Interview beim Deutschlandcup mit Ex-DEL Spieler Chris Lee (Team Kanada)

Chris Lee 07112016 1

 

(Interview) (Ivo Jaschick) Der Ex-DEL Spieler Chris Lee, der bereits für die Kölner Haie und die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga gespielt hat, nahm bereits das zweite Mal nach 2012 für das Team Canada beim Deutschland Cup teil. Ivo Jaschick von eishockey-online.com hat ich mit dem 36-jährigen unterhalten.

 

 

Herzlichen Glückwunsch, dieses Jahr hat Team Kanada den zweiten Platz beim Deutschland Cup belegt, während bei den letzten Auftritten hier eher enttäuschende Auftritte zu verzeichnen waren!


Danke! Ja, wir hatten enttäuschende Auftritte hier! Keiner, der für Kanada aufläuft, möchte nicht auf dem Siegerpodest ganz weit oben stehen. Ich kann mich noch an das Turnier vor vier Jahren erinnern – eine ganz schlimme Erinnerung – als wir hier kein einziges Spiel gewinnen konnten. Für einen Kanadier kann es nichts Schlimmeres geben, denn ein Kanadier ist stolz darauf, dieses Jersey tragen zu dürfen und wir wollen den anderen zeigen, dass wir gute Eishockeyspieler sind.

 

 

Sie spielen jetzt seit 2013 in der russischen Kontinental Hockey League (KHL) für Metallurg Magni-togorsk. Erzählen Sie mal ein wenig darüber!


Es ist schon ein wenig anders, um es mal so auszudrücken. Russland ist nach den Staaten, nach Deutschland und Schweden nun das vierte Land in dem ich spiele. Jedes Mal, wenn ich in ein ande-res Land komme, ist es ein bisschen anders. Vor allem die Kultur! Aber Metallurg ist ein hervorragend geführter Verein und kümmert sich ganz großartig um die Spieler und ihre Belange, so dass sich die Eingewöhnung nicht so problematisch gestaltete.

 

In meinen ersten Jahren hatte ich auch nordamerikanische Trainer, die Sprache auf dem Eis war also Englisch, was alles viel einfacher ge-macht hat. Wir waren auch sehr erfolgreich, hatten sehr gute Mannschaften und haben zwei Meis-terschaften in drei Jahren nach Magnitogorsk geholt. Ich kann also nur Positives über die Organisation und das russische Eishockey sagen.

 

 



 


2012 hatten Sie mit den Mannheimer Adlern schon mehr als eine Hand an der Meisterschale, als Sie im vierten Spiel gegen die Berliner Eisbären nur noch einen Sieg im „Best of Five“ Finale mit 5:2 in Führung lagen, dann aber doch noch verloren haben, genauso wie die Meisterschale!


Ja, ich werde dies auch nie vergessen! Mit drei Toren lagen wir 13 Minuten vor dem Ende vorne. Wir haben wahrscheinlich im Inneren schon ein wenig angefangen zu feiern, haben dadurch die Konzentration und dann auch das Spiel und zwei Tage später die Meisterschaft verloren. Aber da ich meine Ex-Klubs und meine früheren Kameraden weiterhin im Internet verfolge, habe ich dann auch mit Genugtuung gesehen, dass Sie dann mit Geoff Ward zwei Jahre später wieder erfolgreich waren!

 

 


2014 haben Sie dann auch Ihre erste Meisterschaft in Russland feiern können! Was für ein Gefühl war das?


Es war die erste Meisterschaft, die ich gewinnen konnte! Ich kann es Ihnen gar nicht beschreiben, wie gut das tut, was für ein glückseliger Moment das ist. Auch ich konnte es mir nicht vorstellen, ich musste es erleben! Das ist etwas, wovon ich den Rest meines Lebens zehren werde.

 

 


Wie ist es denn in der russischen Liga zu spielen? Persönlich haben Sie in 26 Partien 27 Punkte erzielt – also mehr als einen Scorerpunkt pro Spiel! Unglaublich!


Es ist einfach großartig, es macht sehr viel Spaß! So, wie es im Moment für mich läuft, ist es einfach fantastisch! Aber auch mit der Mannschaft läuft es. Man muss auch sagen, dass wenn das Spiel in der Mannschaft läuft, ist es auch einfacher, persönlichen Erfolg zu haben! Ich hoffe, so weiterma-chen zu können, ohne mich zu sehr unter Druck zu setzen. Ich versuche einfach nur gutes Eisho-ckey zu spielen. Aber es ist schon komisch, mit meinen jetzt 36 Jahren werde ich vielleicht mein bestes Jahr in meiner ganzen Karriere haben (lacht). Aber so etwas passiert nicht allzu oft – ich aber hoffe, dass meine Glückssträhne weiter geht!

 

 


Können Sie die die russische Liga mit der deutschen DEL vergleichen?


Ja, ich meine, dass alles unterschiedlich ist. Als ich nach Schweden ging, musste ich mich umstellen, hier in Russland ist es anders, überall muss man sich umgewöhnen, umstellen.

 


(Foto Stefan Diepold)


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