Interview mit Ex-DEL Torhüter Markus Janka von den Tölzer Löwen

markus janka 2016 10

 

(Interview) (Christian Diepold) Markus Janka ist ein Ex-DEL Torhüter der in seiner Karriere 180 DEL Spiele für die Schwenninger Wild Wings, Kassel Huskies, Krefeld Pinguine, Straubing Tigers und den ERC Ingolstadt bestritten hat. In der Saison 2013/2014 wurde er zusammen mit dem ERC Ingolstadt deutscher Meister. 

 

 

Seine Karriere begann er bei seinem Heimatverein Geretsried (Oberliga, Bayernliga). In der Zeit von 1997-2000 nahm er auch an einer U18 und zwei U20 Weltmeisterschaften für die deutsche Eishockey Nationalmannschaft teil. Im Jahr 2000 folgte der Wechsel zu den Schwenninger Wild Wings für die er in der DEL debütierte und zwei Jahre lang im Trikot der Schwarzwälder auflief.  2002  nahm er als dritter Torhüter neben Marc Seliger und Robert Müller an der Eishockey Weltmeisterschaft in Schweden teil.

 

 

Im Zeitraum 2002-2007 folgten Stationen bei den Kassel Huskies (DEL), Eisbären Regensburg (DEL2), Krefeld Pinguine (DEL), EV Duisburg (DEL2), Wölfe Freiburg (DEL2), bevor er zur Saison 2007/2008 zu den Straubing Tigers wechselte, für die Markus Janka danach drei Jahre lang aktiv war. Nach seiner Zeit bei den Straubing Tigers wechselte er zum Ligakontrahenten ERC Ingolstadt, wo er in vier Jahren 65 Spiele bestritt und 2013/2014 die deutsche Meisterschaft feiern konnte.

 

 

Mit dem Wechsel zu den Schwenninger Wild Wings (2014) heuerte er bei dem selben Club an, wo er seine ersten DEL Spiele bestritt. Während der Saison 2014/2015 beschloss er sich aus dem Profigeschäft zurück zuziehen und im Familienbetrieb einzusteigen. Aus diesem Grund entschied er sich zum Wechsel zu den Tölzer Löwen in die Oberliga.

 

 

Seit zwei Jahren spielt Markus Janka bei den Tölzer Löwen und wurde dieses Jahr Oberligameister Süd 2016/2017. eishockey-online.com hat sich mit dem Ex-DEL Torhüter unterhalten.  




Markus, es läuft bei Euch alles nach Plan. Oberligameister Süd nach der Vorrunde, die wenigsten Gegentore der Liga, Viertelfinale mit einem Sweep gegen Landshut gemeistert, so kann es weitergehen, oder?


Markus Janka: Ja das kann man so sagen, wobei die Serie gegen Landshut schwierig war. Landshut hat sich im Verlgeich zur Hauptrunde enorm verbessert und in Spiel 2 haben wir ja mit harter Arbeit und der notwendigen Portion Glück, Sekunden vor dem Ende den Ausgleich erzielt und dann in der Overtime gewinnen können. Jetzt schauen wir auf die nächsten Aufgaben.

 

 


Ihr habt jetzt über 2 Wochen Pause, wie findest Du diese Pause? Ist es nicht besser wenn man im Playoff-/Wettkampfmodus bleibt?


Markus Janka: Das kann man von beiden Seiten betrachten und für gut oder negativ auslegen. Auf der einen Seite haben wir ein paar angeschlagene Spieler, denen diese Pause zur Regeneration sehr gut tut, auf der anderen Seite ist man im Wettkampfmodus mit Spielen alle paar Tage voll auf die nächsten Aufgaben fokusiert und hat kaum Zeit sich abzulenken. Wir müssen diese Regenartionsphase jetzt nutzen und die Spannung und die Konzentration dann kurz vor dem nächsten Spiel in zwei Wochen wieder hochfahren.

 

 


Deine ersten DEL Spiele hast Du in Schwenningen gemacht, deine letzte DEL Station war ebenfalls bei den Wild Wings, Zufall?


Markus Janka: Das ist richtig, als ich aus Schwenningen erfahren habe, dass da ein Platz für mich frei ist, habe ich dieses Angebot gerne angenommen, ich hatte zu Beginn meiner Karriere eine sehr schöne Zeit im Schwarzwald und so kam dieser Wechsel dann zustande. Es ist immer einfacher wenn man einen Verein schon kennt.

 

 

 

 

Wie kam es zum Wechsel zu den Tölzer Löwen?

 

Markus Janka: Es war so, dass ich in der letzten DEL Saison in Schwenningen die Entscheidung getroffen habe, meine Profikarriere zu beenden und mich dem Familienunternehmen (Ehgartner Entsorgungsbetrieb seit 1960) zu widmen und so kam der Kontakt zu den Tölzer Löwen. Der Betrieb und unser Wohnsitz sind in Geretsried und damit nicht weit weg von Bad Tölz und Lust auf Eishockey hatte ich auch noch, also kam mir diese Möglichkeit sehr entgegen.

 

 


In Tölz hat man ja noch die Chance auf eine DEL2 Qualifizierung, würde das Deine Entscheidung die Fanghand an den Nagel zu hängen nochmals in Frage stellen?


Markus Janka: Nein, ich habe mich bereits in unseren Familienbetrieb beruflich komplett integriert und arbeite dort in einer normalen 40h Woche, trainiere und spiele nebenbei. Ich bin auch in einem normalen Alter wo man sich dann dem Beruf und vorallem der Familie widmen sollte, meine zwei kleinen Kinder sollen vom Papa auch noch etwas ausserhalb des Eishockey haben. Aus sportlicher Sicht ist es für mich auch wichtig, dass ich meine Leistungen noch bringe und der Mannschaft damit helfe und in der DEL2 müsste man dann wieder häufiger trainieren und das alles neben dem Beruf und der Familie, das möchte ich mir nicht mehr antun. Meine Eishockeyprofikarriere war lang und schön und jetzt ist Zeit für etwas anderes.



 

 

Welches war Dein bislang sportlich größtes Erlebnis?

 

Markus Janka: Das war die Meisterschaft 2013/2014 mit dem ERC Ingolstadt. Ich war zwar nur Backup Goalie mit wenigen Spielen, aber die Stimmung in der Mannschaft war so einzigartig, da war es fast schon egal wer spielt und wer nicht, wir sind alle auf einer Welle geschwommen, der Teamspirit war unbeschreiblich und das war ein ganz besonderer Erfolg in meiner Karriere.

 

Dann fällt mir noch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Schweden ein, die kam völlig ungeplant, da Christian Künast die WM absagen musste und ich dann nachnominiert wurde. Leider kam es zwar zu keinem Einsatz, aber trotzdem war die gesamte WM-Atmosphäre auch etwas einzigartiges.

 

 

 

Hast Du Deine Goaliemasken aus Deiner Karriere zu Hause?

 

Markus Janka: Leider nein, ich hätte gerne alle, aber im Eishockey ist es leider so, dass die Clubs nicht im Geld schwimmen und so wurden einige meiner Masken nach der Saison verkauft. Das ist natürlich schade, weil man ja in den Masken einiges erlebt und den ein oder anderen Pucktreffer auch abbekommen hat.

 

 


5 Kurzfragen an Markus Janka

 

 

Lieblingsessen? Böfflamott

Lieblingsgetränk? Helles

Heimat? Bayern, Geretsried
Hobbies? Tennis, Kinderanimateur :-)
Spleen? Viele, z.B. die Reihenfolge des Anziehens...

 

(Foto eishockey-online.com)


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