Interview mit Thomas Greiss

Thomas Greiss wechselte vor kurzem während des NHL Lockout von den San Jose Sharks zu den Hannover Scorpions. In Füssen geboren durchlief er die Nachwuchsmannschaften des Traditionsverein EV Füssen bevor er im Sommer 2002 zu den Kölner Haien in die Deutsche Nachwuchs Liga wechselte. Eine Saison später konnte er als Backup Goalie hinter Chris Rogles einige DEL Einsätze verbuchen und auf sich aufmerksam machen. Er wurde beim NHL Entry Draft 2004 an 94. Stelle von den San Jose Sharks gezogen.

In der Saison 2005/2006 konnte er sich den Stammplatz im Kölner Tor erarbeiten und wurde auch zur Nationalmannschaft berufen, für die er am TUI Nations Cup und an dern Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und der B-WM in Amiens teilnahm. Nach einer Vertragsverlängerung in Köln wechselte er nach Nordamerika zu den San Jose Sharks, die Ihn in der AHL beim Farmteam den Worecaster Sharks einsetzten. Bei den Sharks bildete er für kurze Zeit mit Dimitri Pätzold und dem Kanadier Nolan Schaefer das Torhütergespann.

Sein erstes NHL Spiel bestritt er am 13.01.2008 gegen die Anaheim Ducks. Es folgten noch zwei weitere NHL Einsätze bevor er erneut in der AHL für Worecaster spielte. Im August 2009 wurde er von San Jose mit einem neuen zwei-Jahres Vertrag ausgestattet und wurde Backup Goalie hinter Jewgeni Nabokow. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver war er für die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft Stammtorhüter.

 



 

Am 12. Oktober 2010 wurde Greiss auf die Waiver-Liste gesetzt und danach von den Worcester Sharks, dem Farmteam der San Jose Sharks, wieder unter Vertrag genommen. Damit gehörte der Deutsche nicht mehr zum Kader der Sharks und war nur noch die dritte Wahl hinter den beiden Finnen Antti Niemi und Antero Niittymäki. Am 22. Oktober 2010 einigten sich die Sharks mit Brynäs IF aus der schwedischen Elitserien auf eine Ausleihe für die Saison 2010/11. Nach Beendigung der Saison in Schweden beorderte San Jose den Torhüter am 11. April 2011 für die bevorstehenden NHL-Playoffs zurück nach Nordamerika.

 

Wir haben uns mit Thomas Greiss in Hannover unterhalten.

 

Thomas, wie ist es für Dich nach langer Zeit wieder in Deutschland zu spielen ?



Greiss: Ich freue mich sehr, wieder einmal die Möglichkeit zu haben in Deutschland zu spielen. Es macht sehr viel Spaß gegen alte Freunde zu spielen und die Möglichkeit zu haben, näher bei meiner Familie zu sein.



Du hast sehr lange gewartet, bevor Du Dich zu einem Wechsel entschlossen hast. Was waren die Gründe für das lange Warten. Andere Spieler sind ja bereits wesentlich früher gewechselt.

 

Greiss: Es waren hauptsächlich persönliche Gründe. Zudem wollte ich auf das richtige Angebot warten, da es sicher schwieriger ist einen Torwart zu integrieren als einen Spieler und ich wollte auf keinen Fall Unruhe in eine Mannschaft bringen.



Wie sieht so eine Vorbereitung während des Lockout aus. Man liest immer von kleinen Trainingsgruppen. Bitte schildere uns einmal wie so zusammen trainiert wird.

Greiss: Die NHL-Spieler, welche noch in San Jose waren, haben sich zusammen die Eismiete geteilt und dann auch zusammen gespielt. Zudem ging jeder noch selbst oder in kleinen Gruppen zum Krafttraining.



In Hannover ist mit Dimitri Pätzold Dein ehemaliger Mannschaftskollege aus San Jose und ein aktueller Nationaltorhüter. Wie war die Reaktion als Du zu den Scorpions kamst?

Greiss: Ich kenne Dimi sehr gut und wir sind gute Freunde. Ich habe mich gefreut ihn wieder zu sehen und mit ihm trainieren zu können.



Wie lange bleibst Du jetzt in Hannover? Gibt es da im Vorfeld bereits eine Befristung oder wartest Du auf einen Anruf aus der NHL?

Greiss: Es gibt keine Befristung. Man wird sehen was drüben passiert.



Was bedeutet der NHL Lockout finanziell für die Spieler. Gibt es in dieser Zeit kein Gehalt?

Greiss: In dieser Zeit gibt es für die NHL-Spieler kein Gehalt.



Was sind Deine sportlichen Ziele?

Greiss: Ich möchte mich als Nummer 1 in Nord Amerika durchsetzen.



Bitte erzähl uns mal etwas über Deine Maske? Wer hat diese gemacht und was sind das für furchteinflößende Gestalten?

Greiss: Die Firma heißt Cross-Eyed Airbrushing und der Künstler ist aus Calgary und seine Website ist wirklich ein Besuch wert. Er macht einige NHL Helme, aber hauptsächlich spezialisiert er sich auf Motorräder. Ich habe einen Yeti auf dem Helm, den er wirklich mit sehr viel Detail gut ins Leben gerufen hat. Hinten ist noch das bayerische Wappen drauf, ein bisschen Heimat muss ja sein.



Bislang hast Du erst ein paar Mal in der NHL gespielt. Fans fragen immer nach Gameworn Trikots. Wie ist das aus der Sicht eines Spielers. Bekommt Dein erstes NHL Trikot einen Ehrenplatz?

Greiss: Das Trikot von meiner ersten Saison hab ich mir natürlich gesichert. Zudem bekommt jeder Spieler für sein erstes NHL Spiel den gerahmten Spielbericht mit dem Puck des Spiels.



Bei uns im SHOP findet Ihr einen Original Thomas Greiss Puck inklusive Crystal Puck Holder Tube.

 


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