Interview mit Mathias Lange dem Goalie der Iserlohn Roosters

Mathias Lange 2016 1

 

(Interview) (Ivo Jaschick) 3:2 nach Penalty-Schießen gewonnen – der erste Sieg seit längerem, genauer gesagt, seit dem 3.1. und fünf Niederlagen. Einer der Garanten des Zwei-Punkte-Sieges war Mathias Lange, österreichi-scher Nationaltorwart und ruhender Pol im Metallgehäuse der Iserlohn Roosters. Nach diesem >Befreiungsschlag< stand der Goalie eishockey-online.com zu einem kurzen Gespräch zur Verfügung:

 


Welche Eigenschaften muss man als Goalie mitbringen, um so cool und abgeklärt zu agieren, wie Sie?


Zuerst einmal: Danke für die Blumen! Das ist sehr schwer zu sagen, denn jeder Torwart hat seine eigenen Eigenschaften und –heiten! Jeder, der diese Position wählt, muss seinen eigenen Weg finden, muss herausfinden, was wie für ihn auf dem Eis am besten funktioniert. Es hängt von vielen Faktoren ab, z.B. von der Körpergröße! Deswegen kann man nicht sagen, dass was bei dem einen klappt, funktioniert auch bei dem anderen. Jeder muss es schon für sich herausfinden!

 

 


Sie wirkten alle sehr abgeklärt und locker, was einen nach dem „Theater“ der letzten Woche mit der Suspendierung von (Blair) Jones und dem ‚Ausstieg‘ von (Matt) Halischuk verwundert!


Das war natürlich erst einmal ein Schock für uns! Das Management mit der sportlichen Leitung hat sich dafür entschieden, dass man den einen Spieler (Jones) gehen lässt und der andere hat sich dann auch entschlossen nicht mehr zu kommen! Klar, dass dies für uns als Mannschaft erst einmal ein Schock war, den wir verdauen mussten! Eigentlich will man als Spieler seine Teamkameraden nicht im Stich lassen! Und besonders unverständlich ist das auch noch, da wir einen sehr dünnen Kader wegen der Verletzungen haben.

 

Das hat aber auch zu einem >jetzt erst recht< geführt - junge, neue Spieler haben eine Chance erhalten und diese in den beiden letzten Partien auch genutzt. Das sind alles Entscheidungen vom Verein und da können wir als Spieler nichts beeinflussen! Wir sind jetzt gefragt, wir müssen unsere Leistung bringen, das können wir beeinflussen und da müssen wir das Beste draus machen!

 

 




Ging durch dieses einschneidende Erlebnis noch mal ein Ruck durch die Roosters?


Ja, auch mit unseren tollen Fans im Rücken haben wir uns in der Kabine noch mal zusammengerauft und haben uns gesagt: >Jungs, jetzt spielen wir einfach Hockey – wir wissen ja, dass wir alle Hockey spielen können. Die letzte Zeit war nicht gut, da war der Wurm drin! Wenn es mal nicht gut für ein Team läuft, gehen die Scheiben halt hinten rein und vorne trifft man das Metall oder einfach nicht das leere Tor. Das sind alles so Situationen die jeder Profi – Sportler schon durchlebt hat. Das ist so eine Talfahrt, die dann aber auch irgendwann ein Ende hat. Wir versuchen jetzt halt das Ende dieser Talfahrt so schnell es geht herbeizuführen, damit es wieder normal weitergehen kann. Heute haben wir uns gesagt, dass wir in erster Linie kämpfen und kompakt stehen müssen – und dann abwarten, was dabei herausschaut!

 

 


In Ihrer Form wäre die Nationalmannschaft durchaus ein Thema – wie sieht es aus, besteht noch Kontakt?


Ich habe jetzt seit zwei Jahren nicht mehr für Österreich aus den verschiedensten Gründen spielen können und hatte neulich ein kurzes Gespräch mit dem neuen Nationalteam-Trainer (Alpo Suhonen) gehabt. Da steht im Februar ein Turnier an, aber die DEL hat da keine Länderspielpause. Normalerweise gibt es ja auch hier diese Februarpause, wo die Nationalmannschaften zusammenkommen. In Österreich ist dies der Fall, die DEL pausiert nicht. Von daher war es natürlich keine Option für mich und ob wir nach der Saison noch einmal telefonieren, wird sich zeigen. Aber, wie gesagt, ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf den Rest der Saison mit den Roosters und danach werden wir sehen, wie es weitergeht!

 

 

 

Wie ist Ihre Meinung zu dem neuen Overtime-Format 3 – 3?


Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant! Es kommen viele Chancen zustande, für die Fans ist es gut, da es dabei auch, neben den Chancen, zu vielen Toren kommt. Für uns lief es aber bis dato nicht so gut, da wir auf alle Fälle öfters verloren, als gewonnen haben. Ich müsste nachschauen, aber wir haben – so glaube ich – erst einen Sieg bei drei oder vier Niederlagen einfahren können. Aber, nichts destotrotz, ist drei gegen drei sehr interessant!

 

 


Heute im abschließenden Penaltyschießen dank Ihrer famosen Leistung gewonnen! Was sagen Sie dazu?


Da spielt das Glück eine gewaltige Rolle. Ich habe heute die Absichten der beiden ersten Schützen gut >lesen< können, der andere landete an der Querlatte! Wie gesagt, wir haben heute Abend etwas mehr Glück gehabt und Gott sei Dank haben wir heute im Penalty-Schießen das Tor mehr gemacht!

 

 

Vielen Dank!



(Foto Heike Feiner)


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