nationaltorhüter wechselte nach 5 Spielzeiten und 168 Partien für die Thomas Sabo Ice Tigers in die Fuggerstadt Augsburg. Ehelechner wurde in Rosenheim geboren und begann seine Laufbahn beim Sportbund Rosenheim.

In der Saison 2000/2001 wechselte er zu den Adler Mannheim und bestritt für die Hannover Scorpions im Alter von 17 Jahren als bislang jüngster Start-Up-Goalie sein DEL Debüt. Beim NHL Entry Draft 2003 wurde er von den San Jose Sharks in der fünften Runde an Pos. 139 ausgewählt.

Im Jahr 2003 wechselte Patrick nach Kanada und spielte zwei Jahre in der Ontario Hockey League (OHL) bei den Sudbury Wolves, ehe er wieder nach Deutschland zu den Mannheimer Adler und kurz darauf zu den Füchsen Duisburg wechselte. Im Jahr 2007 verpflichteten die Nürnberg Ice Tigers, die zuvor Vizemeister wurden den jungen deutschen Goalie und Patrick Ehelechner wurde schnell zur umunstrittenen Nummer 1 und Publikumsliebling in Nürnberg.

 

 



 

 

Wir haben uns mit Patrick Ehelechner in Augsburg zum Interview getroffen.

 

 

Patrick, Du bist nach 5 Jahren in Nürnberg nach Augsburg gewechselt. Hast Du Dich in Augsburg schon eingelebt?

 

Patrick: Das ging eigentlich recht schnell auch mit Hilfe von meinen Mannschaftskollegen wusste ich ziemlich bald wo was ist und sonst ist Augsburg ja auch recht übersichtlich.


Wie kam der Wechsel nach Augsburg zu Stande, du warst ja in Nürnberg Publikumsliebling?

 

Patrick: Ich hatte eine schöne Zeit in Nürnberg, speziell weil ich mir dort die Nummer eins Position erkämpft habe und das ist für einen jungen Torwart eine tolle Erfahrung, welche bestimmt auch die Fans honoriert haben. In Nürnberg war wohl schon länger klar, dass man mit mir nicht mehr plant, und so nahm ich das Angebot aus Augsburg an.


Wie sind so Deine Eindrücke von Augsburg, vom neuen Stadion, den Fans, das Umfeld?

 

Patrick: Eigentlich habe ich ja auch ein wenig Augsburger Eishockeywurzeln; habe ich doch bei Ernst Höfner‘s Laufschule in Rosenheim angefangen. Es tut gut zu wissen, dass Management und Trainer einem voll vertrauen. Meine Erwartungen wurden sicher übertroffen wie professionell hier gearbeitet wird. Das macht es sehr viel leichter gute Leistungen abzurufen. Man sieht ja jetzt schon dass das Stadion nächstes Jahr sicherlich ein Schmuckstück sein wird, obwohl es manchmal noch richtig kalt sein kann. Über die Augsburger Fans braucht man sicher kein Wort verlieren, ich bin jedes Mal sprachlos wenn ich sehe, wie mir gegenüber, die Fans wie eine Wand hinter uns stehen.


Als jüngster Start-Up Goalie (17 Jahren) in der DEL Geschichte und einem Draft durch die San Jose Sharks hast Du den Sprung nach Kanada gewagt. Erzähl uns doch bitte etwas über die zwei Jahre in Kanada?

 

Patrick: Ich glaube, dass ich in der OHL die wichtigsten Schritte in Richtung Eishockeyprofi gemacht habe. Es ist sehr beeindruckend wie der kanadische Zuschauer diese Nachwuchsliga honoriert und dort manchmal bis zu neun tausend Zuschauer zu manchen Spielen kommen. Dementsprechend professionell geht es dort ab und man lernt unheimlich viel. Diese beiden Jahre in Sudbury haben mich sicher geprägt mit dem krönenden Abschluss, dass ich im letzten Jahr mit Marc Staal und Benoit Pouliot ins OHL-Allstar-Game berufen wurde.


Warum hat es Deiner Meinung nach in Kanada nicht zu mehr gereicht und danach bist Du wieder zurück nach Deutschland zu den Mannheimer Adler?

 

Patrick: Ich habe damals das Angebot aus Mannheim vorgezogen als in der ECHL zu spielen. Keine Ahnung wie es ausgegangen wäre wenn ich mich anders entschieden hätte.


Welche Ziele hast Du Dir persönliche gesteckt?

 

Patrick: Für mich persönlich ist Gesundheit das Wichtigste. Im sportlichen Bereich versucht man als Torwart seinem Team immer die Möglichkeit für einen Sieg zu geben und als sportliches Ziel muss letztendlich immer die Meisterschaft stehen sonst ist man fehl am Platz. Ich werde alles dafür tun einen Platz in der Nationalmannschaft zu bekommen um dann bei Weltmeisterschaften und der Olympiade dabei zu sein.


Torhüter sind ja bekannt für ihre individuellen und außergewöhnlichen Masken. Wie entstehen Deine Masken und was passiert mit den alten, bewahrst Du diese alle bei Dir zu Hause auf?

 

Patrick: Ja, alle meine Masken hängen zuhause und erinnern einen immer an die jeweilige Saison mit allen Höhen und Tiefen. Meine Masken haben immer einen Bezug zum jeweiligen Team und der Stadt in der ich spiele. Die Identifikation ist sehr wichtig für mich um das letzte aus mir rauszuholen.


Hast Du auch ein besonderes Ritual vor jedem Spiel ?

 

Patrick: Ja sicher, da muss schon alles ablaufen wie immer. Die zwei Stunden vorher haben einen ganz bestimmten Rhythmus, der vorzugsweise immer gleich abläuft. Das Anziehen, die Schläger herrichten, die Banane vorher usw.


Gegen welchen Stürmer spielst Du besonders ungern?

 

Patrick: Das sind nur Spieler die den Torwart unfair angehen, alle anderen sind eine Herausforderung. Je besser der Stürmer desto toller ist das Gefühl etwas dagegen setzen zu können. Mein Torwart Trainer hatte mal gesagt, Du musst den Stürmer zwingen dich nur mit einem perfekten Schuss zu überwinden, dann hast du deinen Job gut gemacht.


Welche Schlagzeile würdest Du gerne mal über Dich lesen?

 

Patrick:  Ehelechner steht mit Panther im DEL Endspiel ....

 



 

 


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