Interview mit Christian Ehrhoff

Christian EhrhoffChristian Ehrhoff spielt während des NHL Lockout 2012 bei seinem Heimatverein den Krefeld Pinguinen, mit denen er im Jahr 2003 zusammen mit Robert Müller Deutscher Meister geworden ist.

Der in Moers geborene Verteidiger begann seine Karriere bei den Krefeld Pinguinen und wurde beim NHL Entry Draft 2001 von den San Jose Sharks an 106. Stelle ausgewählt. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft wechselte er in die NHL nach San Jose, wo er sich erst im Farmteam bei den Cleveland Barons bewähren musste.

Er konnte sich in den sechs Jahren zum Stammspieler und feste Größe in San Jose entwickeln und wechselte im Jahr 2009 zu den Vancouver Canucks, wo er schnell zu den offensivstärksten Verteidigern zählte. In der Saison 2009/2010 löste er Uwe Krupp mit dem Rekord von 44 Scorerpunkten ab. Die Finalserie 2011 gegen seinen Landsmann Dennis Seidenberg von den Boston Bruins ging verloren.

Mit einem 40 Millionen Dollar Vertrag und einer Laufzeit von 10 Jahren im Gepäck wechselte er zu den Buffalo Sabres.




Birgit Eiblmaier hat sich mit Christian Ehrhoff getroffen und er stand uns Rede und Antwort.


Christian, vor und nach jedem Spiel scharren sich viele Fans um Dich, die gerne Autogramme haben und/oder gemeinsame Fotos mit Dir machen möchten. Kennst Du das aus der NHL auch, ist es dort ähnlich?

 

 

Ehrhoff: Doch, ja, ich kenne das aus Amerika schon auch. Aber es ist natürlich schon auch ein tolles Gefühl von den Fans so umringt zu werden, keine Frage.

 

 

Die meisten Deiner Spielerkollegen, die zum ersten Mal hier in Europa spielen antworten auf die Frage, welcher Unterschied zur NHL ihnen hier zuerst auffällt, mit den Fans, die hierzulande das ganze Spiel hindurch ihre Mannschaft lautstark anfeuern. Kannst Du das so bestätigen, ist das wirklich so ein großer Unterschied? Bekommt man das als Spieler auf dem Eis überhaupt so mit?


Ehrhoff: Ja, das ist wirklich so! In der NHL gibt es so was nicht und das macht schon Spaß bei vor so einer Kulisse zu spielen. Als Spieler bekomme ich das auch mit ob gejubelt wird oder nicht, sogar ob es für meine eigene Mannschaft ist oder nicht kann ich heraushören.

 

 

Wayne Simmonds und Chris Stewart wollten bei meinem Interview vor ein paar Wochen lieber keinen Kommentar zu den Schiedsrichtern hier abgeben. Man hört ja immer wieder das der Unterschied eklatant ist, wie beurteilst Du denn das?


Ehrhoff: Das stimmt auch wirklich. Auch bei dem Spiel heute, bei dem ersten Tor – Videobeweis, obwohl vorher schon anders entschieden worden war. Aber was willst Du als Spieler machen, da hast Du keine Chance.

 

War es für Dich jetzt wieder eine große Umstellung auf der größeren Eisfläche zu spielen?


Ehrhoff: Ja, für mich schon. Ich muss mich da immer wieder erst daran gewöhnen.

 

Gibt es irgendwas was Du aus Deutschland vermisst wenn Du in Amerika bist, oder gibt es umkehrt etwas was Du jetzt aus Amerika vermisst?


Ehrhoff: Ich habe eigentlich zwei komplette Leben, eines hier in Krefeld, wo ich mich ja immer auch noch „ zu Hause“ fühle, und eines in Buffalo.Ich freue mich jedes Mal wenn ich  im Sommer nach Deutschland komme, aber ich freue mich auch immer wenn ich wieder nach Buffalo zurückkehre. Und natürlich freue ich mich hier in Deutschland auf die Autobahnen und die Currywurst ( lacht ).

 

 

Wie stehst Du zu dem Lockout, Deine Einschätzung für eine (schnelle) Einigung?


Ehrhoff: Ich halte es für ausgeschlossen dass eine kurzfristige Einigung bzw. eine komplette Saison mit 82 noch möglich ist. „ Die“ weigern sich ja mit uns Spielern zu sprechen.   

 

Wie hälst Du Dich über den Stand der Dinge am Laufenden?


Ehrhoff: Für uns Spieler wurde eine App entwickelt die immer up-to-date ist. Und es gibt natürlich Telefonkonferenzen zu denen wir Spieler eingeladen werden und teilnehmen können.

 

Viele Spieler aus der NHL sind ja mittlerweile schon in Europa und spielen während des Lockouts für andere Vereine. Verfolgst Du was deine Teamkollegen machen?


Ehrhoff: Ja, natürlich bin ich mit ihnen in Kontakt. In Buffalo ist noch eine relativ große Trainingseinheit. Aber wenn der Lockout natürlich doch noch länger andauert werden auch da sich immer mehr sich nach einer anderen Lösung umsehen.

 

Deine Einschätzung Lockout und deutsches Eishockey ? Hier gehen die Meinungen ja doch auseinander.


Ehrhoff: Ich finde das ist für das das deutsche Eishockey schon eine Gelegenheit. Dadurch wird das Ganze wesentlich attraktiver und bekommt auch einmal mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Wie oft kommt es schon vor dass man etwas über Eishockey im ZDF Sportstudio berichtet?

 

 

Einer Deiner Spitznamen ist „ Iceman“ – woher stammt das?


Ehrhoff: Das stammt noch aus meiner Zeit in San Jose. Im Flugzeug haben wir da immer auf der PSP gespielt, und so ist das entstanden. Aber in Vancouver, und auch jetzt in Buffalo nennen mich alle nur „ Hoff“, und das können sie sogar auch sehr gut aussprechen (lacht).

 

Vielen Dank für das Interview Christian, wir wünschen Dir für deine weitere Karriere alles Gute!


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