Interview mit Bietigheim Steelers Kapitän Adam Borzecki

Foto copyright Bietigheim Steelers

(Interview) PM Im Interview mit der DEL stand uns Steelers-Kapitän Adam Borzecki, der bereits seine dritte Spielzeit für die Bietigheimer absolviert, Rede und Antwort. Verteidiger Borzecki besitzt neben der polnischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft und redet mit del-2.org über seine Karriere, den Saisonstart und über die Unterstützung der Fans.

 







 

Sie sind in Danzig geboren: Wie kamen Sie zum Eishockey?

 

Adam Borzecki: (schmunzelt)Als ich mit dem Eishockey begonnen habe, haben mich meine Eltern zum Eisstadion gebracht. Ganz im Ernst aber, mein Vater war Torwart und später als Trainer tätig. Ich war also schon als Kind jeden Tag im Eisstadion.

 

 

 

Vor über 20 Jahren begann Ihre Karriere. Wie schaffen Sie es, sich jedes Jahr für die lange Saison zu motivieren und wie halten Sie sich fit?

 

Adam Borzecki: Ich liebe es einfach Eishockey zu spielen und vor allem natürlich zu gewinnen. Dieses Gefühl „Sieger“ zu sein ist schon von sich aus Motivation genug. Die Vorbereitung im Sommer ist aber extrem wichtig und eine gute Abwechslung zum Training auf dem Eis. Persönlich bereitet mir das Sommertraining viel Spaß und die Pause vom Eishockey ist wichtig.

 

 

 

Auf welche Momente oder Erlebnisse in Ihrer sportlichen Karriere blicken Sie gerne zurück?

 

Adam Borzecki: Es gab schon ein paar Highlights, die ich bestimmt nie vergessen werde. Das NHL-Trainingslager mit den Columbus Blue Jackets war auf jeden Fall ein Top-Erlebnis. Auch für die polnische Nationalmannschaft zu spielen ist für mich immer etwas Besonderes und eine ganz spezielle Ehre. Aber natürlich war auch die Meisterschaft mit Bietigheim im Jahr 2015 ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

 

Wie beschreiben Sie den Start in die neue Saison aus Sicht des Kapitäns?

 

Adam Borzecki: Dass wir nach den ersten acht Spielen erst zwei Punkte abgeben mussten, hat vielleicht keiner erwartet. Wir haben die Saison ganz stark und konzentriert begonnen. Egal ob geschossene Tore, Gegentore, Unterzahl, Überzahl oder unsere Torhüter, wir waren superstark. Alles hat funktioniert. Wir haben Siegeswillen gezeigt, schlau gespielt und konsequent unsere Taktik umgesetzt. Wir als Team halten auch alle zusammen, was nicht immer selbstverständlich ist.

 

 

 

Wie sieht bei Adam Borzecki die eishockeyfreie Zeit aus?

 

Adam Borzecki: Im Sommer trainiere ich individuell fünf bis sechs Mal die Woche. Ich versuche das schöne Wetter zu nutzen: Golf spielen, schwimmen, das gute Wetter mit Familie und Freunden genießen. Während der Saison ist es anders. Da ist Erholung angesagt, um 100 Prozent für das nächste Spiel bereit zu sein. In dieser Zeit suche ich die Ruhe und verbringe meine Zeit gerne mit der Familie und Freunden.

 

 

 

Sie sind ein Familienmensch. Wie bekommen Sie den Sport und Ihre Familie unter einen Hut?

 

Adam Borzecki: Jetzt, da die Kinder schon größer sind, ist es viel einfacher. Beide sind sportbegeistert. Mein Sohn spielt Eishockey für die Schülermannschaft in Bietigheim. Meine Tochter hat früher Eiskunstlauf trainiert. Meine Frau arbeitet als Ärztin, was es zeitlich natürlich nicht immer leicht macht, aber ich versuche meiner Frau so viel wie möglich im Haushalt zu helfen. Sie hilft mir parallel auch, damit ich für meinen Job gut erholt, gut ernährt und gut vorbereitet bin. Wir ergänzen uns und es funktioniert alles super

 

 

 

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach Ihrer aktiven Profilaufbahn?

 

Adam Borzecki: Die Pläne sind schon lange im meinem Kopf. Es gibt ein paar Möglichkeiten und ich bereite mich auf die Zeit nach dem aktiven Eishockeyleben vor. Ich sage offiziell noch nicht so gerne, was genau ich nach meiner Karriere machen werde. Dass ich aber dem Eishockeysport erhalten bleibe, ist eine sehr wahrscheinliche Option.

 

 

 

Wie nehmen Sie die Unterstützung der Fans während des Spiels auf dem Eis wahr?

 

 

 

Adam Borzecki: Die Fans sind der sogenannte siebte Spieler. Wir sind dankbar für ihre Unterstützung und genießen die Atmosphäre sehr. Natürlich sind wir während des Spiels sehr konzentriert und bekommen nicht alles mit, was auf der Tribüne passiert. Wenn es aber laut ist und die Fans hinter uns stehen, um uns in wichtigen Phasen zu unterstützen, dann merkt ein Spieler das und genießt es wahnsinnig. In Bietigheim ist nicht nur die Stimmung über das gesamte Spiel sehr gut, sondern auch die Choreographien, die unsere Fans immer wieder vorbereiten. Das ist MEGA COOL!





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