Interview mit dem US Boy Jack Combs, einem Goalgetter nach Maß von den Fischtown Pinguins

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(Interview) (Ivo Jaschick) Am 26. Januar 1988 im amerikanischen St. Louis, Missouri, geboren fühlte sich Jack sehr schnell zum Eishockey hingezogen. Obwohl er schon recht früh seine Vollstrecker Fähigkeiten unter Beweis stellte, wurde er nie gedraftet und spielte in den Minors. 2014/15 sammelte der Außen erste Erfahrungen in Europa und ein erster Kontakt nach Bremerhaven wurde geknüpft. Nach dem vorweihnachtlichen Match in Düsseldorf (2:4) hatte eishockey-online.com Reporter Ivo Jaschick ein nettes Gespräch mit dem Amerikaner:

 


Wie ich in Ihrer Biographie gesehen habe, kommen Sie aus dem schönen St. Louis in Missouri,  mit der tollen „Arche“, die die Pforte zum goldenen Westen symbolisieren soll und den >Blues<!


Ja, es ist wirklich eine ganz herausragende Stadt. Ich wohne ungefähr 10 Minuten von der Arche entfernt, also ziemlich zentral. Und da die St. Louis Blues, die im Scottrade Center beheimatet sind, auch sehr zentral liegen, bin ich auch sehr schnell dort!

 

 


Vielleicht können Sie uns mal erzählen, wie Sie zum Eishockeysport kamen!


Wie ich bereits erwähnt habe, wohnten und wohnen wir nahe am Stadion der Blues. Zuerst nahm mich mein Vater mit zu den Heimspielen und dabei fiel mir besonders ein Spieler  auf, der mitve-rantwortlich war für meine Entscheidung, dem Puck hinterherzujagen oder besser gesagt, die Hart-gummischeibe im gegnerischen Tor zu versenken – nämlich Brett Hull! Er verstand es nahezu perfekt die gegnerischen Mannschaften zu ärgern und ich war von seinem Spiel fasziniert – es machte einfach Spaß ihm zuzuschauen.

 

 

 

Ich hatte mich gefragt, wie Sie zu Ihrer Rückennummer >88< gekommen sind. Zuerst war mein Gedanke, dass Eric Lindros Ihr Idol gewesen ist und Sie ‚seine‘ Nummer gewählt hätten. Aber dann …


… richtig, haben Sie sich mein Geburtsjahr angeschaut und es stimmte mit der Rückennummer überein. Und das ist der einzige Grund warum ich die >88< habe!

 

 


Schaut man sich Ihre Statistiken an, fällt einem ins Auge, dass Sie fast genauso viele Tore erzielt haben wie vorbereitet – 422 Tore/ 433 Vorlagen! Sie lieben das Vollstrecken! Für Bremerhaven haben Sie schon 12 Tore und neun Assists (23.12.) erzielt!


Ich bekomme aber auch viele Gelegenheiten geboten, um die Dinger reinzumachen. Da ich um mich herum sehr gute Mitspieler habe, die mich mustergültig anspielen, fällt es mir relativ leicht, die sich mir bietenden Chancen zu verwerten. Und wir haben hier auch eine Hervorragende Truppe.

 





Sie haben viele Spiele in den amerikanischen Minors (OHL, CHL, ECHL, AHL) verbracht, aber haben auch in Russland und Schweden gespielt – wie kam es, dass Sie in Deutschland, in Bremerhaven, gelandet sind?


Schon in der letzten Saison trat man an mich heran und dieser Kontakt wurde über den Sommer noch intensiviert. Da habe ich mir gesagt, dass dies doch eine gute Chance für mich wäre, hier in der DEL Fuß zu fassen. Ich hatte mich natürlich umgehört und über das Eishockey hier informiert – hier bin ich! Es könnte nicht besser gelaufen sein!

 

 


Sie brachten ja auch schon Erfahrungen mit dem europäischen Eishockeystil durch Ihre Stationen in Russland und Schweden mit – worin liegen die Unterschiede zu Amerika?


Das ist die größere Eisfläche! Hier hat man schon eine Sekunde mehr Zeit, um sich zu entscheiden. Das klingt nicht viel, aber eine Sekunde bedeutet in diesem Sport sehr viel!

 

… und zu Russland und Schweden?


In der VHL waren sehr viele hochbegabte und sehr gut geschulte Akteure. Die Liga war sehr ausgeglichen und aus einem nicht ersichtlichen Grund fielen relativ wenige Tore. In Schweden wurde sehr hart gearbeitet und großer Wert auf die schlittschuhläuferischen Fähigkeiten gesetzt. Es sind sehr gute Ligen. Hier haben wir auch sehr viele begabte und erfahrene Spieler und ich genieße bis jetzt meine Entscheidung mich den Fischtown Pinguinen angeschlossen zu haben.

 

 


Also kann ich Ihren Ausführungen entnehmen, dass das Eishockey in Deutschland, speziell in Bre-merhaven, Ihnen am besten gefällt?


Ja, definitiv!

 

 


Mit anderen Worten, die deutschen Eishockey Fans können sich freuen, Sie noch einige Jahre in der DEL bewundern zu können?


Ich hoffe natürlich, dass ich mit meiner Leistung so überzeugen kann, dass ich die Chance habe, noch länger bei den Pinguinen spielen zu können.

 

 


Ihr Team ist ja so etwas wie der „Aufsteiger der Saison“!


Jeder hat erwartet, dass wir diese Spielzeit auf dem letzten Platz beenden werden. Aber wir arbeiten alle sehr hart an unserem Ziel nicht dort zu landen. Wir haben eine tolle Truppe, ein nahezu perfektes Umfeld, großartige Fans und wenn wir so weiterarbeiten, sind sogar die Playoffs drin.

 

 


Wie sehen Ihre persönlichen Ziele aus?


Ich habe mir keine bestimmten >Nummern< zum Ziel gesetzt – ich möchte dem Team einfach nur helfen zu gewinnen, die Endrunde zu erreichen und da ist es vollkommen egal, wer trifft!

 

 


Was können Sie zu der heutigen Partie in Düsseldorf sagen, die Ihre Pinguine mit 4:2 verloren haben? Sie hatten den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt!


Im ersten Drittel haben wir eigentlich ganz gut angefangen, konnten es dann auch unentschieden gestalten. Im Mittelabschnitt haben wir dann nicht so gut ausgesehen und Düsseldorf konnte davonziehen. Dann haben wir uns wieder gefangen – es ist schon frustrierend, wir wollten hier schon gewinnen! Hoffentlich holen wir das am Montag nach!



(Foto imago/eishockey-online.com)


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