Interview mit dem "Off-Eis Lüde" - Mirko Lüdemann

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(Foto imago)

 

 

(Interview) Ivo Jaschick von eishockey-online.com hat sich nach dem spektakulären Abschiedsspiel von Mirko Lüdemann mit der Eishockeylegende aus Köln getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt. 

 







Mirko Lüdemann, Ihre phänomenale Abschiedsveranstaltung hier in der Köln-Arena war schon etwas Besonderes – RTL Sondersendung, Hänneschen-Theater, … –, oder wie sehen Sie es?


Mirko Lüdemann: Ich denke, dass mein Abschiedsspiel mit allem Drum und Dran für alle Beteiligten eine super Sache war. Die Fans waren begeistert, ich natürlich auch – eine ganz tolle Show! Und ich muss zugeben, dass ich bei manchen Darbietungen eine richtige Gänsehaut bekommen habe. Wenn man schon 23 Jahre bei einem Verein tätig war, stellt man sich schon vor, dass man einen großen Abschied be-kommt – oder wünscht es sich den auf jeden Fall so. Aber was da ablief, war schon ganz große Klasse.

 

 


Feierlichkeiten sind vorbei – ‚Lüde‘ nun in einem neuen Job bei den Haien – könnten Sie mal Ihr neues Aufgabengebiet genauer beschreiben!


Mirko Lüdemann: Gerne! Ich bin jetzt im Vertrieb und der Jugendkoordination zuständig. Mit der Jugendkoordination habe ich im Augenblick noch nicht allzu viel zu tun, da ich mich da erst einmal mit Rodion (Pauels; Sportkoordinator und Nachwuchstrainer (DNL)) absprechen muss! Im Vertrieb bin ich halt für die Akquisition von neuen Sponsoren zuständig und die Betreuung aller.

 

 


Im letzten Jahr noch auf dem Eis, jetzt im Büro – wie ist das Verhältnis zu Ihren ehemaligen Mann-schaftskameraden, zum Team überhaupt?


Mirko Lüdemann: Das hält sich relativ bescheiden, da ich mit der Mannschaft so nicht weiter in Kontakt stehe. Der Kontakt hält sich doch eher in Grenzen. Ich sehe sie zwar ab und zu noch mal, aber dass ich jetzt häufig in der Kabine zu finden bin, ist nicht der Fall. Ich sehe sie, wenn sie mal oben im Büro sind. Aber ansonsten liegen die Schwerpunkte meiner Arbeit woanders!

 

 



 


Kribbelt es bei Ihnen, oder möchten Sie auf das Eis, wenn der Anpfiff ertönt?


Mirko Lüdemann: Nee! Ich möchte gar nicht mehr aufs Eis! Wenn ich das nämlich sehe, das hohe Tempo, die Härte, …, dann sehe ich mein Alter und ich habe das ja wirklich lange genug gemacht! Da bin ich jetzt eigentlich auch froh, dass ich jetzt die ganze Schinderei, angefangen beim Sommertraining, oder während der Saison die ganzen Wochenenden weg sein, nicht mehr habe. Endlich habe ich dann mehr Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Um auf die Frage zurück zu kommen, nein, es kribbelt nicht mehr in den Fingern! (schmunzelnd) Ich finde es immer schön, wenn ich die Jungs auf dem Eis sehe!

 

 


Gegen Schwenningen gab es die erste Niederlage (2:4)! Chancen waren vorhanden, aber der Puck wollte nicht rein! Und Ihnen waren die Hände gebunden, Sie konnten nicht helfen!


Mirko Lüdemann: Wie ich es eben schon sagte, man hat dann halt abgeschlossen damit und man sieht es nur noch mit einem gewissen Abstand. Ich weiß, wie schwer es ist gegen eine solche Mannschaft wie Schwenningen zu spielen und Tore zu schießen. Ich kann mich also durchaus in die Lage der Spieler hineinversetzen, aber dass ich jetzt irgendwie das Bedürfnis verspürte eingreifen zu wollen, das kam nicht auf. Das wäre wohl auch fehl am Platz gewesen. Ich habe mit dem aktiven Eishockey jetzt abgeschlossen und lasse jetzt die anderen die Arbeit machen.

 

 


Könnten Sie sich überhaupt ein Leben ohne Eishockey vorstellen?


Mirko Lüdemann: Wenn man so lange wie ich diesem tollen Eishockeysport nachgekommen ist, ist es natürlich schwer, ohne Eishockey auszukommen. Es wird immer Bestandteil meines Lebens sein, da es mein Leben von klein auf bis jetzt bestimmt hat. Egal wo ich bin oder was ich in Zukunft mache, Eishockey wird immer dabei sein. Ich werde mich immer nach den Ergebnissen und dem Stand von bestimmten Mannschaften, aber auch ehemaligen Kollegen, erkundigen! Es wird immer ein Bestandteil sein, auch wenn jetzt ein neuer Abschnitt in meinem Leben begonnen hat. Eishockey wird i m m e r eine Rolle spielen!

 

 


Was hat der Eishockeysport Ihnen gegeben, was haben sie Positives mitgenommen?


Mirko Lüdemann: Dass man für seine Ziele immer hart kämpfen muss! Das ist eine Sache, die man im Eishockey rasch lernt. So ist es überall, auch auf dem Eis: Will man etwas erreichen, muss man hart dafür arbeiten! Das habe ich dann auch so übernommen und dann kommt man auch zum Erfolg. Das gilt auch für den neuen Abschnitt meines Lebens!

 

 

 


Da wir gerade beim Positiven sind, haben Sie Ihre Frau Rebecca auch übers Eishockey kennenge-lernt?

 


Mirko Lüdemann: Nein, in einem Restaurant und es war schon eine etwas komische Geschichte! Nein, da möchte ich jetzt nicht näher drauf eingehen!

 

 

 


Okay! Wären Sie kein Eishockeyspieler geworden, was hätten Sie sonst beruflich unternommen?


Mirko Lüdemann: Früher war mein Wunsch zur See zu fahren! Ich wollte schon immer die Weltmeere bereisen, was damals leider nicht geklappt hatte – weil, ich bin dann Eishockeyspieler geworden. Wenn ich dann im Eishockey aber auch nichts geworden wäre, hmm..., kann ich so gar nicht beantworten, vielleicht wäre ich im Bankwesen irgendwie, irgendwo hängen geblieben!

 


Vielen Dank für das nette Gespräch!



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