Interview mit Nationaltorhüter Timo Pielmeier vom ERC Ingolstadt

timo pielmeier 2017

 

(Interview) (Ivo Jaschick) Timo Pielmeier absolvierte 76 Partien für den Kölner Nachwuchs in der DNL, bevor er 2007 für fünf Jahre nach Nordamerika wechselte, wo er zwei Jahre bei den Junioren Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und drei in der East Coast Hockey League (ECHL), der American Hockey League (AHL) und ein Spiel für die Anaheim Ducks in der NHL absolvierte.

 

 

2012 kam er zurück nach Deutschland und schloss sich Landshut an. Im nächsten Jahr heuerte er in Ingolstadt an und errang direkt die erste DEL-Meisterschaft. Jetzt in seiner vierten Saison bei den Panthern ist auf den deutsche National Torhüter immer noch Verlass – mehr als Verlass. Beim 1:0 für seine Panther in dem Haifischbecken in Köln, war er der Garant für den Erfolg. Nach dem Match zog er für eishockey-online.com eine kurze Bilanz:

 


Timo Pielmeier – Köln scheint ein gutes Pflaster für Sie zu sein!


Was soll ich sagen, ich kehre immer wieder gerne nach Köln zurück! Ich habe sehr schöne Erinnerungen an Köln!

 





Auf der einen Seite alle Spiele gewonnen (Haie) in diesem Jahr – auf der anderen alle verloren! Mit welchen Erwartungen kamen Sie nach Köln?


Wir waren uns schon bewusst, dass wir mit einem sehr kleinen Kader anreisen und deshalb wussten wir, dass jeder seinen Job zu 100 % erledigen muss, sonst hätten wir keine Chance gehabt. Jeder musste auch die Kleinigkeiten richtig machen! Das Ganze hat mich ein wenig an die Meistersaison 13/14 erinnert. Wir haben sehr einfach gespielt, haben versucht die Scheibe aus unserem Drittel zu bekommen, haben Iceing gemacht, wenn es brenzlig wurde und haben so das Spiel runtergespielt. Die Jungs haben viele Schüsse geblockt und mir somit das Leben viel einfacher gemacht.

 

 


Damals kamen Sie mit 12 einsatzfähigen Spielern nach Krefeld, haben noch einen weiteren während des Spieles verloren – trotzdem gewonnen!


Ja, solche Spiele zu spielen, und dann noch zu gewinnen, sind unheimlich gut für die Erfahrung. So etwas schweißt zusammen – damals in Krefeld wussten wir, dass wir mit so einem kleinen Kader erfolgreich sein können! Wenn man so etwas erlebt, gibt es einem für die Zukunft unwahrscheinlich viel Selbstvertrauen. Wir wussten, dass jeder schlagbar ist, wenn man als Mannschaft auftritt! Siehe das heutige Spiel!

 

 


Wie haben Sie das Spiel hier im Haifischbecken erlebt?


Ich denke, dass es sehr ausgeglichen von Anfang an war. Auch die Strafzeiten waren ziemlich gleich verteilt, ja und dann haben wir ein ziemlich schmutziges, glückliches Tor gemacht (Abpraller reingestochert) und das hat dann Gott sei Dank gereicht!

 

(Foto Heike Feiner)


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