Interview mit dem dem Ex-NHL Spieler Brandon Prust von den Thomas Sabo Ice Tigers (deutsche Version)

Brandon Prust Icetigers

 

(Interview) (Birgit Eiblmaier) Mit Brandon Prust ist den Thomas Sabo Ice Tigers wieder ein NHL-Karäter ins Netz gegangen. Der 32jährige Kanadier bestritt in der besten Eishockeyliga der Welt (NHL) 486 Spiele (40 Tore / 75 Assist). In den letzten 10 Jahren spielte Brandon Prust für die Calgary Flames, Phoenix Coyotes, New York Rangers, Montreal Canadiens und bis zu seinem Wechsel nach Nürnberg für die Vancouver Canucks. Neben den fast 500 NHL Spielen kommen noch 230 Spiele in der American Hockey League (AHL).

 


Im Trikot der Thomas Sabo Ice Tigers konnte der Kanadier in bislang 21 Partien 7 Punkte erzielen (3 Tore / 4 Assistst). eishockey-online.com Reporterin Birgit Eiblmaier hat sich mit den Neuzugang in Nürnberg zum Interview getroffen.

 


Wann hast Du angefangen Eishockey zu spielen ?

 

Brandon Prust: Ich habe im Alter von 4 Jahren angefangen zu spielen. In meiner Heimatstadt gab es eine Nachwuchsmannschaft – da bin ich immer hingegangen und habe zugeschaut. Aber bei mir zuhause ist es eh so das man in dem Moment, in dem man laufen lernt, auch gleich lernt auf Schlittschuhen zu laufen.

 

 

 

Hattest Du so etwas wie Vorbilder oder Idole ?

 

Brandon Prust:  Ja, eines meiner größten Vorbilder war immer Wendel Clark von den Toronto Maple Leafs. Er war „Alternate Captain“, er teilte Checks aus, er schlägerte sich auf dem Eis und erzielte Tore -  ich wollte immer genauso sein wie Wendel Clark.

 

 

 

Konntest Du Dir damals schon vorstellen Profi-Eishockeyspieler zu werden ?

 

Brandon Prust:  Mein Dad erzählt immer das ich schon mit 5 oder 6 immer gesagt habe das ich später mal in der NHLspielen möchte. Das war schon immer ein großer Traum einfach gewesen. Und ich war wohl auch immer der Meinung gewesen genug dafür getan zu haben um den Sprung auch wirklich zu schaffen.

 

 

 

Angenommen es hätte nicht geklappt mit der Eishockeykarriere - was hättest Du Dir sonst noch vorstellen können ?

 

Brandon Prust:  Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Als ich auf der High School war, war es gar nicht so sicher ob es mit der Karriere klappen wird und ich hatte mich vorsichtshalber für eine Ausbildung als Feuerwehrmann beworben. Aber glücklicherweise hat es dann doch geklappt und ich bin Profi-Eishockeyspieler geworden.

 

 

 

Schon witzig – so einige Profis konnten sich das vorstellen oder sind sogar nach ihrer aktiven Zeit als Eishockeyspieler noch Feuerwehrmann geworden. Woran liegt das ?

 

Brandon Prust: Das liegt vielleicht daran das man da auch im Team arbeitet. In der Feuerwehr ist das fast genauso wie in einer großen Familie. Man sorgt sich auch immer um Andere und beschützt sie – und ein bißchen ist das im Eishockey ja auch so.  Es ist eine Aufgabe und macht einen natürlich auch stolz.

 

 


Hier wird ja auf einer größeren Eisfläche gespielt - war das eine große Umstellung für Dich ?
 
Brandon Prust:  Es geht eigentlich. Natürlich muss man sich etwas umstellen und man muß sich anpassen weil die Spielzüge demzufolge auch etwas anders sind und man auch mehr Zeit hat den Puck zu spielen. Aber letztendlich ist es immer noch dasselbe Spiel.

 

 

 

Du scheinst immer sehr viel Spaß auf dem Eis zu haben – stimmt das ?

 

Brandon Prust: Natürlich – deswegen spielen wir doch alle Eishockey. Wenn es Dir keinen Spaß mehr macht solltest Du Dir Gedanken machen und Dir etwas Anderes suchen. Ich mache immer ein paar kleine Späße – um meine Teamkameraden anzustecken. Damit wir alle Spaß haben. In meinen Augen ist das sehr wichtig.

 





Du hast als Rückennummer die #8 – Was hat es damit auf sich?

 

Brandon Prust: Ich war schon immer Fan der Dallas Cowboys und es gab einen Quarterback der die 8 getragen hat. Außerdem hat mir die „8“ schon immer gefallen. Selbst als Kind hatte ich schon die Rückennummer 8 und dabei ist es einfach auch geblieben.

 

 

 

Bist Du wohl ein großer American Football Fan ? Was denkst Du wer den Superbowl gewinnt ?

 

Brandon Prust: Ja, bin ich wirklich. Mein Dad ist ebenfalls Fan der Dallas Cowboys und ich bin damit groß geworden. Ich hoffe ja das Atlanta den Superbowl jetzt gewinnt, denn die anderen Teams mag ich alle nicht.

 

 

 

Was waren bisher Deine schönsten Erlebnisse im Laufe Deiner Karriere ?

 

Brandon Prust: Ich stand bisher zweimal im Conference Final – das sind unbestritten die besten Momente in meiner bisherigen Eishockeylaufbahn. Einmal mit den Montreal Canadiens gegen die New York Rangers und einmal mit den New York Rangers gegen die New Jersey Devils. Nun gut, beide Serien hatten wir in Spiel 6 verloren dann. Aber das sind Momente, die vergisst man nicht – da verfolgen Millionen von Leuten das  Spiel und man war halt schon so nahe am Stanley Cup Finale dran. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.

 

 

 

Wie hast Du bisher denn die Fans so erlebt ?

 

Brandon Prust: Ich kann mich glücklich schätzen, denn ich hatte überall bisher eine tolle Zeit, egal wo es war. Aber die Fans hier sind wirklich unglaublich. Sogar meine Verlobte war überwältigt und mein Dad und mein Onkel, die ja hier zu Besuch waren, waren aus dem Häuschen. So etwas gibt’s „drüben“ gar nicht – höchstens beim Fußball.  Es ist schon ein tolles Gefühl wenn die Fans deinen Namen rufen – wie eben zum Beispiel nach meiner Schlägerei mit Wolf. Das ist schon ein irres Gefühl.

 

 


Wie kam es das Du Dich entschieden hast in Deutschland zu spielen ?

 

Brandon Prust: Ich hatte ja einige Monate mit den Leafs trainiert und die Zeit schritt immer weiter voran – bis es dann einfach an der Zeit war eine Entscheidung zu fällen. Danny Syvret ist ja ein sehr guter Freund von mir und er hat mir vom Team erzählt. Und davon, das   man um die Meisterschaft mitspielt und überhaupt hat er mir viel von der Stadt und so erzählt. Daher passt das für mich und ich ergriff die Gelegenheit. Außerdem liegt mir die Spielweise im deutschen Eishockey.

 

 


Was hat es eigentlich mit dieser „ Hockey Wife Realtity TV Show“auf sich?

 

Brandon Prust: Das ist mehr so ein Ding meiner Verlobten und ist für ihre Karriere. Es ist halt eine kanadische Show mit und über Frauen, deren Partner Eishockeyspieler sind. Es war auch wirklich ein paar Tage ein Filmteam hier und die haben gedreht – aber darum kümmere ich mich ehrlich gesagt gar nicht so sehr. Für meine Verlobte ist es halt gut da sie Model und TV Moderatorin ist. Und da war das natürlich eine gute Gelegenheit für sie.

 

 


Erzähl mir bitte ein bisschen über Deine Stiftung „ Prusty4Kids“ !

 

Brandon Prust: Ich habe in meiner Heimatstadt eine Stiftung gegründet sie sich „Prusty4Kids“ nennt. Wir sammeln Gelder für bedürftige, kranke Kinder. Wir unterstützen sehr viele Kinderhilfsprogramme und haben auch eine Aktion ins Leben gerufen die sich „Kinder gegen Krebs“ nennt  - die ist aber nicht nur für an Krebs leidende Kinder da sondern allgemein für kranke Kinder.

 

Wir kümmern uns um die Kinder, unterstützen sie und lernen mit ihnen zum Beispiel bestimmte Atemtechniken und wie man mit all den Schmerzen und den vielen Spritzen und Nadeln am Besten umgeht. Von hier aus kann ich natürlich nicht soviel dazu beisteuern, aber ich bin immer auf dem Laufenden. Einer meiner besten Freunde nimmt mir sehr viel Papierkram ab und kümmert sich um das Tagesgeschäft. Und wenn ich im Sommer zuhause bin kümmere ich mir sehr viel um die Stiftung. Es macht viel Freude und ich bin sehr stolz darauf.

 

 


Wie verbringst Du überhaupt den Sommer ?

 

Brandon Prust: Ich habe ein Haus und entspanne sehr viel. Aber natürlich bereite ich mich auch wieder auf die anstehende Saison vor.

 

 


Mittlerweile bist Du ja schon ein paar Monate in Deutschland – wie steht es um Dein Deutsch ?

 

Brandon Prust: Nicht so gut. Ich kenne gerade mal die Begrüßungsfloskeln, aber weiß immerhin auch schon was ich sagen muss wenn ich im Restaurant bezahlen möchte und wie man sich zu prostet.

 

 

 

Wer sitzt denn neben Dir in der Kabine und welche Musik würdest Du aussuchen wenn es nach Dir ginge ?

 

Brandon Prust: Ich sitze zwischen Joker und Yasin – da war einfach noch ein Platz frei. Was Musik anbelangt bin ich sehr vielseitig, das ist immer tages- und stimmungsabhängig. Ich höre Hip Hop, Rap, Akkustikmusik, Rock – aber auch auch z.B. Ed Sheeran oder Lukas Graham.

 

 

 

Vielen Dank Brandon für dieses Interview! Wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin Alles Gute und den Thomas Sabo Ice Tigers viel Erfolg in den Play-Off!



(Foto Birgit Eiblmaier)


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