Interview mit Blaine Down von den Iserlohn Roosters

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(Interview) (Ivo Jaschick) 34 Jahre liegen zwischen seiner Geburt in Oshawa, Kanada (16.07.1982)und heute. Nach sehr erfolgreichen Jahren in der amerikanischen OHL (Meister mit den Barrie Colts), AHL, Italien, Dänemark (2 x Meister mit Herning Blue Fox, Schweiz (Meister mit Zürich), wechselte er nach Straubing.

 

 

Vor dieser Spielzeit ist er aus Straubing ins Sauerland gewechselt,wo der linksschießende Stürmer seinen Torinstinkt wieder zurückgefunden zu haben scheint. Nach zuletzt zwei nicht so erfolgreichen Jahren in Straubing, versuchte er sein Glück mit einem Tapetenwechsel und zog nach Iserlohn.

 

 

Leider hatte das zuletzt so erfolgsverwöhnte Rooster-Team aus diversen Gründen keinen guten Start in die Saison, doch nichts desto trotz konnte Down zeigen, warum er geholt wurde. Mit seinem 16. Tor (Short-Handed-Goal) sowie 13. Assist steuerte der Angreifer zwei Skorerpunkte zu diesem wichtigen 3:1 Sieg gegen die Fischtown Pinguine bei. Nach der Partie nahm er sich noch die Zeit zu einem kurzen Gespräch mit Ivo Jaschick von eishockey-online.com

 


Zu allererst: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg über die Fischtown Pinguine! Ihre Erwartungen an den bisherigen Verlauf dieser Saison wurden bestimmt nicht erfüllt – oder?


Blaine Down:  Was für eine Frage – natürlich bin ich, genauso wie der Rest der Mannschaft, vom Verlauf dieser Spielzeit enttäuscht! Wir hatten uns so viel vorgenommen. Wir wollten unter den >Top-Six< landen, uns dort etablieren! Unser Minimalziel war ein Platz unter den ersten 10 Teams und die damit verbundene Teilnahme an den Playoffs! Ja, wir sind alle ziemlich enttäuscht, aber wir versuchen jetzt noch alles, was in unserer Macht steht!

 

 


Sie haben bisher 16 Tore erzielt und 13 vorbereitet – sind Sie persönlich mit dieser Ausbeute zu-frieden?


Blaine Down:  Nach den letzten beiden Jahren, als es bei mir nicht so toll lief, ist es doch wieder – ohne jede Frage – ein erhabenes Gefühl einige Punkte zum Erfolg meiner Mannschaft beitragen zu können! Heute kamen wieder zwei dazu, klar erfreut mich das, doch ich bin nie mit der erzielten Anzahl an Punkten zufrieden! Aber ich bin zufrieden, wenn ich auch weiterhin gesund bleibe und meinen Teamkollegen mit Skorerpunkten zu weiteren Siegen verhelfen kann!

 

 


Mit dem Rauswurf von (Blair) Jones und (Matt) Halischukwurden die Roosters über Nacht zu einem neuen Team!


Blaine Down: Ja, das ist wirklich schwer zu erklären! Beide sind eigentlich großartige Typen – auf dem Eis und auch in der Kabine! Es ist wirklich eine sehr schwer zu beantwortende Frage – vielleicht haben wir jetzt auch einfach nur mehr Glück, oder wir agieren auch mit größerem Einsatz aus purer Verzweiflung, da wir jetzt einen relativ kleinen Kader haben! Wir sind einfach gezwungen, noch enger zusammenzurücken und jeder muss für jeden laufen!

 





Heute hatte Bremerhaven direkt zu Beginn zwei Mann mehr auf dem Eis – die Roosters haben diese prekäre Situation heil überstanden! Kann so ein „Erfolg“ das Spiel beeinflussen?


Blaine Down: Niemand möchte eine 3 gegen 5 Situation haben, erst recht nicht zu Hause – aber auch da hat man den Zusammenhalt gesehen: jeder hat sich in die Schüsse geschmissen, jeder hat alles gegeben. Chet(Pickard – Goalie) hat mehrere fantastische Rettungstaten vollbracht und uns damit im Spiel gehalten! Jeder konnte sich auf den anderen verlassen!

 

 


Was für ein Gefühl ist es in so einem >Madhouse<, in so einem Stadion „voller Eishockeyverrück-ten“ zu spielen?


Blaine Down:  Es ist schon verrückt, egal ob in guten, wie wir jetzt sehen, oder in schlechten Zeiten, wie wir den Großteil der Saison gesehen haben, unsere Fans stehen hinter uns. Es ist einfach ein Fan zu sein, wenn es gut läuft! Und daher freut es uns umso mehr, dass wir jetzt wenigstens einige Siege, einige Punkte für unsere Fans hier gewinnen.

 

 


Heute haben Sie eins von zwei Unterzahltoren erzielt – wäre es eventuell eine Überlegung wert, das ganze Spiel in Unterzahl zu spielen?


Blaine Down:  (lachend) Nein, nein, nur das nicht! Wir konnten nur auf neun Angreifer zurückgreifen. Wir haben schon so einen kleinen Kader und dann fehlen auch noch Spieler auf Grund von Verletzungen – da können wir uns nicht erlauben nur >shorthanded< zu spielen. Zu den beiden Unterzahltoren gehört natürlich auch ein wenig Glück – aber, nein, ich möchte eigentlich nie in Unterzahl spielen.

 


Herzlichen Glückwunsch und noch viel Glück!

(Foto Heike Feiner)


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