Interview mit dem Coach der Düsseldorfer EG Christof Kreutzer

deg kreutzer abstreiter 20112016

 

(Interview) (Ivo Jaschick) Nach einer scheinbar beruhigenden 5:2 Führung, machten es die Iserlohn Roosters im letzten Spielabschnitt noch einmal spannend. Doch Dank eines hervorragend disponierten Mathias Niederberger im Metallkasten der Düsseldorfer EG kam die >Hühner-Band< aus Iserlohn nur noch zum Anschlusstreffer 45 Sekunden vor dem Ende. Christof Kreutzer, Headcoach der Landeshauptstädter und Sieger im Kellerduell äußerte sich nach dem Match wie folgt:

 

 


Wie haben Sie den letztendlich doch verdienten 5-4 Erfolg Ihrer Düsseldorfer gegen die Iserlohn Roosters gesehen?


Ich denke, dass wir in den ersten beiden Dritteln schon sehr gut gespielt haben – im Gegensatz zum letzten Abschnitt. Da haben wir auch einiges an Chancen herausgearbeitet, die wir leider nicht verwerten konnten! Wir hätten auch noch das ein oder andere Tor schießen können, bzw. müssen. Aber nichts desto trotz war es letztendlich auch verdient, obwohl die Mannschaft zum Schluss doch noch ein wenig nervös geworden ist, dass Ergebnis nach Hause zu bringen - auf Grund der letzten Niederlagen. Dieser Nervosität ist es dann wohl zuzuschreiben, dass wir Fehler gemacht haben, die eigentlich nicht passieren dürfen. In den letzten Partien haben wir besser gespielt, aber verloren – am Ende zählen nur die Punkte! Deswegen bin ich jedenfalls mit den drei Punkten zufrieden!

 

 


Mathias Niederberger war heute wieder ein sicherer Rückhalt!


Mathias ist immer ein sehr wichtiger Spieler für uns und hält, was zu halten ist und mehr! Er war heute wieder ganz hervorragend und hat uns auch in den vergangenen Monaten immer den Rücken frei gehalten. Zum Schluss hat er uns die Punkte festgehalten!

 



 

 

Wie wichtig ist der „Eis-Opa“ Rob Collins für Ihr Düsseldorfer Team?


Man konnte heute, wie eigentlich immer, wieder sehen, wie wichtig dieser Spieler für uns ist. Nicht nur durch seine beiden Tore – auch durch seine Erfahrung und seinen tadellosen Einsatz bei jedem Einsatz zeigt er seine Qualitäten, er ist eine Führungspersönlichkeit. Er ist ein Vorbild für die jüngeren Akteure. So profitiert beispielsweise auch Max Kammerer von ihm – dessen Vater er fast sein könnte. Kammerer, aber auch wir können alle zufrieden sein, so einen erfahrenen Spieler in unseren Reihen zu haben!



Nach der letzten, hervorragenden Saison, haben Sie da nicht ein besseres Abschneiden Ihres Teams erwartet?


Ja, es ist immer sehr schwierig! Wir haben in den letzten zwei Jahren wirklich sehr gut gespielt und standen auch in der Tabelle gut da. Wenn man bedenkt mit was für einem Etat wir wirtschaften müssen und dass unser Kader nicht so hochkarätig besetzt war und ist, wie die anderer Teams, dann muss ich schon sagen, dass wir manchmal über unserem Limit gespielt haben! Das haben wir natürlich gerne mitgenommen! Dieses Jahr wusste ich, dass es wieder schwer werden würde, dass wir realistisch bleiben müssen und nicht davon ausgehen können, auf alle Fälle in die Playoffs zu kommen, sondern eher im Bereich der Plätze 7 bis 10 zu finden sein werden! Das ist so, das ist auch realistisch. Auch in dieser Saison ist noch die Chance da, dass wir es wieder schaffen! Zwar können wir es wohl nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, doch müssen wir alles dran setzen, unseren Job machen, die nötigen Spiele zu gewinnen!

 

 


Die Unterstützung der Zuschauer ist da, wenn auch bei weitem nicht mehr der Zuschauerzuspruch da ist, der damals an der Brehmstraße herrschte – fast jedes Spiel war ausverkauft!


Ja, das ist aber schon sehr lange her! Das waren noch ganz andere Zeiten! Wir haben durch unsere guten Auftritte in der DEL und hier im ISS Dome einen großen Zuschaueranstieg verzeichnen konn-ten. Die Fans waren begeistert von unseren Auftritten. Auch in dieser Saison sind, obwohl wir nicht so gut dastehen, sehr viele Leute da, die versuchen uns zu unterstützen! Der Dome ist meiner Meinung nach einer der schönsten Spielstätte in der DEL – und ich bin froh, hier sein zu können!

 


Noch einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg und viel Erfolg!

 

(Foto Birgit Häfner)


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