Interview mit Ralph Krüger

Ralph Krueger 2012Ralph Krüger wurde in Winnipeg (Kanada) geboren und begann seine Eishockeykarriere als Spieler in der WHL bei den New Westminster Bruins und den Calgary Wranglers, bevor er zur Saison 1979/1980 nach Deutschland zu der Düsseldorfer EG in die Bundesliga wechselte.

 

Nach zwei Jahren bei der DEG wechselte er für weitere zwei Jahre nach Schwenningen. Es folgten noch die Stationen Riessersee und Iserlohn, bevor er im Jahr 1986 zurück nach Düsseldorf kam. Im Jahr 1991 beendete er nach 350 Bundesligaspielen, 187 Tore und 186 Vorlagen seine aktive Karriere als Spieler.



Seine Trainerkarriere begann Ralph Krüger 1989 als Spielertrainer beim EV Duisburg, die er in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga geführt hatte. In der Zeit von 1994 bis 1998 gewann er als Trainer des österreichischen Eishockeyclub VEU Feldkirch fünfmal nacheinander die österreichische Meisterschaft und drei Mal die Alpenliga.

 

Nach den Erfolgen in Feldkirch übernahm Krüger 1999 die Schweizer A-Nationalmannschaft und sorgte für einen sportichen Aufstieg der Schweiz zu den Top 8 Nationen der Welt. Im Jahr 2010 wurde er von den Edmonton Oilers als Associate Coach und seit Juni 2012 zum Cheftrainer des NHL Clubs verpflichtet. Er ist der erste Deutsche Head-Coach in der NHL-Geschichte.

 

 




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Ralph Krueger auf die Frage wie wichtig die Karriere in Europa war, um in der NHL Fuß zu fassen:

„Als einer, der nicht in der NHL gespielt hat, war mein Karriere als Spieler sehr wichtig, ohne die hätte man gar nicht den Respekt bekommen. Es begann wirklich alles mit der Reise in Feldkirch. (...) Das hat natürlich die Weichen gestellt und war meine Visitenkarte für die National Hockey League.“


 

Ralph Krueger auf die Frage, was ihm bei der Vertragsunterschrift mit den Edmonton Oilers durch den Kopf gegangen ist:

„Nach diesen 2 Jahren (als Assistant Coach, Anm.) war ich eher wieder darauf eingestellt nach Europa zurückzugehen, bevor Edmonton mich kontaktiert hat. An diesem Tag, wo ich dann doch unterschrieb, war es sehr emotional. Ich habe realisiert, dass mein größter Traum Realität wurde!“


 

Ralph Krueger auf die Frage, ob es vor seiner Vertragsunterzeichnung in Edmonton konkrete Angebote vom DEB gab:

„Es gab Gespräche und es war eine Ehre, dass ich mir das ein paar Jahre anschauen durfte, aber es war für mich irgendwie nicht das Richtige! Es wäre ähnlich wie bei der Schweizer Nationalmannschaft gewesen: eine Nation wieder in den Top 8 zu halten. Uwe Krupp hat da einen ausgezeichneten Job gemacht und die deutsche Nationalmannschaft war stark positioniert, aber (...) für mich persönlich im Moment nicht das Richtige.“


 

Ralph Krueger auf die Frage, ob er mit der Wahl von Nail Yakupov als #1 Overall Draft Pick zufrieden ist:

„Ich hab ihn Anfang Juli gut kennengelernt (...) und wenn man sieht, dass er in der KHL mit 18 schon 10 Tore geschossen hat und auch Kapitän der russischen Junioren-Nationalmannschaft war (...) dann ist er ein absoluter Star der Zukunft. (...) Ich bin überzeugt von ihm als Superstar der Zukunft.“


 

Ralph Krueger zum NHL-Lockout:

Ich war am Anfang involviert (...) aber seither ist mein Kontakt der General Manager (...). Man muss Vertrauen haben, dass die richtigen Leute involviert sind und man sollte gar nicht versuchen mehr darüber nachzudenken.“


 

Ralph Krueger auf die Frage, wann die Entscheidung gereift ist Trainer zu werden:

„Ich bin einer, der immer gesagt hat: Ich werde nie Coach sein. Ich habe immer wieder Sachen in Frage gestellt, während meiner Karriere und dieser Spielertrainer-Erfahrung (in Duisburg, Anm.) (...) hat mir gezeigt, dass ich eine größere Liebe für’s Eishockey empfinde. Mit dem Trainer-Job habe ich einen noch größeren Bezug zum Eishockey bekommen und habe gemerkt, dass das mein Leben ist. (...) Und Feldkirch hat mir damals die Chance gegeben und den Mut gehabt einem 31-Jährigen den Club zu geben und das Gleiche ist mit der Schweiz mit 38 passiert. „


 

Ralph Krueger auf die Frage, wie es zu seinem Engagment als Nati-Trainer in der Schweiz gekommen ist:

Wir hatten ein Freundschaftsspiel im Sommer in Davos und da war ein Turnier im letzten Spiel und wir waren 5 Minuten vor Schluss 2 Tore im Rückstand und mussten das Spiel gewinnen, um das Turnier zu gewinnen. Und das haben wir dann getan. Werner Kohler war damals der Präsident des Schweizer Eishockey-Verbands und da hab ich ihn zum ersten Mal kennengelernt. (...) Ich fühlte, dass meine Zeit in Feldkirch wirklich zu Ende war mit dem Europameistertitel. (...) Ich bin dann auf die Suche nach Größerem gegangen und das wurde dann die Schweizer Nationalmannschaft.


 


 

Mit freundlicher Genehmigung von servustv.com/hockeynight.


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