Interview mit Nationaltorhüter Dimitri Pätzold (Straubing Tigers)

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(Interview) (MA) Dimitri Pätzold ist in dieser Saison ein Neuzugang für die Straubing Tigers. Ein unbekannter ist er aber nicht in Strauibng. Bereits während der Saison 2010/11 stand er im Tor für die Tigers. Zuerst schnürrte er als kleiner Junge jedoch die Schlittschuhe in Kasachstan und kam dann zur Nachwuchsabteilung  der Kölner Haie.

 

 

Dort hatte er einige Förderer die anschließend seinen Weg sogar bis in die NHL zu den San Jose  Sharks verfolgen konnten. Nach einer sehr guten Woche für Dimitri bei der er in drei Spielen nur ein einziges  Gegentor kassierte hat sich eishockey-online.com mit dem ehemaligen Nationalspieler unterhalten.

 


Dimitri die Tigers haben in dieser Saison mit einer "Up and Down" Phase zu kämpfen. Wie geht man damit um?

 

Dimitri Pätzold: Man muss in schwierigen Phasen ruhig bleiben und sollte sein Vertrauen in die eigene Stärke beibehalten.

 

 

 
Wie gehst du in einem Spieltag, wie bereitest du dich auf ein Spiel vor?

 

Dimitri Pätzold: Bei einem Heimspiel um 19:30 Uhr haben wir Vormittag ein Warm-Up, da beginnt schon mal die erste Mentale Vorbereitung. Danach geht man Mittagessen, bevorzugt zum Italiener. Nachmittag gibt es noch ein kleines  Nickerchen, damit versuche ich in die richtige Spur zu kommen, noch einmal den Kopf frei zu bekommen und dann gehts  ins Stadion. Dort beginnt dann die Mentale Vorbereitung und ich kümmere mich um mein Equipment. Speziell für mich  mache ich gerne ein dynamisches Dehnen und die Augen werden dann auch etwas geschärft, da gibt es verschiedene  Übungen die ich mache.

 

 


Legst du spziellen Wert auf die Statistiken oder Videos der Gegner?

 

Dimitri Pätzold: Ich bin schon etwas länger in der Liga, da kennt man die speziellen Spieler die gut sind. Da ruft man noch mal seine Eindrücke von vergangen Spielen ab. Wenn es spezielle Spielzüge oder Dinge in Überzahl gibt, die werden von den Trainern speziell angesprochen. Diese Informationen helfen uns dann auch weiter.

 

 


Kommunizierst du während des Spiels mit deinen Mitspielern?

 

Dimitri Pätzold: Kommunikation ist sehr wichtig mit den Vorderleuten. Das erleichtert das Spiel für mich. Wenn ich hinter dem Tor bin dann rufen sie mir zu und wenn vor dem Tor ein Gegenspieler frei ist, werde ich dann die Mitspieler darauf aufmerksam machen.

 

 


Die Fans sind von der neuen 3-3 Regel in der Verlängerung begeistert. Da richtet sich der Fokus noch mehr auf die Torhüter. Was hälst du von der Regel?

 

Dimitri Pätzold: Ich finde das es besser ist wenn das Spiel nicht im Penaltyschiessen entschieden wird. Für die Fans ist es gut, da es mehr Aktion auf dem Eis gibt und auf uns Torhüter kommt es noch mehr drauf an, da zu sein wenn es gefährlich wird. Grundsätzlich finde ich die Regel besser als die anderen Formate vorher.

 

 


In den letzten drei Spielen hast du gerade mal ein Gegentor kassiert. Da ist man schnell der Held. Genau so gut kann es sein, das der nächst Schuss schon wieder haltbar gewesen wäre. Wie gehst du damit um, einmal der Held zu sein und einmal der Depp zu sein?

 

Dimitri Pätzold: Ja das ist die Kehrseite eines Torhüters. Ich denke wir Torhüter versuchen da beim Erfolg nicht zu hoch zu fliegen, aber natürlich wenn es schlecht läuft möchte keiner das immer darauf rumgehakt wird. Es gehört zum Sport dazu.

 

 



 

Wie alt warst du als du mit Eishockey begonnen hast?

 

Dimitri Pätzold: Ich habe so mit sechs Jahren mit dem Eishockey begonnen.

 

 


Wer war dein größter Förderer während deiner Laufbahn?

 

Dimitri Pätzold: Im Nachwuchs in Kasachstan habe ich viel Unterstützung bekommen. Da war mein Nachwuchstrainer sehr gut. In Köln war es dann Rodion Pauls der uns alle damals viel Unterstütz hat mit Equipment und Eiszeiten. Im Nachwuchs habe ich da immer profitieren können.

 



Wenn man deine Vita lest, kommt man auf imposante 16 Stationen. Das ist doch eher ungewöhnlich oder?

 

Dimitri Pätzold: So würde ich das nicht sagen. Es gab früher im Nachwuchs mehrere Stationen wo man schnell mal ausgeliehen wurde. In Nordamerika war es so, wenn man sich mal verletzt hatte wurde man in eine andere Liga geschickt um sich wieder aufzubauen. Dann wurde auch mal das Farmteam gewechselt und man war schon wieder wo anders. Aber während meiner Zeit in Nordamerika habe ich die ganze Zeit nür für die Organisation der San Jose Sharks gespielt. Deshalb kommt da einiges zusammen.

 

 


Gibt es eine Geschichte oder ein Spiel an das du dich besonders gerne erinnerst?

 

Dimitri Pätzold: Es gibt schon einige Momente an die man sich gerne erinnert. Als Kind träumt man immer davon einmal in der NHL zu spielen. Als es dann so weit war, ging der Puls richtig nach oben. Daran erinnere ich mich immer gerne  zurück.

 

 


Zuletzt diskutierten die Fans über Jochen Reimer, der wohl einen "Trash Talk" hatte. Wie ist das auf dem Eis kommt so was vor?

 

Dimitri Pätzold: Es gibt Spieler die das machen, vielleicht weil sie es brauchen oder deren Job es ist. Aber es gibt auch Torhüter die immer wieder zurückreden. Ich bin eher das Gegenteil davon. Ich versuche immer meine Konzentration hoch zu halten und halte mich deswegen aus diesen Dingen eher raus.

 

 


Hattest du früher mal ein Vorbild?

 

Dimitri Pätzold: Na klar da gab es schon einige. Als ich noch kleiner war habe ich immer wieder auf Patrick Roy oder Dominik Hasek geschaut. Nikolai Khabibulin war auch einer der mich beeindruckt hat. Da hab ich immer versucht von denen was abzuschauen.

 

 


Welche Regel würdest du gerne ändern?


Dimitri Pätzold: Ich glaube das ist eher unrealistisch dass so was kommt, weil es mit den Terminen der IIHF zusammenhängt. Aber ich würde gerne mit der Saison etwas später anfangen und im Frühjahr länger spielen. Also mehr an die NHL orientieren.

 

 


Irgendwann fällt der Vorhang auch mal für einen Eishockeytorhüter. Bereitest du dich schon jetzt für deine Zeit nach dem Eishockey vor?

 

Dimitri Pätzold: Ich weiß noch nicht was danach kommt aber mache mir natürlich Gedanken. Es gibt da schon die ein oder andere Option für mich.

 

 


Was denskt du wo die Tigers am Ender der Vorrunde stehen werden?


Dimitri Pätzold: Ja wir sind jetzt wieder mitten drin im Kampf um die Playoffs. Das ist ganz klar das Ziel. Wir wollen so lange wie möglich in diesem Bereich der Tabelle bleiben und dann werden wir sehen ob es Playoff oder die Pre-Playoffs sind.



(Foto Heike Feiner)


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