Klaus Kathan sagt nach 1.130 Spielen Servus!

 

(Interview) (Christian Diepold) Klaus Kathan hat nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der DEL2 der Tölzer Löwen sein Karriereende bekannt gegeben. Der 41-jährige gebürtige Tölzer beendet damit nach 23 Profijahren und 1.130 Spielen (u.a. 934 DEL Spiele) seine Spielerlaufbahn und wird ab der neuen Saison als hauptamtlicher Nachwuchstrainer bei den Tölzer Löwen dem Eishockeysport erhalten bleiben. 

 

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(Klaus Kathan in Jubelpose - Foto Marija Diepold)

 


Klaus Kathan wuchs in Bad Tölz in einer Eishockey Familie auf und stand folglich schon in sehr jungen Jahren auf der Eisfläche. Die erste Profisaison spielte er beim EC Bad Tölz im Jahr 1995 in der 1. Bundesliga Süd. In den drei Jahren bei den Tölzer Löwen erzielte er in 103 Spielen 80 Scorerpunkte und wechselte während der Saison 1996/1997 zu den Berlin Capitals in die Deutsche Eishockey Liga. Mit den Berlin Capitals erreichte er die Playoffs wo er allerdings an den Lokalrivalen den Eisbären Berlin scheiterte und in den vier Spielen zwei Tore erzielte.

 

 

Nachdem Klaus Kathan die Berliner Luft geschnuppert hatte zog es Ihn zurück nach Bayern zu den Starbulls Rosenheim wo er zwei Jahre für die Rosenheimer stürmte bevor er unter Hans Zach einen Zwischenstop bei den Kassel Huskies einlegte. Mit dem darauffolgenden Wechsel zu den Adlern aus Mannheim kamen auch einige schwere Verletzungen (Hirnhautentzündung, Handgelenkbruch), die ihn zurückwarfen. Somit war auch die Punkteausbeute mit nur 4 Toren sehr gering. Mit den Adlern konnte Klaus Kathan seinen ersten großen Erfolg, den Gewinn des DEL Pokals feiern.

 

 

Es folgte der Wechsel nach Düsseldorf im Jahr 2004 und Klaus konnte wieder an seine guten Leistungen anknüpfen. Bereits in der ersten Saison erzielte er für die DEG 20 Tore in 52 Spielen. Im nächsten Jahr sollten es sogar 28 Tore werden. Im Pokalfinale gegen Mannheim erzielte Klaus Kathan das entscheidende Tor zum 2:1 und zum Gewinn des DEL-Pokals 2006. In der gleichen Saison konnte er in das DEL-Finale gegen Berlin einziehen, musste sich jedoch mit seinem Team mit 0:3 geschlagen geben.

 

 

Mit Ende der Saison 2008 wurde sein Vertrag in Düsseldorf nicht mehr verlängert und so kam der Wechsel zu den Hannover Scorpions zustande, wo er auf seinen langjährigen Sturmpartner Tore Vikingstad traf. Zusammen mit Tore Vikingstad folgte 2010 sein größter sportlicher Erfolg mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in Hannover unter Hans Zach der daraufhin seine Karriere als Trainer beendete. Nach einem weiteren Jahr in Hannover ging es dann 2011 zurück nach Bayern zum EHC München. 

 

 

Für den EHC München (Vorgänger von Red Bull) spielte Klaus Kathan in insgesamt 95 DEL Spielen und erzielte dabei 17 Tore und 23 Assists und wechselte zur Saison 2013/2014 zu den Tölzer Löwen (Oberliga) in seine Geburtsstadt Bad Tölz. Mit den Tölzer Löwen konnte er 2016/2017 die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die DEL2 feiern. In seiner letzten Profisaison schaffte er den Verbleib in der DEL2 und steuerte dazu in 51 Spielen 14 Tore und 18 Assists bei.

 

 

International nahm Klaus Kathan an zwei Olympischen Spielen (2002, 2006) und an 11 Weltmeisterschaften teil. Er trug das Nationaltrikot 153 Mal und schoss dabei 28 Tore und ist unter den 14 Deutschen Spielern denen es bisher gelungen ist mehr als 150 Länderspiele zu bestreiten.

 

 



 


Klaus, Du hast jetzt doch Deine Schlittschuhe an den Nagel gehängt, dabei hast Du diesen Zeitpunkt zwei Mal hinausgezögert, jetzt gibt es kein Zurück mehr, oder?

 

Klaus Kathan: Nein das ist jetzt eine endgültige Entscheidung. Es war gerade in der Playdown Serie sehr anstrengend für mich und meine Familie, daher ist es jetzt an der Zeit etwas anderes zu machen.

 

 


Wie waren für Dich die letzten Jahre in Tölz, davon das letzte nochmals in der DEL2. Du hast ja dort aufgehört wo Du mit dem Eishockey begonnen hast.

 

Klaus Kathan: Ja das ist richtig und es waren sehr schöne 5 Jahre hier in Bad Tölz. Ich bin froh, dass ich nicht nach der DEL aufgehört, sondern hier noch weiter gespielt habe. Es hat mit der Truppe und dem Verein sehr viel Spaß gemacht und der Klassenerhalt in der DEL2 war dann noch ein schöner Abschluss.

 

 


Eine lange Karriere ging zu Ende, was waren die Highlights für Dich?

 

Klaus Kathan: Da gibt es natürlich viele. Die erste Profisaison in der DEL, die Gewinne des Pokals und die Meisterschaft. Nicht zu vergessen die Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele. Es war eine sehr schöne Karriere.

 

 


Wenn Du zurückblickst, gibt es etwas was Du gerne anders gemacht hättest?

 

Klaus Kathan: Nein eigentlich nicht. Es gab zwar in meiner Karriere auch ein paar nicht so erfolgreiche Zeiten, gerade mit den Adlern in Mannheim, dies gehört aber zum Geschäft dazu. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass es viele schöne Dinge in meiner Laufbahn gab.

 

 


Wer war der Beste Trainer, den Du in Deiner Laufbahn hattest?

 

Klaus Kathan: Das ist schwierig. Ich würde aber sagen, dass viel Dank meinem Vater gebürt, der einen großen Anteil an meinem Werdegang hatte.

 

 


Wie kann man sich als Fan/Leser so ein „Aufhören“ vorstellen, trainierst Du weiter, oder hört man da einfach auf und genießt den Alltag?

 

Klaus Kathan: Bis jetzt war noch alles wie bisher auch. Ich hatte mit der Familie Urlaub und bin wie immer Joggen gegangen. Ich denke dass es erst einen Unterschied gibt, wenn sich das Team zu Vorbereitung trifft und ich dann nicht mehr am Training teilnehme. Sport wird ja weiterhin betrieben :-).

 

 


Wie geht es jetzt bei Dir weiter?

 

Klaus Kathan: Ich bin ab der nächsten Saison als hauptberuflicher Nachwuchstrainer zusammen mit Rick Boehm für den Nachwuchs bei den Tölzer Löwen zuständig. Damit bleibe ich dem Eishockey auch weiterhin verbunden, allerdings dann hinter der Bande worauf ich mich sehr freue, dass ich hier in meiner Heimat auch diese Möglichkeit bekommen habe.

 

 

 

Kathan ist eine deutsche Eishockeyfamilie. Dein Sohn spielt auch Eishockey, wird er die nächste Kathan Generation (schmunzelt)?

 

Klaus Kathan: Das kann man jetzt noch nicht sagen, er spielt bei den Kleinschülern und es kommt erstmal darauf an, dass er Freude am Eishockeysport hat, alles andere werden wir dann in den nächsten Jahren sehen.  

 

 

 

Klaus Kathan verabschiedet sich am 18. August 2018 um 18 Uhr im Tölzer Eisstadion von seinen Fans. Die Vorbereitungen für das letzte Spiel der Nummer 49 laufen auf Hochtouren. Es sollen Weggefährten bei diesem Event dabei sein. Nach Aussage von Klaus Kathan haben schon eingie zugesagt.

 

 


 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute.

 


 


 

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