Interview mit dem Nationaltorhüter Mathias Niederberger von der DEG

niederberger 10122016

 

(Interview) (Ivo Jaschick) Niederberger ist ein wohlbekannter Name im deutschen Eishockey. Andreas Niederberger, seines Zeichens Eishockeynationalverteidiger und fünfmaliger Deutscher Meister hat einige seiner Eisho-ckeygene an seine Söhne Mathias und Leon weitergegeben. Mathias entschied sich für das Verhin-dern von Toren und wurde erfolgreicher Torhüter.

 

2011 entschied er sich für die Ontario Hockey League (OHL) in der er für die kanadischen Barrie Colts auf das Eis ging. 13/14 absolvierte er sechs Partien für die Manchester Monarchs (AHL) sowie neun Spiele für das kalifornische Team der Ontario Reign. Danach entschied sich der begnadete Goalie für den Schritt zurück und unterschrieb bei den Eisbären Berlin. Seit der Spielzeit 2015/16 zeigt er seine tollen Reaktionen und Reflexe im Tor der Düsseldorfer EG.


Beim Match in Köln (18.12.16) avancierte der junge Mann wieder einmal zum „Matchwinner“ und stand nach dem Düsseldorfer Penalty-Sieg (2:1) Eishockey-Online zu einem kurzen Statement zur Verfügung:

 

 

Gratulation, wie haben Sie das Spiel gesehen, an dem Sie ja keinen geringen Anteil hatten?


Vielen Dank! Es war von beiden Seiten ein sehr kampfbetont geführtes Spiel. Es war halt ein richtiges Derby: eng, spannend, schnell und mit der nötigen Härte geführt!

 

 

Jeder konnte sehen, dass es um einiges ging, ein richtiges Derby – schön, dass es so etwas gibt!


Da stimme ich Ihnen zu, doch ein Wort zu Ihrer grandiosen Leistung – bis auf einen Schuss mussten Sie kein Mal hinter sich greifen, auch alle vier Penaltys haben Sie unschädlich machen können!


Zu allererst möchte ich betonen, dass es ein Sieg der ganzen Mannschaft ist. Die Jungs vor mir geben mir mit ihrem Einsatz die Chance so gut auszusehen. Wenn dann alle Rädchen gut zusammenpassen, sind wir auch erfolgreich. Wenn der ganze Verteidigungscorps und die Stürmer die Zeit wegnehmen und den Raum eng machen, geben Sie mir halt die Möglichkeit in einer bestimmten Art und Weise zu spielen – alleine kann ich kein Spiel gewinnen.

 

 

 

Beim abschließenden Penalty-Schießen standen Sie wie eine Wand im Tor – ich habe immer im Gefühl, es ist wie eine Lotterie! Wie haben Sie es gesehen?


Ich sehe das nicht ganz so! Glück gehört schon ein bisschen dazu, hinzukommt, dass wir auch sehr gute Schützen haben und diese Situationen im Training auch üben. Ich bin auch mit einem sehr guten Gefühl ins Penalty-Schießen gegangen – und es hat mich nicht enttäuscht.





 


Sie gingen in Unterzahl in die Overtime – es wurde 4 gegen 3 gespielt. Wie ist das für Sie als letzter Mann?


Ja, und wieder muss ich die Teamleistung hervorheben. Ich weiß gar nicht, wie viele Schüsse geblockt wurden, jeder hat alles gegeben. Das war schon mehr als überragend. Wir standen sehr gut und meine Mannschaftskameraden gaben mir somit die Chance, mich so aufzustellen. Als Torwart ist man schon abhängig von der Mannschaft, aber umgekehrt ist es genauso – 5 Punkte an diesem Wochenende geben mir natürlich auch einen Aufschwung und stärkt das Selbstvertrauen.

 

 


Gegen Köln läuft es in dieser Saison ziemlich gut! Zwei Spiele, zwei Siege – fünf Punkte! Die Haie gehen als Favorit ins Spiel und Düsseldorf als Sieger raus!


Das tut uns überhaupt nicht weh – ich persönlich fühle mich gar nicht so schlecht in der Rolle des Außenseiters. Dann ist der Druck nicht zu groß und uns hat es immerhin zwei Siege gegen Köln be-schert. Will ich hoffen, dass es so weitergeht!

 

 


Was erwarten Sie jetzt für den Rest der Saison?


Wir müssen jetzt auf dem eingeschlagenen Weg weitergehen und so viele Punkte wie eben möglich zu sammeln. Wir werden weiter hart arbeiten und wenn wir ehrlich und hart weiterarbeiten, sind die Voraussetzung jedenfalls da, dass wir die für das Erreichen der Playoffs notwendigen Punkte einsammeln werden.

 

 


Sie haben drei Jahre in der Ontario Hockey League (OHL), East Coast Hockey League (ECHL) und American Hockey League (AHL) gespielt – was hat Ihnen diese Zeit für Ihre Entwicklung gebracht?

 


Es hat mir sehr viel gebracht! Ich hatte drüben klasse Goalie-Coaches, die mich in meinem Spielstil noch ein wenig unterstützt und geformt haben. Außerdem ist es einfach eine ganz andere und auch neue Erfahrung, die mich auf, aber auch neben dem Eis in meiner ganzen persönlichen Entwicklung weitergebracht hat – z.B. meine Selbstständigkeit in einem anderen Land.

 


Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!

 

(Foto Birgit Häfner)


Weitere Interviews finden Sie hier...

 

 

 

transfer banner klein

 

eishockey bilder banner klein

IIHF WM 2017

Aktuelle Interviews

frederik tiffels Cp 2017
28. April. 2017

5 Fragen an Nationalspieler Frederik Tiffels - Ein College Boy auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

(Interview) (Christian Diepold) Die Vorbereitung auf die Eishockey Weltmeisterschaft 2017 in Köln/Paris befindet sich in der letzten Phase, es sind… mehr dazu...
kornelli julianIMG 5156
18. April. 2017

Interview mit dem Nachwuchstalent von den Tölzer Löwen Julian Kornelli

(Interview) PM/Kürzel (Autor) Mit seinem Traumtor beim dritten Halbfinale (2017) gegen den ERC Sonthofen in der Verlängerung war Julian Kornelli… mehr dazu...
jenny harss 2017 wm
17. April. 2017

Interview mit Nationaltorhüterin Jenny Harss, die 2017 WM Geschichte geschrieben hat

(Interview) (Christian Diepold) Die deutsche Eishockey Nationalmannschaft der Frauen erreichte bei der Eishockey WM 2017 in Plymouth (USA)… mehr dazu...

News Champions Hockey League

eishockey-online.com Shop

eol shop 300 254

Tabelle Fraueneishockey Bundesliga

Eishockey News Fraueneishockey

Gäste online

Aktuell sind 400 Gäste online