Interview - Kyle DeCoste und Chad Niddery von den Hannover Scorpions

Interviewbild Niddery Decoste

 

(Interview) (Louis Biernacka)  Eishockey-Online Redakteur Louis Biernacka traf die beiden Hannover Scorpions Import-Spieler Chad Niddery (links)  und Kyle DeCoste (rechts) zu einem ehrlichen und interessanten Interview. Die beiden Kanadier sind dieses Jahr die tragenden Säulen bei den Hannover Scorpions in einer durchaus schwierigen Situation. Umso höher kann man ihnen ihre ehrlichen Worte anrechnen! Danke Jungs, es war uns eine Freude!

 



 
Vielen Dank für eure Zeit! Wie würdet ihr den Verlauf der aktuellen Saison bewerten?
 
Chad Niddery: Um ehrlich zu sein gab es viele Auf und Ab´s. Die vielen Abgänge und Verletzten haben es uns sehr schwer gemacht. Wir sind jetzt da, wo wir nicht sein wollten, aber wir müssen positiv bleiben und weiter arbeiten. Alles passiert aus einem Grund.
 
Kyle DeCoste: Ja absolut, für Chad und mich ist es schwer, da wir aus Teams kamen die diese Tabellenregionen nicht kannten. Wir haben aber ein Team mit guten Charakteren, das hart arbeitet und das ist, was weiter gemacht werden muss.



 

Ab jetzt geht es gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, hilft das den Schalter für den Rest der Saison umzulegen?
 
Kyle DeCoste: Klar sind die Chancen auf Siege höher, allerdings ist es nicht das was wir wollten. Wir wollten die Play Offs. Aber man darf jetzt nicht den Fokus verlieren es sind immer noch starke Teams, wo wir Top-Leistungen zeigen müssen.
 
Chad Niddery: Gut gesagt. Du musst jedes Spiel nehmen, als ob es Tilburg oder Duisburg ist. Nur so kommst du zum Erfolg.
 
 
 
Wie kam euer Kontakt zu den Scorpions zustande?
 
Chad Niddery: Mich hat Tomas Martinec angerufen während meiner Reha und ich dachte, dass sich meine Freunde einen Spaß erlauben, da niemand einem verletzten Importspieler eine Chance gibt. Dann hatte ich Gespräche mit dem Management und es passte einfach.
 
Kyle DeCoste: Mich hat Andrej Strakhov angerufen. Ich hatte Angebote aus dem Süden, aber meine Erfahrungen aus den letztjährigen Play-Offs haben den Ausschlag gegeben. Hannover war schon immer ein Team das hart arbeitet und da pass ich rein.
 
 
 
Spezielle Frage an dich Kyle, du führst die Teamliste in Strafminuten an, ist das ein Punkt an dem du arbeiten willst?
 
Kyle DeCoste: Ich hatte schon immer kleine Probleme mit Strafzeiten (lacht). Natürlich waren nicht alle nötig und ich probiere mich auch mehr zurückzuhalten, aber ich spiele gerne aggressiv und am Limit und ich mag den "In your Face"-Style.
 
 
 
Das Thema Verletzungen war bei euren Karrieren ein wichtiger Punkt. Gab es Momente an denen ihr an einen Rücktritt gedacht habt?
 
Chad Niddery: Als ich meine schwere Knieverletzung hatte (über 6 Monate Pause) dachte ich daran aufzuhören. Aber nicht weil mir die Leidenschaft fehlte, sondern ich einfach Angst hatte, keinen neuen Verein zu finden. Schlußendlich war es aber der Wille, der mich zurückgebracht hat.
 
Kyle DeCoste: Ja mit 3 Schulteroperationen hab ich schon eine Pause in der Karriere. Als ich an der Universität war, habe ich nicht gespielt für 1,5 Jahre. Doch als ich wieder in der Nähe meiner Heimat war, haben mich meine Freunde zurück auf das Eis gebracht. 5 Jahre später, hier bin ich wieder. Aber eine mentale Beeinträchtigung bleibt.
 
 
 
Habt ihr bestimmte Ritualien vor spielen oder seid ihr völlig "normal"?
 
Chad Niddery: Ich genieße vor jedem Spiel Kaffee. Ich sitze einfach da und denke darüber nach, wie gut es ist mit Eishockey sein Geld zu verdienen und wie gesegnet man ist, mit dem was man liebt, sein Geld zu verdienen
 
Kyle DeCoste: Ich bin relativ ruhig und fokussiert. Tape den Schläger immer gleich und ziehe immer den Linken Gegenstand als erstes an.
 
 
 
Was sind eure Leidenschaften abseits des Eises?
 
Kyle DeCoste: Im Sommer mache ich viele unterschiedliche Sportarten. Schwimmen, Golf und Angeln sind da meine Favoriten. Angeln in Kanada ist ein Traum.
 
Chad Niddery: Ich bin in Kanada auch immer am angeln oder campe in den Bergen. Ein Leben fernab der Stadt.
 
 
 
Habt ihr schon Gedanken über die Karriere nach der Karriere Gedanken gemacht?
 
Chad Niddery: Ja klar. Du hast den Gedanken häufig. Ich möchte meine eigene Firma haben, mein eigenes Business machen, aber nie den Kontakt zum Eishockey verlieren. Eine Eishockeyschule wäre ideal um Jüngeren die Erfahrung mitzugeben.
 
Kyle DeCoste: Sehe ich ähnlich. Der erste Schritt ist ja, dass wir die Universität abgeschlossen haben und das spätere Leben somit vorbereitet haben. Auch für mich wäre eine Eishockeyschule ein Traum. Anderen Leuten mit deiner Erfahrung helfen, das ist was ich möchte.
 
 
 
Berge oder Strand?
 
Chad Niddery: Berge / Kyle DeCoste: Berge
 
Backpacker oder Luxusurlaub?
 
Chad Niddery: Backpacker / Kyle DeCoste: Backpacker auf jeden Fall!
 
Vancouver oder Montreal?
 
Chad Niddery: Vancouver ganz sicher / Kyle DeCoste: Montreal, wegen der Altstadt
 
Lieblingsspieler?
 
Chad Niddery: Martin St. Louis/Joe Sakic / Kyle DeCoste: Steve Yzerman / Pavel Datsyuk
 
 
Interview: Louis Biernacka
Foto: TKH Photography
 
 

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