Sledgehockey - Pokorny, Gursinski & Wood – die Führungsriege im Gespräch

sledgehockey deb 2016 


(Sledgehockey) Während des Deutschland-Cups 2016 in Augsburg bekam die Sledgehockey Nationalmannschaft die Möglichkeit geboten, sich dem Publikum zu präsentieren und Werbung in eigener Sache zu machen, da es an Spielern und Nachwuchs mangelt.

 


Auf dem Eis zeigten die Kufencracks – jeder sitzt auf einer Kufe und bewegt sich mit Hilfe von kleinen Schlägern, welche am Stockende Spikes haben, vorwärts – ihre Künste und boten den Zuschauern auch gute Unterhaltung. Während die einen eine gute Show ablieferten, wurde diese neben dem Eis von der Sledgehockey Führungsspitze, Andreas Pokorny, Michael Gursinski, Ian Wood, kommentiert. Nach der Demonstration hatte Ivo Jaschick von eishockey-online.com die Gelegenheit, sich mit den Dreien zu unterhalten:

 


Hier in Augsburg beim Deutschland haben Sie mit Ihrer Sledgehockey-Nationalmannschaft die Chance bekommen, sich vor einem größeren Publikum, quasi als Pausenfüller, zu präsentieren.


(Pokorny) Zuerst einmal einen großen Dank an den DEB (Deutscher Eishockey Bund), das dieses Ereignis jetzt endlich mal zustande gekommen ist. Das ist wirklich eine Chance für uns, dass wir unsere Sportart hier in Deutschland ein wenig bekannter machen können. Dabei verfolgen wir natürlich auch das Ziel, einige Jungs, Leute für diese Sportart zu gewinnen, die in unserer Liga mitspielen und uns eine größere Tiefe bei der Auswahl der Nationalspieler geben.

 

 


Was steht jetzt als nächster Event nach Augsburg an?


(Gursinski) Wir haben jetzt von der Nationalmannschaft eine Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im April, die in Korea stattfinden wird. Ab Januar werden wir uns dann massiv die WM 2017 vorbereiten. Im Augenblick finden wir uns bis Dezember zusammen und gehen dann mit zwei Wochenenden pro Monat dieses Unternehmen an.

 




Das Sledgehockey immer professioneller wird, sieht man auch daran, dass nach Michael Gursinski, der die Mannschaft früher alleine trainierte, zuerst mit Andreas Pokorny und dann Ian Wood zwei ehemalige Eishockeyprofis mit ins Boot gekommen sind!


(Pokorny) Ja, wir müssen das Ganze ein bisschen professioneller machen. So sind wir jetzt, sagen wir mal, in der Führungsetage recht gut aufgestellt, aber nichts destotrotz brauchen wir händeringend noch mehr Aktive.

 

 


Wie fing alles an?


(Gursinski) Ich bin praktisch von der Pike auf dabei. Als ´96 das Slegehockey nach Deutschland kam, habe ich mich kurz darauf dem angeschlossen, weil es mich sehr interessierte. Ich habe dann den Ligaaufbau und die ganze Koordination und Konstruktion mitgestaltet und das Team auch trainiert. Dann kam aber mit Andreas Pokorny (ehemaliger Nationalverteider) ein Fachmann dazu, und da ich eine Veränderung wollte, übernahm er das Training und ich rutschte auf die Co-Trainer Position, um auch neue Impulse zu setzen.

 


Und mit dem ehemaligen Star-Goalie Ian Wood haben Sie jetzt noch einen weiteren Profi dazugewonnen!


(Pokorny) Ja – und da sind wir auch sehr dankbar für! Bei den anderen Nationen gibt es fast überall hauptamtliche Trainer und Manager und wir, die wir alles nur nebenberuflich machen – übrigens sehr gerne – brauchen halt noch mehr Kraft und Hilfe, um das ganze Sledgehockey noch weiter nach vorne zu bringen.

 


Ian Wood – welche Aufgabe haben Sie jetzt hier übernommen?


Grundsätzlich um noch mehr Stabilität und Professionalität hineinzubekommen, um noch mehr Sponsoren für unseren Sport zu gewinnen – ich erledige praktisch dieselben Aufgaben, wie Klaus Merk hier beim DEB für die A-Nationalmannschaft.

 

 


Man könnte ja jetzt fast von einem >Triumvirat< sprechen – jeder hat eine Aufgabe! Andreas Pokorny ist der Headcoach, …!


(Pokorny) Ja! (Gursinski) Ich bin für den Rest vom sportlichen Teil zuständig, habe die Aufgaben des Co-Trainers übernommen und kann mich jetzt voll darauf konzentrieren, da Ian wiederum die Aufgaben erledigt, die ich auch noch erfüllt habe. Ich kann mich mit Andreas (Pokorny) jetzt mehr austauschen, beraten und bilde jetzt einen Gegenpol.

 

 


(Wood) Das ist das Wichtigste überhaupt, dass die Trainer jetzt machen können, was sie tun wollen, damit die Mannschaft nach vorne kommt, dass sie nicht mehr durch diese Nebensächlichkeiten vom Eigentlichen abgelenkt werden. Das Team soll im Mittelpunkt stehen – es soll im sportlichen Bereich nach vorne kommen! Und alles, was im Hintergrund ist, seien es die Sponsoren, Lehrgänge, irgendwelche Turniere, Weltmeisterschaften, Olympia, Gespräche mit anderen Verbänden, das sind jetzt alles meine Aufgaben.

 

 


Als ehemaliger Weltklasse-Goalie sind Sie auch noch für das Torhütertraining zuständig?

 


Nein! Ich bin das leider nicht! Aber was heißt hier leider, wir haben mit Tim Siekmann einen Meister seines Fachs, der bestens qualifiziert ist und seine Aufgabe als Torwarttrainer mehr als gut erfüllt. Mit ihm sind wir zu viert und auch komplett. Wir schauen jetzt nur noch nach vorne und wollen das Ding auch pushen.

 

 


Vielen Dank und viel Glück Ihnen Dreien!

 

 

(Foto Sledgehockey)

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