Interview mit Jari Parsanen dem Headcoach der Iserlohn Roosters

Pasanen Jari Iserlohn 022016

 

 

(Interview) (IJ) Nach dem ersten Sieg am sechsten Spieltag bei den Krefelder Pinguinen stellte sich der Headcoach der Kampfhähne vom Seilersee, Jari Pasanen Ivo Jaschick von eishockey-online.com

 






Herzlichen Glückwunsch! 4:2 gewonnen, geht es jetzt bergauf?


Jari Pasanen: Ja hoffentlich und vielen Dank. Am meisten freut es mich für die Jungs! – Nach diesem Erfolgserlebnis lässt es sich jetzt vielleicht leichter hart arbeiten.  Gott sei Dank haben wir schnell die Tore geschossen, denn nach 35 Minuten waren wir zwar nicht platt, aber doch recht müde! Aber, egal wie, die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Und vielleicht können wir nächstes Wochenende schon ein paar Minuten länger mit Volldampf spielen. Aber das Wichtigste sind die drei Punkte!

 

 


Aber woran liegt es, dass Ihre Roosters nach 35 Minuten am „Krückstock“ gingen?


Jari Pasanen: Im Sommer hatten wir viele Spieler, die sich einer Operation unterziehen mussten oder unter anderen Verletzungen litten. Deswegen konnte nicht richtig trainiert und der Grundstock für eine notwendige Ausdauer gelegt werden. Auch in der Vorbereitung kamen noch vier Verletzungen hinzu, bei denen die Spieler gezwungen waren, nicht zu trainieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass unsere Vorbereitung für die Kondition miserabel war!

 

 

So kam es halt, dass einige aus unserem Kader nicht eishockeyfit waren, als es jetzt losging! Luigi Caporusso war beispielsweise einer jener, die im Sommer nicht richtig trainieren konnte, hat sich wahrscheinlich einen Muskelfaserriss zu gezogen, was dann auch auf die fehlende Fitness zurückzuführen ist. – Wir sind in einer schwierigen Situation und deswegen war es sehr wichtig, dass wir am Anfang die Tore geschossen haben. Hinzu kam eine gute defensive Arbeit und hinten stand ‚Matze‘ (Mathias) Lange. – So haben wir die Punkte gerettet!

 

 


Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass Luigi (Caporusso) fehlen wird?


Jari Pasanen: Dazu kann ich noch nichts Genaueres sagen. Er hatte etwas gespürt, der Physio hat es getaped, er hat es dann noch einmal probiert. Aber es ging nicht. So war er nach dem ersten Drittel zum Zuschauen ´verdammt`.

 

 


Wie haben Sie das Gegentor, einen ‚Shorthander‘, zum 1:3 gesehen, dass die Pinguine wieder ins Spiel zurückbrachte?


Jari Pasanen: (schmunzelnd) Kein Kommentar! Der Anschlusstreffer zum 2:3 hätte vermieden werden können!
Es war ein guter Schuss, der zu allem Unglück auch noch abgefälscht war – harter Schuss, abgefälscht, oben in den Winkel, keine Chance für Lange! Danach wurde es ein wenig zittrig, bis Greg (Rallo) sich an der Bande super durchgesetzt und schön verwandelt hat – damit war das Spiel praktisch vorbei und das tut uns gut!

 

 


Wie zufrieden waren Sie denn heute mit Ihren Schützlingen?


Jari Pasanen: Alle Spieler haben das gespielt, was sie können. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns, bis alle Spieler dort sind, wo sie eigentlich sein sollten. Wir sind halt noch nicht da, wissen die Gründe und müssen daran hart arbeiten! Aber der Sieg heute Abend hilft den Spielern auch, dieses Ziel zu erreichen!

 

 


Also waren  Sie heute mit der ganzen Mannschaftsleistung zufrieden?


Jari Pasanen: Ja, es war schon viel besser! Heute waren nicht so viele Strafzeiten da, denn wenn wir dumme, unnötige Strafzeiten nehmen und die Hälfte des Teams nicht fit ist, kostet das viel Kraft. Das war heute nicht so und wir hatten schon etwas länger Luft! Sie haben heute einfach alles aus sich herausgeholt.

 

 


Was sagen Sie zu dem dreifachen Torschützen Blaine Down?


Jari Pasanen: Er hat gezeigt, dass er das, was wir von ihm als Torjäger eigentlich erwarten, auch umsetzen kann. Man könnte fast sagen, dass er das Spiel alleine gewonnen  hat. Er hat die Tore gemacht und der Rest der Mannschaft hat für ihn gearbeitet und verteidigt!
Im zweiten Drittel wurde wahrscheinlich auch ein neuer DEL-Rekord aufgestellt, als das Match 12 Minuten kein einziges Mal unterbrochen wurde!


Vielleicht. Aber letztendlich war es ganz gut für uns, weil die Uhr heruntergespielt wurde und Krefeld hatte eigentlich nicht so viele gefährliche Aktionen. Es waren Schüsse und so ‚3 gegen 2‘ oder ‚2 gegen 1‘ Situationen haben wir kaum zugelassen. Das war auch besser. Insgesamt hatten wir eine bessere Struktur. Aber mir war auch klar, dass wenn wir führen, die Strukturen auch irgendwann zurückkommen. Dann ist man nicht mehr gezwungen, die Brechstange herauszuholen. Bisher war es ja so, dass wir immer einem Rückstand hinterherlaufen mussten und dann kommt halt ein absolutes Durcheinander! Jetzt war es halt anders und ich hoffe, dass wir aus diesem Spiel unsere Lehren gezogen haben und auch zukünftig gutes und strukturiertes Eishockey spielen!

 


Vielen Dank und ebensolchen Erfolg!



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