Interview mit Freddy Brathwaite

Fred Brathwaite begann seine Profikarriere in der Saison 1989/1990 bei den Oshawa Generals in der OHL. Zu Beginn der Saison 1993/1994 wechselte er in die AHL zu den Cape Breton Oilers, dem Farmteam der Edmonton Oilers. Nach einer Zwischenstation in der IHL bei den Manitoba Moose spielte er drei Jahre lang bei den Calgary Flames und wechselte anschliessend zu den St. Louis Blues und zu den Columbus Blue Jackets.

Während des NHL Lockouts 2004/2005 spielte Freddy in Russland bei AK Bars Kasan und wechselte nicht zurück in die NHL. Erst 2006 folgte der Wechsel in die AHL zu den Chicago Wolves und von dort aus führte ihn sein Weg wieder nach Russland zu HK Awangard Omsk zurück.

Zwischen 2008 und 2012 stand Freddy Brathwaite beim DEL Club den Adlern aus Mannheim im Tor, wo er im Jahr 2009 zum Eishockey-Spieler des Jahres und zum Torhüter des Jarhes gewählt wurde. Im Alter von 41 Jahren wurde sein Vertrag in Mannheim nicht mehr verlängert und Dennis Endras sein Nachfolger.

International nahm Brathwaite für das Team Kanada an drei Weltmeisterschaften teil. Beim Deutschlandcup stand der sympatische Kanadier zum ersten Mal hinter der Bande und betreute zusammen mit Rich Chernomaz und Doug Mason die Nationalmannschaft.

 



 

Wir haben Freddy Brathwaite in München während des Deutschland Cup zum Interview getroffen.

 

Freddy, wie ist es zum ersten Mal als Coach hinter der Bande zu stehen ?

Freddy: Es ist natürlich ganz etwas anderes, als auf dem Eis zu stehen, aber ich habe mich sehr gefreut und bin auch etwas stolz beim Team Canada an der Bande zusammen mit Rich Chernomaz und Doug Mason zu stehen. Wir haben alle viel Spaß dabei.


Würdest nicht viel lieber noch im Tor stehen?

Freddy: Tja, ich bin jetzt 19 Jahre lang als Profi aktiv gewesen, da ist so eine Umstellung schon etwas Besonderes, aber ich bin über die Karriere sehr dankbar und denke, dass es jetzt an der Zeit ist etwas anderes zu machen.



Du hast offiziell noch nicht Deinen Rücktritt bekannt gegeben. Gibt es da noch Pläne?

Freddy: Momentan gibt es noch überhaupt keine konkreten Pläne und der NHL Lockout hat eine weitere Verpflichtung meiner Person erstmals sehr erschwert. Falls es nochmal zu einem guten Angebot kommen sollte, dann könnte ich mir schon wieder vorstellen noch ein bisschen Hockey zu spielen, andernfalls werde ich mich dann damit abfinden jetzt einen anderen Weg einzuschlagen.


Wäre der Posten eines Torhüter Trainers etwas für Dich in der Zukunft?

Freddy: Ja das könnte ich mir sehr gut vorstellen. In Mannheim habe ich mit den zwei Jungen Goalies Endras und Brockmann zusammen gearbeitet und aktuelle beim Team Canada versuche ich den Goalies von meiner Erfahrung etwas mitzugeben und das macht mir auch viel Spaß.


Wie kam es dazu, dass Du im Team Canada beim Deutschland Cup Assistant Coach bist?

Freddy: Ich arbeite schon länger mit der Nationalmannschaft zusammen und als der Anruf kam, habe ich nicht lange gezögert und gleich ja gesagt.



Der Deutschlandcup ist bei uns hier ein etabliertes Turnier. Wie ist die Wahrnehmung in Canada dafür?

Freddy: In Canada zählen natürlich erstmal der Spengler Cup oder die Weltmeisterschaft wesentlich mehr als dieser Cup, aber trotzdem ist es eine schöne Sache, dass die kanadischen Jungs, die in der DEL spielen hier die Möglichkeit bekommen das Trikot mit dem Ahornblatt überzustreifen. Diese Chance bekommt man nicht so oft und so ist es immer etwas Besonderes für Kanada zu spielen. Wir haben zwar hier keine großen Möglichkeiten gemeinsam zu trainieren, aber dennoch macht es viel Spaß. Die Fans hier in Deutschland waren schon sehr besonders.



Welche Musik hast Du vor dem Spiel gehört? Du warst immer sehr fokussiert?

Freddy: Ich habe immer schon viel Musik gehört, das ist bei mir zur Routine geworden, meistens war es Hip-Hop.



Was war für Dich der beeindruckteste Moment in Deiner Karriere?

Freddy: Das war das erste NHL Spiel. Danach gab es noch viele besondere Momente in meiner Karriere, z.B. für das Team Kanada zu spielen, das war etwas ganz besonderes für mich. Ich habe in allen Ländern sehr nette Leute kennen gelernt und möchte überhaupt nichts missen. Russland war sehr große Erfahrung für mich.


Wie denkst Du über den NHL Lockout?

Freddy: Ich finde, dass es sehr enttäuschend für die Fans ist, denn in Amerika und Kanada ist der Eishockeysport sehr bedeutend und wenn nicht gespielt werden kann, dann fehlt den Leuten etwas. Das Positive daran ist, dass die anderen Länder die NHL Spieler verpflichten können und die Fans in Europa in den Genuss kommen diese Spieler einmal hautnah zu erleben.



 


Autographed Puck Freddy Brathwaite
Ein Original unterschriebener Puck vom Ex-Goalie der Mannheimr Adler Freddy Brathwaite.

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