Interview mit Gerald "Jerry" Kuhn, dem Goalie der Fischtown Pinguins

Kuhn 39 Bremerhaven1

 

(Interview) (Ivo Jaschick) Am 20. März 1986 erblickte ein kleiner süßer Fratz im Hause Kuhn in Southgate, Michigan, das Licht dieser schönen Welt, der auf den Namen Gerald >Jerry< hören sollte. Durch den Urgroßvater mit einem deutschen Pass ausgestattet, das Talent von seinem Großvater geerbt brachte ihn sein Vater zum Eishockey.

 

 

Schon bald war sein Werdegang klar – nachdem er sich durch die verschiedensten Ligen bis in die East Coast Hockey League (ECHL – 3. Liga) hochgearbeitet hatte, kam er dank seines deutschen Passes nach Krefeld, als Backup der unumstrittenen # 1 Tomas Duba, um später in Bremerhaven in der DEL2 und im Jahr darauf in Deutschlands Eliteliga zu landen. Nach einem 4:2 Erfolg in Krefeld – an dem er keinen geringen Anteil hatte – stand er eishockey-online.com gerne zur Verfügung:

 

 

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg hier in Krefeld! Was bedeutet es Ihnen hier, nach Krefeld zurückzukommen?


In irgendeiner Art und Weise ist es schon ein bisschen komisch, obwohl ich hier ja nicht sehr lange war. Wir haben hier auch Freunde gewonnen, mit denen wir immer noch in Kontakt stehen. Ich kenne das ja noch aus meiner Zeit hier, dass die Atmosphäre, die Stimmung einfach fantastisch ist. Die Fans sind großartig, stehen hinter der Mannschaft, feuern sie an, obwohl die Pinguine gerade eine sehr harte Zeit durchleben. Krefeld ist eine Eishockeystadt und die Menschen hier lieben den Sport. Aber nichts desto trotz war dieser Sieg sehr wichtig für uns!

 

 


Können Sie Bremerhaven mit Krefeld vergleichen? Die Fans, die Stadt!


Ich weiß nicht so richtig, ob ich da einen Vergleich ziehen kann, da wir damals in der Doppelrunde mit an der Spitze der Liga standen, um dann in der ersten Runde der Playoffs auszuscheiden. Aber wir waren davor doch sehr erfolgreich und daher etwas ganz Spezielles. Und das ist der Punkt, der dem Vergleich mit der jetzigen Situation in Bremerhaven standhalten kann – auch dort ist es etwas Besonderes, da wir das erste Jahr in der DEL spielen. Wir haben keine speziellen Erwartungen, Vor-gaben an diese Saison! Aber ich denke, dass wir alle Skeptiker, die nichts auf uns gegeben, bzw. uns als >Kanonenfutter< gesehen haben, doch eines besseren gelehrt haben. Und es ist mehr als ‚cool‘, ein Teil dieses Geschehens zu sein!

 

 


Sie kennen noch einige Krefelder Spieler! Wie ist es jetzt gegen Ihre ehemaligen Mitspieler im Tor fast alle Einschussmöglichkeiten zunichte zu machen?


Das macht schon riesigen Spaß! Ja, aber wohl nur weil Sie gewonnen haben!Klar, absolut! Krefeld hat schon einige sehr gefährliche Angreifer in den Reihen. Ich möchte hier nur (Daniel)Pietta erwähnen, der einer der besten in der Liga ist! Hier sind noch einige, die ich aus meinem Jahr hier kenne – alles tolle Typen! Zuerst muss ich da natürlich meine Nerven in den Griff bekommen, aber dann geht es schon!

 

 


Die Geschichte der Fischtown Penguins liest sich wie ein modernes Märchen! Es beginnt auch mit: „Es war einmal … ein Zweitligateam, das plötzlich in der DEL spielte!“


Wir sind einfach etwas ganz Besonderes! Wir haben in der Kabine eine ganz spezielle Truppe, wir haben großartige, ganz spezielle Fans und tolle, ganz spezielle Leute in der Organisation. Und ganz ehrlich, wir kommen jeden Tag als Team, um alles zu geben. Die meisten von uns kamen nach Bre-merhaven, um in der DEL2 zu spielen und da wir nun eine Etage höher spielen, müssen wir uns natürlich beweisen. Das ist unsere Motivation und im Augenblick gelingt uns das recht gut! Aber wir müssen noch ein paar Wochen überstehen und am Ende stehen hoffentlich die Pre-Playoffs!

 

 


Sie spielen jetzt DEL und nicht DEL2 – hat sich dadurch auch Ihr Gehalt erhöht?


Nein, die Jungs, die einen Vertrag für die zweite Liga unterschrieben haben – ich bin im zweiten Jahr meines Vertrages – bekommen das, was im Vertrag steht! Aber das ist natürlich eine Option für die Jahre und Verträge, die jetzt kommen. Ich glaube schon, dass sich da etwas ändern wird!





 


Kommen wir mal zu Ihren Anfängen – wer war Ihr Kindheitsidol?


(wie aus der Pistole geschossen) Mike Richter (New York Rangers)! Er war einer der besten amerikanischen Goalies und das ist auch der Grund, warum ich mit seiner Nummer >35< spiele! Aber die Torhüter hatten es mir schon immer angetan – von jeher habe ich eigentlich zu allen Goalies bewundernd aufgeschaut. Tim Thomas (Boston Bruins), Evgeni Nabokov (San Jose Sharks) und wie sie alle hießen, bzw. heißen! Ich habe sie mir alle so oft es ging angeschaut – ich wollte von ihnen lernen! Ich habe alles gemacht, um die Pucks zu stoppen.

 

 


Warum haben Sie die Position des „Letzten Mannes“ ausgewählt und sind kein umjubelter Stürmer oder Verteidiger geworden?


Ich habe zwei jüngere Brüder – sie sind nicht mehr aktiv – und mein Vater fungierte bei uns im Keller als Coach. Mit meinem Faible für die Torhüter, unterrichtete ich meinen Daddy von dem Wunsch, Torhüter zu werden! Er stimmte zu, aber unter einer Bedingung, dass ich einer der besten Skater im Team werde. Im Alter von 10 Jahren war ich dann soweit zwischen die Metallpfosten zu gehen.

 

 


Haben Sie ein besonderes Geheimnis, warum Sie eine so gute Figur im Tor abgeben? Ich habe von einigen Torhütern gehört, dass Rotwein ganz gut helfen sollte!


Ich denke, mein Geheimnis ist kein Geheimnis. Sie können eigentlich jeden im Team fragen, ich arbeite unheimlich hart. Wenn Sie jemanden aus meiner Mannschaft fragen würden, jeder würde sagen, dass ich es bin! Wenn Sie eine andere Antwort bekämen, wäre es gelogen! Harte Arbeit, die Unterstützung meiner Frau und meiner Tochter in Kombination, sind die Voraussetzungen! Natürlich ein oder auch mal zwei Gläschen Rotwein zu einem guten Essen sind nicht verkehrt! Insofern stimmt es schon, dass Rotwein gut für Torhüter ist!

 


Viel Glück und bis bald!



(Foto Ralf Schmitt)


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