Interview mit Daniel Lupzig von den Hannover Scorpions

Interview Lupzig

(Interview) (Louis Biernacka) eishockey-online.com hatte die Möglichkeit, Daniel Lupzig von den Hannover Scorpions zu interviewen. Der sympathische Stürmer gab ebenso ehrliche, wie emotionale Antworten auf den Saisonverlauf der Scorpions, sowie zu seiner Person! Wie es in seiner Karriere weiter geht und wie er seinen Sommer verbringt.

 

 

Eishockey-Online: Hallo Daniel, vielen Dank für deine Zeit. Die Saison ist rum. Beschreib doch mal aus deiner Sicht den Saisonverlauf, wie zufrieden bist du?
 
Daniel Lupzig: Ich denke persönlich das komplette Team, der komplette Verein war nicht zufrieden. Die letzten Jahre waren die Scorpions immer oben mit dabei.  Wir hatten große Ziele mit einem neuen Trainer und jungen Spielern, welche nicht erreicht wurden. Probleme waren nicht immer nur die Verletzungen sondern auch Sachen innerhalb des Teams.
 
 
 
Eishockey-Online: Du hast grade schon deine Verletzungen angesprochen. Du warst diese Saison zwei Mal verletzt, was viele nicht wussten. Was war da los?
 
Daniel Lupzig: Ja, ich habe mir Ende Oktober den Unterkiefer gebrochen, wo mir eine Auszeit von 7 Wochen diagnostiziert wurden. Doch ich stand bereits nach einer Woche wieder auf dem Eis, was sich allerdings als falscher Ehrgeiz herausgestellt hatte. Ich war selber etwas unsicher, was man auch in der Intensivität bei meinem Spiel gesehen hat. Aber auf dem Eis musst du Vollgas geben, weil das jeder erwartet und das konnte ich in dem Moment nicht. Zum Ende der Saison kamen noch große Rückenprobleme dazu, welche aus der Schonhaltung bei der Kieferverletzung resultierten.
 
 


 

Eishockey-Online: Waren es vielleicht zu viele Neuerungen im Vergleich zur letzten Saison?
 
Daniel Lupzig: Wenn der Schuss nicht nach hinten los geht, hinterfragt keiner mehr die Neuerungen. Das größte Manko war vielleicht, dass zu viele Führungsspieler weg waren. Dazu noch die Verletzungen, da gab es einige Faktoren.
 
 
 
Eishockey-Online: Nach der Saison fusionieren ja die Hannover Scorpions bekanntlich mit den Wedemark Scorpions. Deine Gedanken dazu?
 
Daniel Lupzig: Ja..(lacht) Schwieriges Thema. Beide Vereine wollen nur das Beste als Gesamtkonzept, aber es ist auch schwierig für die einzelnen Spieler, da im Endeffekt zwei Mannschaften zu einer gemacht werden und noch neue Spieler geholt werden. Die andere Sache sind die Fans. Für die es dann ja in dieser Saison auch mehr oder weniger überraschend kam und man keinen Einfluss mehr hatte.
 
 
 
Eishockey-Online: Die letzten Spiele waren sehr emotional, es liefen viele Tränen. Wie erlebt man das als Spieler? Kommen da eventuell sogar Schuldgefühle?
 
Daniel Lupzig: Ja diese Frage habe ich mir im Nachhinein auch gestellt. Wäre es anders gekommen, wenn der Erfolg da gewesen wäre. Aber das wissen wir nicht. Ich bin selbst ein emotionaler Spieler, der mit Leib und Seele in Hannover war und wenn du dann die Fans siehst, die dich eine Stunde nach einer Niederlage gegen Timmendorf nicht vom Eis gehen lassen wollen, hast du natürlich eine gewisse Wehmut. 
 
 
 
Eishockey-Online: Wie geht es für dich persönlich nächste Saison weiter?
 
Daniel Lupzig: Die Saison ist noch nicht lange vorbei, aber ich als Spieler hab es persönlich lieber, mich früh festzulegen. Ich werde auf jeden Fall mit mehreren Vereinen reden. Ich bin jetzt 27 und im besten Alter und fühl mich wieder wohl. Werde im Sommer hart trainieren und hoffe dann, wieder eine größere Rolle im Team einnehmen zu können, was ich vor zwei Jahren definitiv hatte. Ich kann eine Mannschaft führen und zusammenhalten.
 
 


Eishockey-Online: Kommen wir zu dir als Person. Wie sieht dein Sommer aus, gibt es da Rituale, die du hast?

 
Daniel Lupzig: Das Erste was ich immer nach der Saison mache, ist wieder schön bayrisch frühstücken (lacht). Das bleibt während der Saison auf der Strecke. Aber dann werde ich mich meinem großen Hobby dem Reisen zuwenden und interessante Ziele auf der Welt erkunden. 
 
 
 
Eishockey-Online: Wie waren deine ersten Schritte im Eishockey?
 
Daniel Lupzig: Ich komme aus einer Eishockeyfamilie. Meine Cousins waren sehr erfolgreich, bis hin zur Olympiateilnahme von Andy Lupzig. Als Kind bin ich schon über das Eis gelaufen und es wurde mir nahe gelegt, Eishockey zu spielen. Ich hatte aber immer freie Wahl und bin froh über wie es verlaufen ist. 
 
 
 
Eishockey-Online: Wenn man dich spielen sieht, erkennt man deine Leidenschaft, deinen Einsatz und den Wille für das Team alles zu geben. Hast du ein Vorbild wovon du dir das abgeschaut hast?
 
Daniel Lupzig: Danke für die Worte. Ich bin aber eher ein Spieler der kein Vorbild hat, aber ich bewundere das Können anderer Spieler. Grade Deutsche in der NHL finde ich stark. Mein Kumpel Tobi Rieder ist da so eine Person.
 
 
 
Eishockey-Online: Was macht ein Daniel Lupzig abseits des Eises?
 
Daniel Lupzig: Ich bin jetzt mit meinem Studium fertig geworden und überlege mein Diplom vollständig abzuschließen. Ansonsten reise ich wie gesagt sehr gerne und liebe gutes Essen. Natürlich spielen auch Freunde, Freundin und Familie eine große Rolle.
 
 
 
Eishockey-Online: Abschließende Frage, wie fällt dein Fazit nach zwei Jahren Hannover Scorpions aus?
 
Daniel Lupzig: Absolut positiv. Tolle Fans, ich wurde super aufgenommen und habe hier grandiose Jahre verbracht. Ich kann diesem Verein nie etwas schlechtes nachsagen. Ich habe gerne hier gespielt und mit Stolz den Skorpion getragen. Das Ende war etwas abrupt, aber ich fühle mich jetzt zu neuen Aufgaben bereit und bereite mich mit voller Elan auf die neue Saison vor!
 
(Foto Hoffmann/eishockey-online.com)

 


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